Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

So will der Bundesrat Ausgesteuerten über 60 und inländischen Arbeitskräften helfen



Ausgesteuerte Personen über 60 Jahre sollen eine existenzsichernde Überbrückungsrente erhalten bis zur ordentlichen Pensionierung. Das schlägt der Bundesrat vor, neben Massnahmen zur Förderung inländischer Arbeitskräfte.

Die Personenfreizügigkeit mit der EU helfe, den Bedarf an Arbeitskräften unbürokratisch zu decken, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Er wolle aber sicherstellen, dass Schweizer Unternehmen so viele Arbeitskräfte wie möglich in der Schweiz rekrutierten. Das entspreche auch dem Auftrag des Zuwanderungsartikels in der Verfassung.

Abstimmung zur Personenfreizügigkeit

Diesen hatte das Stimmvolk 2014 mit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP angenommen. Bald steht die Abstimmung zur Begrenzungsinitiative an, mit welcher die SVP das Ende der Personenfreizügigkeit fordert. Der Bundesrat hat seine Botschaft dazu noch nicht vorgelegt.

ARCHIVBILD - ZUR FDP-BUNDESRATSKANDIDATIN KARIN KELLER-SUTER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Karin Keller-Sutter, FDP-SG, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 21. September 2016, im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bundesrätin Karin Keller-Sutter. Bild: KEYSTONE

Er schlägt nun aber Massnahmen vor, die im Abstimmungskampf eine Rolle spielen könnten. Ein Teil zielt auf ältere Arbeitnehmende ab. Verlieren Personen über 50 Jahre ihre Arbeit, haben sie oft Mühe, eine Stelle zu finden. Dagegen will der Bundesrat vorgehen. Insgesamt beziffert der Bundesrat die Kosten beziehungsweise das Investitionsvolumen auf rund 300 Millionen Franken. Die meisten Massnahmen sind zeitlich befristet bis 2024.

Bessere Beratung

Mit einem dreijährigen Impulsprogramm soll das Beratungsangebot der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) für ältere Personen ausgebaut und verbessert werden. Dafür will der Bundesrat jährlich 62.5 Millionen Franken ausgeben. Der Bundesbeitrag an die Arbeitslosenversicherung soll entsprechend erhöht werden.

Erwachsene ab 40 Jahren sollen eine kostenlose Standortbestimmung, Potenzialanalyse und Laufbahnberatung in Anspruch nehmen können. Bei Berufsabschlüssen sollen Aus- und Weiterbildungen konsequenter angerechnet werden. Ausgesteuerte Personen über 60 sollen leichter Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsmassnahmen erhalten.

Neue Überbrückungsrente

Für diese Massnahmen sind keine Gesetzesänderungen nötig. Solche braucht es dagegen für die Überbrückungsrente. Der Bundesrat hat das Innendepartement (EDI) beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten.

Wer im Alter arbeitslos wird und keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung mehr erhält, ist heute oft auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen. Der Sinn der Sozialhilfe sei aber, Betroffene möglichst rasch wieder ins Erwerbsleben einzugliedern, schreibt der Bundesrat. Bei älteren Personen könne dieses Ziel oft nur mit grossen Schwierigkeiten erreicht werden. Deshalb soll eine Überbrückungsleistung bis zur Pensionierung eingeführt werden.

Ähnlich wie Ergänzungsleistungen

Zu den Voraussetzungen gehört, dass die Person weniger als 100'000 Franken Vermögen hat, wobei selbst bewohntes Wohneigentum nicht angerechnet würde. Die Berechnung der Überbrückungsleistung würde auf den Vorschriften für die Ergänzungsleistungen basieren. Grundsätzlich entspreche sie der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben und den anrechenbaren Einnahmen, schreibt der Bundesrat.

Weil während des Bezugs der Überbrückungsleistung noch keine AHV-Rente bezogen werden kann, würde der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf aber um einen Zuschlag von 50 Prozent erhöht. Die Rente der Pensionskasse würde nach Abzug eines Freibetrages als Einkommen angerechnet. Bei einer Weiterversicherung in der bisherigen Pensionskasse könnten die Beiträge als Ausgabe angerechnet werden. Plafoniert werden soll die Überbrückungsrente auf den dreifachen Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf.

