Schweiz
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Zahlreiche Züge zwischen Bern und Lausanne fielen seit 13.10 Uhr aus. Die Reisenden mussten Umwege und Verspätungen in Kauf nehmen. (Archivbild)

Pendler haben im Durchschnitt einen mehr als 50 Prozent längeren Arbeitsweg als noch im Jahr 2000. Bild: KEYSTONE

Job tauschen statt pendeln: Diese Website will lange Arbeitswege beseitigen

Die Website tausche-job.ch will Arbeitnehmer mit langen Wegen vernetzen, damit diese den Job tauschen können. Sogar ein Alt-Bundesrat unterstützt das Projekt.

Simon Maurer / ch media



Noch nie waren Schweizer für ihre Arbeit länger unterwegs als heute. Mehr als eine halbe Stunde verbringen vier Millionen Pendler durchschnittlich auf ihrem Arbeitsweg. Vor 20 Jahren waren es erst 20 Minuten, wie eine Auswertung des Bundesamts für Statistik zeigt. Auf das ganze Jahr gesehen gehen Arbeitnehmern so etwa 250 Stunden verloren.

Jetzt wollen zwei Solothurner allen Betroffenen mehr Zeit verschaffen – mit einer Online-Tauschbörse. «Stellen sie sich vor, ein Drogist wohnt in Thun und arbeitet in Bern. In Thun ist keine Stelle ausgeschrieben, da sie bereits von einer Drogistin besetzt ist, die in Bern wohnt. Wäre es nicht sinnvoll, wenn die beiden ihren Job tauschen könnten?», fragt Carola Graf, Mitgründerin von tausche-job.ch.

Bild

bild:screenshot/tausche-job.ch

Seit einem Monat können sich interessierte auf der Website anmelden. Sobald man alle nötigen Daten hochgeladen hat, sucht ein Algorithmus nach anderen Nutzern, die in Wohnortnähe im gleichen Beruf arbeiten. Findet sich eine passende Person, schickt das Programm beiden die Kontaktdaten des jeweils anderen. Mithilfe einer Nachrichtenfunktion können sich die Tauschwilligen dann vernetzen.

«Wir werten die Daten unserer Nutzer nicht aus», sagt Carola Graf. Die Dienstleistungen der Website seien gratis, man finanziere sich über Werbeeinnahmen. Statistiken zu Erfolgsquoten hat die Solothurnerin deshalb nicht. Sie überlegt sich aber, in Zukunft einige Erfolgsgeschichten ihrer Jobtauschbörse bekannt zu machen.

Ein Alt-Bundesrat glaubt an das Projekt

Einer, der an den Erfolg des Projekts glaubt, ist Alt-Bundesrat Johann Scheider-Amman. In einem Brief an Graf und ihre Mitinitianten schreibt er: «Es ist unbestritten, dass ihre Internetseite einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie leisten wird.»

Finanzielle Unterstützung von seinem ehemaligen Departement gab es dann aber trotzdem nicht. Für die Projektunterstützung stünden keine Mittel zur Verfügung, schrieb der ehemalige Wirtschaftsminister. Er liess Graf allerdings eine Info auf einer Website seines Departements schalten.

Von dem Projekt profitieren sollen nicht nur Arbeitnehmer. Walter Dick, Mitinitiant der Website und selbst seit 20 Jahren Arbeitgeber, ist überzeugt, dass ein Jobtausch auch den Arbeitgebern nützt. Denn wenn ein Angestellter mit seiner Stelle oder seinem Arbeitsweg unzufrieden sei, werde er früher oder später sowieso kündigen. «Wenn mein Angestellter mir mithilfe der Website gleich einen Ersatz bieten kann, gewinnen beide Seiten», so Dick. Er und Carola Graf hoffen jetzt auf möglichst viele Anmeldungen, damit das Projekt funktioniert. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kay Hug (1) 12.08.2019 16:25
    Highlight Highlight Dies umzusetzen ist mit massiven Abstrichen verbunden, was keiner auf sich nehmen würde. Deswegen bin ich der Meinung das unser System eine komplette Überarbeitung benötigt, welche sich über längere Zeit entwickelt. Eine Änderung nach der anderen. Jedoch muss dies weltweit passieren, da sonst ein fairer Wettkampf ausgeschlossen ist, die Menschen deshalb wieder Abstriche machen müssen, was wiederum keiner will. Also bleibt wohl kaum Hoffnung für uns Menschen auf lange Sicht gesehen da niemand was opfern will was dringend nötig wäre.

