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WEF-Studie: Schweiz bildet Arbeitnehmende weltweit am besten aus

Uhrmacher-Lehrling in Zürich.
Uhrmacher-Lehrling in Zürich.Bild: KEYSTONE

WEF-Studie: Schweiz bildet Arbeitnehmende weltweit am besten aus

14.05.2015, 13:0114.05.2015, 13:19

Arbeitnehmende in der Schweiz können sich glücklich schätzen: Sie werden weltweit am besten ausgebildet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF). Insgesamt belegt die Schweiz beim sogenannten «Human Capital Index» den dritten Platz.

Für die WEF-Studie wurde untersucht, wie gut die verschiedenen Länder die Talente ihrer Bewohner und Bewohnerinnen fördern und ihnen helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Am besten von allen 124 untersuchten Ländern schnitt Finnland ab, wie das WEF am Mittwoch bekannt gab.

Die Silbermedaille geht an Norwegen, die Bronzemedaille holte sich die Schweiz. Beim ersten «Human Capital Report» vor zwei Jahren hatte die Schweiz noch den ersten Platz belegt, gefolgt von Finnland und Singapur.

Viele ältere Arbeitslose

Die Schweiz profitiere von einer sehr hohen Qualität des Bildungssystems und der Berufsausbildung, teilte das WEF mit. Besonders gut schneidet sie denn auch bei der Ausbildung der Mitarbeitenden ab – diesbezüglich belegt sie im weltweiten Vergleich den ersten Platz. Punkto wirtschaftlicher Komplexität kommt die Schweiz auf den zweiten Rang.

In einem Punkt steht die Schweiz allerdings schlecht da: Die Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen im Alter zwischen 55 und 64 ist vergleichsweise hoch. Im entsprechenden Teilindex landet die Schweiz bezüglich Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe nur auf dem 41. Platz.

Talent als Schlüsselfaktor

Einen Zusammenhang machte die Studie wenig überraschend zwischen dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf und der Platzierung aus. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Bei den Ländern mit dem höchsten BIP pro Kopf beispielsweise belegen Finnland, Norwegen und die Schweiz die Spitzenplätze, während sich Barbados (77), Saudi-Arabien (85) and Kuwait (93) in der zweiten Tabellenhälfte wiederfinden.

Die Studie will aufzeigen, wo bei den Ländern bezüglich «Humankapital» Schwachstellen bestehen und wo investiert werden muss, um langfristig Verbesserungen zu erzielen. «Talent, nicht Kapital, wird der Schlüsselfaktor im 21. Jahrhundert sein, der Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum verknüpft», wird WEF-Begründer Klaus Schwab in der Medienmitteilung zitiert.

Der «Human Capital Index» setzt sich aus 46 Indikatoren zusammen. Die Daten stammen von internationalen Organisationen wie der UNESCO, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. (sda)

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