Wirtschaft
Schweiz

Schweizer Bergbahnen zählen weniger Gäste als im Vorjahr

Schweizer Bergbahnen zählen weniger Gäste als im Vorjahr

08.04.2026, 10:2108.04.2026, 10:21

Die Schweizer Seilbahnen haben in der Wintersaison 2025/26 bis Ende März weniger Gäste verzeichnet als im Vorjahr. Dabei fiel insbesondere der März schwächer aus, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) am Mittwoch mitteilte.

Skifahrer fahren eine kuenstlich beschneite Piste mit Schneekanonen auf den Skipisten der Gstaad Bergbahnen am Dienstag, 30. Dezember 2025, zwischen dem Rinderberg und Zweisimmen. (KEYSTONE/Anthony An ...
Künstlich beschneite Piste in Gstaad.Bild: keystone

Im März lagen die Ersteintritte um 11 Prozent unter dem «ausserordentlich starken» Vergleichsmonat des Vorjahres. Als Gründe nennt der Verband unter anderem die Wetterverhältnisse sowie die Lage der Sportferien, die dieses Jahr grösstenteils in den Februar gefallen seien. Der Iran-Krieg als Einflussfaktor wird in der Mitteilung nicht thematisiert.

Auch über die bisherige Saison insgesamt gibt es im Vergleich zum Winter 2024/25 einen Rückgang von 4 Prozent. Dabei zeigen sich je nach Saisonabschnitt deutliche Unterschiede. Während der Sportferienzeit zwischen Mitte Januar und Mitte März belief sich das Minus auf 2 Prozent, über die Feiertage und den Jahreswechsel lag es bei 14 Prozent.

Nur Wallis knapp auf Vorsaisonniveau

Der zunächst milde Winter stellte insbesondere kleinere und tiefer gelegene Skigebiete vor Herausforderungen. Entsprechend stark sind die Unterschiede beim Gästerückgang je nach Höhenlage der Skigebiete. Erst die Schneefälle im Februar und März hätten die Situation «spürbar entspannt».

Destinationen unter 1500 Metern verzeichneten im bisherigen Saisonverlauf ein Minus von durchschnittlich 7 Prozent, mittlere Lagen (1500 bis 2000 Meter) ein Minus von 5 Prozent und höher gelegene Gebiete über 2000 Metern ein Minus von 1 Prozent.

Auch regional ergibt sich ein uneinheitliches Bild: Während das Wallis knapp auf Vorsaisonniveau lag, verzeichneten alle anderen Regionen Rückgänge. Am stärksten war der Rückgang in der Ostschweiz mit 10 Prozent. Das Berner Oberland musste derweil ein Minus von 6 Prozent hinnehmen, Graubünden eines von 2 Prozent.

Als Einflussfaktoren nennt der Verband neben der Witterung auch die Gästestruktur. Skigebiete mit hohem Anteil an Tagesgästen hätten stärker unter ungünstigem Wochenendwetter gelitten als Destinationen mit mehr Übernachtungsgästen. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Skifahren bei wenig Schnee – Das sagen die Gäste
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
22 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
BigMic
08.04.2026 17:59registriert Januar 2014
Mir kommen gleich die Tränen! Aber man könnte die Preise ja noch ein wenig erhöhen damit sich auch der letzte Mittelständler das Skifahren nicht mehr leisten kann...
255
Melden
Zum Kommentar
22
Das prickelnde Geschäft mit stillem Wasser: Evian bricht ein Tabu
Die Marke Evian ist erfolgreicher denn je. Wie verkauft man etwas, das in jedem Haushalt aus dem Hahn fliesst?
Eine halbe Stunde dauert die Fahrt, dann legt das Boot, das in Lausanne gestartet ist, in Evian-les-Bains an. Die kleine Gemeinde mag ein wenig an Kilchberg am Zürichsee erinnern. Rund 10'000 Menschen leben hier in gepflegter Umgebung, mit einer herrlichen Sicht auf den See. Und doch wäre das einfach irgendein Ort auf der Landkarte, hätte hier mit Evian – so wie in Kilchberg mit Lindt & Sprüngli – nicht eine globale Marke ihren Sitz.
Zur Story