    Der letzte Satz ist nicht direkt auf diesen Artikel bezogen.
  • Pointer 12.08.2019 13:58
    Highlight Highlight Ich möchte aber nicht, dass jemand bei mir zu Hause meine Arbeit übernimmt. 😉
  • Eskimo 12.08.2019 12:34
    Highlight Highlight Für die meisten wäre es wohl einfacher eine neue Wohnung in der nähe des Arbeitsortes als ein neuer Job in der nähe des Wohnortes zu finden.
  • THEOne 12.08.2019 12:20
    Highlight Highlight die idee mag ja gut sein. aber ist ziemlich naiv zu glauben, das löse irgendein problem.
    alleine schon die massiven lohnunterschiede die in vielen berufen herrschen, dass sind wir menschen einfach nicht bereit zu ändern.
    es mag für wenige funktionieren, wird aber ein nischenprodukt sein.
    und ausgerechnet der chefausbeuter JSA gibt noch sein senf dazu
  • Mutbürgerin 12.08.2019 10:48
    Highlight Highlight Das Rekrutierungsverfahren für Mitarbeiter scheint völlig überbewertet. Die Adresse reicht offensichtlich völlig aus, um jemanden anzustellen.
  • Mutbürgerin 12.08.2019 10:46
    Highlight Highlight Find ich gut, jeder Bundesrat, der nicht in Bern wohnt, soll doch auf seiner Gemeinde einen Staatsjob suchen.
  • Töfflifahrer 12.08.2019 10:36
    Highlight Highlight Ich, ü50, 2 Jahre war 1.5 Jahre auf Arbeitssuche, die einzige Stelle die ich angeboten bekam, bedeutet für mich 2 bis 3 Std. Arbeitsweg und 75% vom Vorherigen Lohn.
    Ja ich nähme sehr gerne eine Stelle an bie mir in der Nähe, meine Qualifikation wird sogar händeringend gesucht, aber nur von jungen Leuten.
    Diese Idee muss wohl am Fête de vigneron bei zuviel Weisswein gekommen sein.
  • fidget 12.08.2019 09:49
    Highlight Highlight So einfach das in der Theorie klingt, so schwierig wird es in der Praxis sein. Zum Job gehört noch viel mehr als nur die identische Arbeit, wobei sogar das ziemlich unwahrscheinlich ist, dass zwei exakt dasselbe tun. Eine Person muss auch ins Team passen. Und nicht zuletzt muss der Lohn auch stimmen. Was nützt es mir, wenn ich die gleiche Arbeit in der Nähe machen kann, dafür aber mehrere tausend Franken weniger verdiene im Jahr? Es gibt viele Gründe, weshalb jemand pendelt, nicht nur dass es keine freie Stelle in der Nähe hatte.
    • Satan Claws 12.08.2019 12:08
      Highlight Highlight @fidget

      Klar, aber was wenn es dennoch passt? Ist doch gut und die Idee auch. Man tauscht ja nicht einfach stillschweigend.
    • fidget 12.08.2019 15:04
      Highlight Highlight @ Satan Claws: Ja, wenn es passt ist es gut. Aber ich bezweifle, dass dies in genügend Fällen passieren wird und die Plattform attraktiv bleibt. Sie finanziert sich durch Werbung und nicht durch Beiträge, daher ist es wichtig, dass die Attraktivität hoch und für Werbetreibende interessant bleibt. Die Idee in allen Ehren, aber auf Dauer wird sie kaum zu betreiben sein.
  • Glenn Quagmire 12.08.2019 09:45
    Highlight Highlight Dezentralisieren der Arbeitsplätze und Lohnungleichheit verringern wäre auch ein Ansatz.
  • Thinkdeeper 12.08.2019 09:43
    Highlight Highlight Der Share & Care Ansatz bei Jobs ist ein interessanter Ansatz bei standartisierte Abläufe und Prozesse und Löhne. Der Arbeitnehmer könnte sich lange Arbeitsweg und Kosten, auf welche die
    Steuerämter sie immer mehr unfair sitzen lassen, ersparen.
    Ob ich als Arbeitgeber dann die entsprechende Qualität und Zuverlässigkeit bekommen ist eine offene Frage. Wenn ich keinen Einfluss auf Lohn und Auswahl habe, dann bevorzuge ich ein Freelancer der für seine Fehler mit dem persönlichen Vermögen haftet.
    Alle Standartisierte Jobs werde ich kurz- und mittelfristig durch KI und Robo ersetzen.