Rund 2500 Personen im Jahr

Die Zahl der Betroffenen schwankt. Im Jahr 2018 waren 2657 ausgesteuerte Personen über 60 registriert. Die höchste Zahl wurde im Jahr 2004 mit 4001 Personen beobachtet, die tiefste 2009 mit 1697 Personen.

Für 2018 würde die Überbrückungsrente rund 95 Millionen Franken kosten. Die Berechnung beruht auf der Annahme, dass 60 Prozent der ausgesteuerten Personen einen Anspruch auf die maximale Leistung haben. Die Kosten für die Folgejahre wären höher, da mehr Personen hinzukämen. Eine Schätzung gibt der Bundesrat nicht ab.

Integrationsvorlehre in der Pflege

Weitere Massnahmen zielen auf die Integration von Ausländerinnen und Ausländern in den Arbeitsmarkt ab. Seit 2018 gibt es die Integrationsvorlehre für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene. Der Bundesrat will das Programm nun auf junge Zuwanderer ausserhalb des Asylbereichs ausweiten.

Gleichzeitig sollen die Integrationsvorlehren auf die Berufsfelder Information- und Kommunikationstechnologie sowie die Pflege ausgeweitet werden. Darüber hinaus will der Bundesrat schwer vermittelbaren Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen die Eingliederung in den Arbeitsmarkt mit finanziellen Zuschüssen erleichtern.

Über eine Verbesserung der Situation älterer Arbeitnehmender hatten Bund, Kantone und Sozialpartner jüngst an einer Konferenz diskutiert. Zu den Themen, die sie weiter verfolgen wollten, gehörte auch eine bessere soziale Absicherung für Ausgesteuerte. (aeg/sda)

Die 30 am wenigsten verkauften Autos der Schweiz

Andreas Büttiker ist über 50, arbeitslos – und Praktikant.

Play Icon

Besser arbeiten

Löpfe gegen Strahm: «Mit dem BGE wird die Arbeit für alle geadelt» – «Das ist Voodoo-Ökonomie!»

Link zum Artikel

Dieser CEO ist auf der Couch eingeschlafen – und seine Mitarbeiter machen DAS mit ihm

Link zum Artikel

Der Fall Buchli – oder: Warum bloss müssen Mütter andere Mütter haten?

Link zum Artikel

Du willst produktiver sein? Dann solltest du diese 13 Fehler in deinem Büro-Alltag vermeiden

Link zum Artikel

Angst vor Mathe? Das hilft wirklich dagegen

Link zum Artikel

«Wer mit 55 entlassen wird, dem hilft es wenig, wenn er vom RAV in Kurse geschickt wird»

Link zum Artikel

Wie schaffe ich das, was ich mir fürs neue Jahr vorgenommen habe? Walter Mischel, Vater des Marshmallow-Tests, erklärt es uns

Link zum Artikel

Die Schweden sagen: Sechs Stunden Arbeit sind genug – das freut Arbeitnehmer wie Firmen

Link zum Artikel

Prokrastination ist die Krankheit unserer Zeit: Warum uns das ständige Aufschieben depressiv macht

Link zum Artikel

Ein notorischer Aufschieber erzählt: «Ich komme mir vor wie ein Drogensüchtiger» 

Link zum Artikel

Bloss keine Kinder jetzt: Apple und Facebook bezahlen ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen

Link zum Artikel

Weil Studierende auch arme Säcke sind: 14 Lifehacks für Studis

Link zum Artikel

Wie du jemandem den dreifachen Mittelfinger zeigst – und 9 weitere unnütze (aber coole) Lifehacks

Link zum Artikel

Diese Comics über unsere Handysucht sind provokativ – aber leider auch sehr, sehr wahr

Link zum Artikel

«Die Produktivität der externen Mitarbeiter ist bedenklich tief»

Link zum Artikel

Ihr denkt: Dank Robotern produzieren wir alle viel mehr – schön wär’s!

