Hoffnung auf Kriegsende: Ölpreis bricht ein, SMI legt zu
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch zu einer kräftigen Erholungsbewegung angesetzt. Aussagen sowohl von US-Präsident Donald Trump als auch vom iranischen Präsidenten mit Blick auf ein möglicherweise baldiges Kriegsende hatten bereits am Vorabend die Wall Street und über Nacht die asiatischen Märkte beflügelt.
Zwar bleibe die Stimmung fragil, aber auch dank weiter fallender Ölpreise hätten sich die Märkte zumindest für den Start ins neue Quartal für die optimistische Interpretation jüngster Aussagen entschieden, sagte ein Händler. Es bleibe aber ein bitterer Beigeschmack.
Die Ölpreise liegen zwar weiterhin klar über dem Stand von vor dem Kriegsausbruch, sind über Nacht jedoch markant abgesunken. Derzeit wird ein Fass der Sorte Brent zu knapp 100 US-Dollar gehandelt, am Vortag lag der Preis noch bei über 119 Dollar.
SMI übersteigt wieder 13'000 Punkte
Der SMI schnellt gegen 9.15 Uhr um 1,65 Prozent auf 12'988,09 Punkte nach oben. Zum Start sprang er sogar kurz wieder über die psychologisch wichtige Marke von 13'000 Punkten. Im Leitindex gibt es keine Verlierer. Der SMIM für die mittleren Werte legt 2,0 Prozent auf 2963,93 Punkte zu und der breite SPI 1,6 Prozent auf 18'128,96 Punkte.
An anderen europäischen Börsenplätzen wie Deutschland oder Frankreich legen die Leitindizes im frühen Geschäft gar über 2 Prozent zu.
An der Indexspitze liegen ABB (+3,6%), klar gesucht sind aber auch Bauwerte wie Amrize (+3,0%), Sika (+2,9%) oder Holcim (+2,0%). Diese hatten in den letzten Wochen besonders gelitten.
Deutlich höher notieren zudem Technologietitel wie VAT (+3,8%), AMS Osram (+7,0%) oder Comet (+4,9%). (awp/sda)