    • Dominik Treier 12.08.2019 17:00
      Highlight Highlight Mir ist klar, dass sie es als Arbeitgeber bevorzugen würden, sämmtliche Risiken einer Anstellung, die in der schon zu Wirtschaftsfreundlichen Schweiz noch existieren, noch auf die Arbeitnehmer abzuwälzen, die im übrigen jetzt ja schon ein höheres Risino tragen als die Arbeitgeber, weil sie ihr Produkt, also ihre Arbeit, realistisch kaum an mehr als einen Arbeitgeber verkaufen und so ihr Risiko aufteilen können. Eine Firma mit nur einem Kunden in Reichweite, wäre enorm erpressbar und schnell konkurs und so sieht es für Arbeitnehmer im Moment aus... Ein Grundeinkommen tut Not...
  • RicoH 12.08.2019 08:30
    Highlight Highlight Die Grundidee ist ja gut. In einzelnen Fällen könnte das sogar funktionieren. Aber eine grosse Chance gebe ich dem Projekt nicht. Dies aus zwei Gründen:

    Erstens müssen neben den Tauschwilligen auch mindestens die beiden Chefs damit einverstanden sein. Das kann bereits eine unüberwindbare Hürde bei diesem Deal sein.

    Und zweitens muss ich ja bei einem solchem Deal meinen Chef offenbaren, dass ich absprungbereit bin. Normalerweise will man das ja seinem Chef nicht gerade unter die Nase binden.
    • Satan Claws 12.08.2019 08:58
      Highlight Highlight Sie sind offenbar nach einem Artikel klüger, als andere die sich lange mit dem Thema beschäftigt haben. Schade waren sie nicht im Team.
    • RicoH 12.08.2019 09:41
      Highlight Highlight Was stört sie eigentlich an meiner Meinung zu diesem Thema?

      Bei einem solchen Deal müssen mindestens 4 Personen zum gleichen Konsens gelangen. Dass das schwierig sein kann, sollte eigentlich auf der Hand liegen.

      Und seinem Chef mitzuteilen, dass man auf der Suche nach einem neuen Job ist, setzt ein sehr gutes Vertrauensverhältnis voraus. Dieses gegenseitige Vertrauen ist nun mal sehr oft nicht vorhanden. Das weiss ich aus über 30 Jahren Erfahrung im Gewerbe und in der Industrie.