Link zum Artikel

8 Grafiken, die zeigen, warum Studenten keine vorige Zeit zum Faulenzen haben (inklusive ETH-Bonus)

Link zum Artikel

Bist du ein Stehauf-Mensch? Lerne, wie du deine eigene Widerstandskraft stärken kannst

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

48
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pro-Contra 16.05.2019 06:05
    Highlight Highlight Das Einzige, was mich daran stört, ist, dass die meisten Massnahmen zeitlich befristet sind (bis 2024). Es ist also eine befristete 5-Jahres-Lösung ausschliesslich für die Baby-Boomer-Generation. Wer in 20, 30, oder sogar erst in 40 Jahren 60 Jahre alt wird, schaut ein. Versteht mich nicht falsch, es braucht eine solche Lösung, aber für alle, unbefristet und gesetzlich verankert. Denn in 10-20 Jahren werden wir diese mehr brauchen, als wir uns alle vorstellen können...
  • einmalquer 16.05.2019 01:17
    Highlight Highlight Und damit müssten nun alle gemerkt haben, dass es Ü50 nicht leicht haben, manchmal gar keine Stelle mehr finden.

    Und dass sich die Wirtschaft nicht dazu drängen lässt, ältere ArbeitnehmerInnen einzustellen.

    Wenn man den Ausschluss Älterer aus dem Arbeitsmarkt anerkennt und sie deswegen finanziell unterstützt, muss das auch bedeuten, dass damit alle Pläne zur Erhöhung des Rentenalters nur noch Makulatur sein können.
  • Newski 15.05.2019 23:29
    Highlight Highlight Den ü50 wird mit diesen Massnahmen nicht wirklich geholfen. Naja, Politiker eben, viel warme Luft, viel mehr bleibt nicht übrig. Das Problem mit den höheren PK-Beiträgen z.B. wird weiter schön ignoriert...
  • Globidobi 15.05.2019 23:23
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man ab 50ig nicht mit einer Lohnerhöhung, sondern einer Lohnkürzung rechnet. Was berechtigt einen Mensch, welcher Körperlich fragiler ist, immer mehr zu verdienen und vielleicht nicht mal mehr sich weiterbildet. Wenn der Peak des Lohnes um die 49 Jahre ist, wären auch Ältere wieder wirtschaftlich Attraktiv. Man muss halt die Rente schon vorher in dem Budget aufnehmen. Zum Beispiel ein Lehrer mit 25-30 hat einen höheren Wochenaufwand als ein Lehrer mit 50., da dieser auf einen riesen Pool von Aufträgen und Lehrmittel zurück greifen kann.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 15.05.2019 23:05
    Highlight Highlight Wir brauchen Bildung vor der Entlassung. Heutzutage reicht es einfach nicht mehr aus eine Lehre zu machen und 45 Jahre ohne Fort- und Weiterbildung zu arbeiten. Wird eine Abteilung zugemacht, so haben ältere Personen zum Teil grosse Mühe eine neue Arbeitsstelle zu finden.
  • Ridcully 15.05.2019 22:13
    Highlight Highlight Wow, Ok.... Das ist nun also der beste Vorschlag, das Optimum das unsere Regierung für dieses Problem hinkriegt.. Man hätte eben Fachleute fragen sollen und nicht Politiker!
    Haben die sich eigentlich mal gefragt, warum Firmen 50+Arbeitnehmer nicht wollen?? Vielleicht mal da ansetzten?
  • El Pepedente 15.05.2019 21:29
    Highlight Highlight Vergisst nicht die jungen ausgesteuerten die eigentlich arbeiten können und das sogar wollen! Junge menschen bekommem oft nie die hilfe vom tav und soz die sie brauchen
  • Platon 15.05.2019 20:25
    Highlight Highlight Fällt sonst noch jemandem auf, dass dank Zuwanderungsartikel hauptsächlich SP-Anliegen umgesetzt werden? Stellenmeldepflicht, bessere Integration bzw. Absicherung Ü60, bessere Integration von Flüchtlingen. Die SVP tut also doch was fürs Volk!
  • Nicolas D 15.05.2019 19:54
  • Meinsch 15.05.2019 19:30
    Highlight Highlight Wenn alle schon von Frauenquoten sprechen, kann man ja auch mal über eine ü50 Quote diskutieren.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 15.05.2019 23:06
      Highlight Highlight Ist hoffentlich als Witz gemeint.
  • bytheway 15.05.2019 19:13
    Highlight Highlight Ich finde, die Unternehmen sollten verpflichtet werden, wenn sie langjährige Mitarbeitende ü50 auf die Strasse stellen, die Kosten zu übernehmen, bis die/derjenige wieder einen angemessenen Job gefunden hat.
  • rudolf_k 15.05.2019 19:02
    Highlight Highlight Jedem Problem Geld nachschiessen, statt die Probleme an der Wurzel anzupacken. That's the Swiss way...
  • Garp 15.05.2019 18:48
    Highlight Highlight Darüber wie der Bund sicherstellen will, dass Unternehmen möglichst viele Ältere einstellen, schweigt sich der Bund aus, er scheint das einfach zu akzeptieren.