      Von da her habe ich Zweifel, dass das Projekt Erfolg haben wird.
    • Satan Claws 12.08.2019 10:43
      Highlight Highlight Muss man offensichtliche Ironie kennzeichnen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 12.08.2019 08:26
    Highlight Highlight Super Sache, noch wichtiger wäre es aber die ländlichen Standorte zu fördern damit diese attraktiver für Firmen werden.
    • Dominik Treier 12.08.2019 17:02
      Highlight Highlight Wie wäre es mal damit die Steuern zu vereinheitlichen und den elendigen Steuerwettbewerb abzuschaffen, der ohnehin nur reichen Egoisten nützt?...
  • Matti_St 12.08.2019 08:23
    Highlight Highlight Ich habe Personen eingestellt, von denen ich glaubte, sie passen am bestem zum Team. Jetzt soll plötzlich jemand anderes kommen?
    Nö.
    Aber der Bund könnte anstatt einfach überall Steuervergünstigungen diese an Bedingungen knüpfen. Zum Beispiel ein Anteil der Arbeitnehmer müssen über 50 sein. Oder eben, Home-Office berücksichtigen wo es möglich ist. Evtl. dafür eine Beratungsstelle einrichten. Denn viele Arbeitnehmer wie Arbeitgeber sehen nicht, dass man viele Arbeit auch von zuhause erledigt werden kann.
    • Thinkdeeper 12.08.2019 09:51
      Highlight Highlight Genau. Alle AG geben sich "offen , inovative und Disruptive" und fordern Agilität. Sie selber sind es ZERO.
      Homeoffice auf dem Papier ja, in der Praxis oft keine Chanche.
      Teilzeit offen...die 150% arbeit muss einfach im Zeitrahmen gemacht werden. Wenn sie es im 50% Pensum schaffen Ok.
      Die meisten sind nicht einmal in der lage SMART Ziele für eine Stelle, Aufgabe, Funktion zu definieren.
  • Posersalami 12.08.2019 07:56
    Highlight Highlight Die Idee klingt doch erstmal bestechend gut! Wünsche den Betreibern viel Erfolg!
  • yey 12.08.2019 07:50
    Highlight Highlight Ich bin sehr zufrieden, seit ich nicht mehr pendle. Klar, absolut gesehen verdient man als Pendler besser. Aber das Verhältnis von Zeitaufand zu Lohn ist bei 5min Arbeitsweg kaum zu schlagen.
    Ganz zu schweigen von der gewonnen Freizeit von 1 - 3 Stunden zusätzlicher sonniger Freizeit - jeden Tag ☀️⛱️🏊💪
    • Thinkdeeper 12.08.2019 09:55
      Highlight Highlight Ja 9 Std Arbeiten, 1h Pause, 3h pendeln, 7 Std schlafen, 4 Std für Hygiene, Sport/Ausgleich, Weiterbildung, Kochen und Beziehungspflege.
      Wunder wir uns wirklich über die vielen Kranken und gescheiterten Beziehungen?
  • Madison Pierce 12.08.2019 07:46
    Highlight Highlight Es wäre wohl einfacher, die Wohnung zu tauschen statt die Stelle. Geht natürlich auch nicht immer, aber einen Jobtausch stelle ich mir schwierig vor, besonders, die Einwilligung der Arbeitgeber zu bekommen.
  • DemonCore 12.08.2019 07:44
    Highlight Highlight Lustiger als diese Idee finde ich die Leute, die glauben sie seien unersetzbar an ihrem jetzigen Arbeitsplatz.
    • Thinkdeeper 12.08.2019 10:00
      Highlight Highlight Es gibt eben ganz schlaue, die Infos und Wissen systematisch vorenthalten und dossiert weitergeben und sich derart unentbehrlich machen.
      Im Verkauf wird dies systembedingt ad absurdum praktiziert und Kunden an sich gebunden um diese bei einer Entlassung mitzunehmen.
      Die Branchen Finance und Versicherung sind hier Spitzenreiter, welche dieses Drecksspiel alimentieren.
    • Dominik Treier 12.08.2019 17:06
      Highlight Highlight Könnte daran liegen, dass man gerade in diesen Branchen sehr schnell eingespart ist, sollte die Wirtschaftliche Lage mal nicht so rosig sein und man keine unersetzbare Qualifikation vorweisen können... Wie bei den Kindern eben; wie man sie macht, so hat man sie...
  • MiinSenf 12.08.2019 07:32
    Highlight Highlight Grundsätzlich ein guter Gedanke, ich bezweifle jedoch, dass Unternehmen einfach jeman Neues einstellen werden, nachdem die eine Person gekündigt hat, ohne die Stelle auszuschreiben. Und wenn dann eine andere Person die Stelle bekommt, weil diese besser gepasst hat, dann hat man den Senf und steht ganz ohne Job da...
  • Conflux 12.08.2019 07:10
    Highlight Highlight Das kann aus so vielen Gründen nie funktionieren. Zumindest nicht in einem Erstweltland wie der Schweiz, dass aus hochspezialisierten Arbeitskräften besteht.
    • walsi 12.08.2019 08:36
      Highlight Highlight @conflux: Die Qualifikationen sind weniger das Problem, kann man in den meisten Fällen lernen, ist nur eine Frage der Zeit. Der Charakter jedoch ist wie er ist. Entweder er passt ins Unternehmen oder nicht.
    • Conflux 12.08.2019 10:16
      Highlight Highlight Und warum soll ich als Chef darauf eingehen? Das kostet nur wieder Einarbeitung. Klar, im Tieflohnsektor mag das evtl. funktionieren, aber für 80% der Jobs ist es von Anfang an ausgeschlossen.
      Wie gesagt, es gibt unzählige Gründe warum das nie funktionieren wird. Umziehen ist der einfachere Weg, falls der Pendelweg zu lang ist.
  • Sir Lanzelot 12.08.2019 07:02
    Highlight Highlight In meiner Region wären meine Qualifikationen gesucht, aber für 30-50k weniger mache ich den Job nicht. Da bleibt nur pendeln...
    Die Lohnunterschiede sind in der Schweiz sehr hoch, als BR müsste er das eugentlich wissen.
    • Oigen 12.08.2019 08:32
      Highlight Highlight Das muss jeder für sich entscheiden. Ich verzichte gerne auf 30k und habe 2 stunden mehr zeit pro tag für familie und hobby
    • Matthias Calvin Trüb 12.08.2019 08:44
      Highlight Highlight Also wenn du in deiner Region trotzdem über 100k verdienst und du dabei noch lebensqualität gewinnst, dann wäre das mir mehr Wert. Schliesslich würdest du ja auch noch deine Region entwickeln und somit könnte dein Lohn wieder auf dein gewohntes Niveau ansteigen.
    • Mat_BL 12.08.2019 08:45
      Highlight Highlight Bei mir dito. Viele Jobs sind deswegen in meiner Region (NW-CH) von Grenzgängern besetzt, die geringere Lohnansprüche/Lebenshaltungskosten haben. Ist eigentlich schon verrückt, das Ganze wenn man an Klima/CO2 usw. denkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alice36 12.08.2019 06:54
    Highlight Highlight Eine komplette Schnapsidee, die meilenweit an der Realität vorbeigeht. Das JSA das toll findet das passt zu ihm wie die Faust aufs Auge. Der Mann hat keine Ahnung.👎
    • Dominik Treier 12.08.2019 17:11
      Highlight Highlight Hat er schon... Nur einfach von Egoismus, Sozialdarwinismus und Steueroptimierung... Nur seine Ausreden sind mehr als billig. Das so einer, wie der Bundesrat werden kann, zeigt für mich leider immer wieder schön auf, wie es um Solidarität und Gemeinschaftssinn in weiten Kreisen der Schweiz bestellt ist. Sie hören meist dort auf, wo die Angst ums eigene Portemonnaie anfängt...
  • hämpii 12.08.2019 06:38
    Highlight Highlight Die Idee ist gut. Bin gespannt was sich daraus entwickelt.
  • walsi 12.08.2019 06:34
    Highlight Highlight Zu glauben man können Menschen die den gleichen Job machen einfach austauschen ist so herrlich naiv. Man muss diese Kinder einfach gerne haben. Oh warte, dass sind ja Studenten. Vielleicht sollte man ihnen erklären, dass ein Mitarbeiter viel mehr ausmacht als nur sein Fachwissen. Wie ist es mit seiner Sozialkompetenz, seinem Engagement? Passt er ins Team, versteht er sich mit dem Chef?

    Jemand kann fachlich zu 100% auf eine Stelle passen, ein richtiger Experte in seinem Bereich. Wenn er nicht ins Team passt oder ihn sein Chef einfach unsympathisch findet fliegt er raus.
    • EvilBetty 12.08.2019 06:45
      Highlight Highlight Ja, alles richtig. Es kann aber trotzdem für alle Beteiligten passen.
    • Out of Order 12.08.2019 06:49
      Highlight Highlight Keine Ahnung, warum hier geblitzt wird? 🤷‍♂️ Von dem Aufwand der Einarbeit ganz zu schweigen. Ich sehe keinen Grund, warum das eine Firma tun sollte - wo ist der Anreiz?

      Dann kann man die Stelle doch gleich regulär ausschreiben oder habe ich hier die Pointe verpasst?
    • Peterpain 12.08.2019 06:50
      Highlight Highlight Grundsätzlich kann ich ihre Meinung verstehen, jedoch gibt es bestimmt auch viele Bereiche in welchen es funktionieren kann. Es wäre jedoch sinnvoll eine Art "Probezeit" in welcher beide Seiten den jeweiligen neuen Job sowie die Kollegen und natürlich auch umgekehrt, der Arbeitgeber seinen potentiellen neuen Mitarbeiter testen können. Ob diese Funktionalität schon gegeben ist kann ich jedoch nicht sagen.

      Das ganze als naiv und nicht umsetzbar zu bezeichnen zeugt jedoch auch von einer Einstellung, mit welcher ein solches Projekt natürlich nicht funktionieren kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HPOfficejet3650 12.08.2019 06:08
    Highlight Highlight die Idee ist cool, behebt aber das Urproblem nicht. Viele Leute pendeln, weil die meisten Arbeitsplätze in der Stadt und die Wohnungen da zu teuer sind.
    • Bits_and_More 12.08.2019 08:00
      Highlight Highlight Die Wohnungen in Städten sind vor allem teurer, weil sie begrenzt sind. Das Leben in einer Stadt ist für viele Menschen attraktiver und wie du sagst, näher am Arbeitsplatz. Damit steigt die Nachfrage und somit auch die Preise.
      Im Gegenzug wird in den Städten häufig mehr Lohn bezahlt, als auf dem Land.
    • WID 12.08.2019 08:27
      Highlight Highlight @HPOfficejet3650: genau, darum müssen die Arbeitsplätze teils aus der Stadt gebracht werden.
    • lilie 12.08.2019 16:10
      Highlight Highlight @HPOffice: Schon. Aber es geht ja nicht drum, die Masse umzulenken, sondern eher um Einzelfälle, wo jemand z.B. in der Nähe von Zürich wohnt, aber nur in Bern eine Stelle gefunden hat und nun täglich 1.5 h pendelt pro Weg.

      Wenn nun diese Person jemanden findet, dem es gleich geht, aber mit vertauschten Ortschaften, könnte es eben sein, dass ein Tausch möglich wird und beide glücklicher sind, weil sie nur in die nächstgelegene Stadt pendeln, aber nicht quer durch die Schweiz.
    Weitere Antworten anzeigen

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