    Viele dieser Älteren wollen arbeiten und nicht von Unterstützung leben. Die Allgemenheit zahlt, die Wirtschaft profitiert. Klar ist es eine Verbesserung, aber nicht wirklich sinnvoll. Einmal mehr wird Gewinn privatisiert, Kosten abgewälzt.

  • Flo1914 15.05.2019 18:12
    Highlight Highlight Der Titel ist falsch. Er müsste heissen "So will der Bundesrat mit einem Zückerchen für die Ü60 die Annahme der Begrenzungsinitiative verhindern"

    Meine Ansicht: Die PFZ muss weg, erst dann haben unsere Ü60 und Ü50 wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt!
    Ja, zur Begrenzungsinitiative.
    • Eh Doch 16.05.2019 10:54
      Highlight Highlight Kannst du das erläutern?
  • Reudiger 15.05.2019 18:00
    Highlight Highlight Den Versuch, schweizer Bürger, welche im höheren Alter keine Berufung mehr finden, zu unterstützen finde ich sicher sinnvoll. Ich glaube nicht, dass es hier eine Massnahme "gegen" die Firmen braucht, diese müssen nunmal vorallem wirtschaftlich denken und Arbeitskräfte im höheren Alter sind unwirtschaftlich. Das berechtigt jedoch nicht, dass sie dann mit leeren Händen dastehen.

    Die finanzielle Unterstützung von temporären Flüchtlingen hingegen verstehe ich nicht. Zum einen weil es gegen den 1. Punkt ankämpft und zum anderen, weil sie keine speziellen Privilegien erhalten sollen.
    • AlteSchachtel 15.05.2019 18:19
      Highlight Highlight Bei Ihrer Einstellung kann man gleich das AHV-Alter 45 einführen.
      Und, ist es wirtschaftlich CEOs und Verwaltungsräten mehr zu geben als sie verdienen können?

      Da vorläufige Aufgenommene je nach Situation ihrer Herkunftsländer über 10 Jahre nicht zurückgeschickt werden können (Irak z.B.) macht es sicher mehr Sinn sie möglichst schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren, als sie bei der Sozialhilfe zu lassen.
      Und nein, sie nehmen den Aelteren keine Jobs weg.
    • FrancoL 15.05.2019 18:26
      Highlight Highlight Woher nimmst Du die Annahme dass Arbeitskräfte im höheren Alter unwirtschaftlich sind?

      Du scheinst ja eher jünger zu sein und wenn ich Deinen letzten Absatz lese ja dann kann ich nur hoffen dass Du, wenn Du älter bist, Dich verständlicher ausdrücken lernst.
    • Garp 15.05.2019 18:33
      Highlight Highlight Unwirtschaftlich für die Demokratie sind Menschen, die so denken wie Du, Reudiger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 15.05.2019 17:39
    Highlight Highlight "Er wolle aber sicherstellen, dass Schweizer Unternehmen so viele Arbeitskräfte wie möglich in der Schweiz rekrutierten.

    Genau dies wäre gefragt, es wäre eine griffige Lösung zu erarbeiten, die genau dieses Anliegen stützt und dies nicht durch den Staat der überbrückend wirkt, sondern durch das Ueberbinden dieser Verantwortung auf die Unternehmen (Wirtschaft).

    Dies hätte den guten Effekt, dass man dann auch reell über ein moderates Erhöhen des Rentenalters sprechen könnte OHNE im Abseits zu landen, weil es zu wenig Arbeitsplätze gibt.
  • atorator 15.05.2019 17:31
    Highlight Highlight I h war auch mal beim BIZ. Mehrseitiger Fragebogen und irgendwo die Frage, ob man Tiere mag. Schwuppdiwupp kam der Vorschlag Tierarzt. Mit 43...
    • Fruchtzwerg 15.05.2019 18:37
      Highlight Highlight @Atorator: und bei einem Nein auf die Frage wäre wohl Metzger rausgekommen...
    • Fabulus Bong Dong 15.05.2019 19:36
      Highlight Highlight Ja, gut, und die Pferde stehen im Stall und warten.
  • AlteSchachtel 15.05.2019 17:14
    Highlight Highlight Tönt gut. Unterstützung für Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben und plötzlich für die Wirtschaft, gewinnoptimierend, "entsorgt" werden, ist sehr dringend und wichtig.

    Allerdings befürchte ich, dass die Unternehmer so eher noch mehr Aeltere entlassen. Das letzte Überbleibsel von sozialer Verantwortung und das restliche Promille schlechten Gewissens in ihren profitgesteuerten Köpfen, können jetzt, wo man um die staatliche Hilfe weiss, auch noch vergessen werden.
    • Dominik Treier (1) 15.05.2019 17:34
      Highlight Highlight Das wurde schon lange vergessen, je grösser die Firma, je amerikanischer die Verhältnisse, auch heute schon. Wir brauchen ein Grundeinkommen. Der Staat muss die Aufgabe wahrnehmen, die sich mit dem Kapitalismus nicht vereinen lässt und er muss es ohne Bürokratie und endloses Theater tun. Der einzelne kann sein Existenzrecht nicht bei von Profit getriebenen Firmen einfordern, aber am Staat wäre es von dort die Mittel zu beschaffen.
    • FrancoL 15.05.2019 17:35
      Highlight Highlight So gut die Massnahme klingen mag, so schlecht wird sie durch deren "Ausnutzung".
      Der Staat muss nicht stützen, sondern die Unternehmen in die Pflicht nehmen, sonst wird es keine gute Lösung.
    • Asparaguss 15.05.2019 19:08
      Highlight Highlight Richtig. Doch wie? Kündigungsschutz hat 2 Seiten. Ich würd mal als erstes dafür sorgen, dass die Lohnnebenkosten aller Altersklassen gleich hoch sin {Spar Beiträge BVG}. Die Umsetzung wird schwierig, wie viel Wert darf denn das EFH haben, wenn dies vom Vermögen ausgenommen wird.. Die Prozesse und technischen Fragen werden wohl dem ELG angelehnt. Spannendes Thema.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stehaufmännchen 15.05.2019 16:54
    Highlight Highlight "Darüber hinaus will der Bundesrat schwer vermittelbaren Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen die Eingliederung in den Arbeitsmarkt mit finanziellen Zuschüssen erleichtern."

    Aber sonst gehts gut, ja? Noch krasser kann man seine Wähler kaum übern Tisch ziehen!! Helft lieber den eigenen Bürgern!
    • reactor 15.05.2019 18:18
      Highlight Highlight Für mich gehören auch diese Menschen zu meinen Mitmenschen - bürgern! Alleine dem Zug ll ist es zu verdanken, dass ich hier gebohren wurde.
    • Aglaya 15.05.2019 18:54
      Highlight Highlight Wenn mehr Flüchtlinge arbeiten können, beziehen automatisch weniger Sozialhilfe. Das hilft den eigenen Bürgern = Steuerzahlern durchaus.
    • Phrosch 15.05.2019 19:20
      Highlight Highlight Stehaufmännchen, das eine schliesst doch das andere nicht aus.
      Wer lange bei uns lebt, weil er anerkannter Flüchtling oder vorläufig aufgenommen ist, soll doch nach Möglichkeit seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Auf lange Sicht kostet das weniger.
    Weitere Antworten anzeigen

Neue Zahlen zeigen: So steht es um die Gleichstellung in der Schweiz

Das Bundesamt für Statistik (bfs) hat am Montag Zahlen zur Gleichstellung von Mann und Frau in der Schweiz veröffentlicht. In manchen Bereichen wie in der Bildung und in der Erwerbstätigkeit gibt es Erfolge zu vermelden, noch sind aber nicht alle Ungleichheiten beseitigt. Hier ein Überblick.

In Sachen Bildung haben die Frauen die Männer überholt. 1999 absolvierten nur 9,8 Prozent der 25- bis 34-jährigen Frauen eine Ausbildung auf Hochschulniveau, bei den gleichaltrigen Männern waren es 14,4 Prozent.

Im Jahr 2018 hingegen verfügen 42,3 Prozent der jungen Frauen über einen Abschluss auf Tertiärstufe. Bei den Männern liegt dieser Anteil bei 34,7 Prozent. Ebenfalls erfreulich: Immer mehr Frauen wagen sich in bisher von Männern dominierte Fächer vor.

So studieren heute immer mehr Frauen …

Artikel lesen
Link zum Artikel