Wirtschaft
Schweiz

Forschungszentrum in Fribourg schliesst, Tiere in Gefahr

Forschungszentrum in Fribourg schliesst – das Schicksal von tausend Tieren ist ungewiss

11.11.2015, 16:2511.11.2015, 16:53
Hunderte von Tieren könnten eingeschläfert werden.
Hunderte von Tieren könnten eingeschläfert werden.
Bild: AP

Die US-Firma Elanco Animal Health schliesst ihren Standort in Saint-Aubin im Kanton Fribourg. Davon betroffen sind nicht nur 80 Angestellte, sondern auch rund 1000 Versuchstiere, wie Le Matin berichtet. Die Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tiers befürchtet, dass ein grosser Teil dieser Tiere getötet wird.

Das würde Nagetiere, Rinder, Schweine, Hunde und Katzen betreffen, an denen unter anderem neue Pestizide getestet werden. «Die Nutztiere sind zur Mast oder zur Schlachtung bestimmt, die anderen sollen eingeschläfert werden», sagt Luc Fournier, Präsident der Liga gegen Vivisektion zu «Le Matin». Er schätzt, dass 500 Hunde und Katzen betroffen sein könnten, dazu viele Nagetiere. Fournier fordert eine Art Sozialplan für Tiere. Das Unternehmen habe aber nicht auf eine Kontaktaufnahme reagiert.

Gegenüber «Le Matin» wehrt sich Elanco gegen diese «Spekulationen», ohne jedoch ein Einschläfern der Tiere auszuschliessen. «Es besteht kein Bedarf, Tiere bei Dritten unterzubringen», so das Unternehmen. Man wolle die Tiere an andere Standorte transferieren, einige sollen bei Mitarbeitern als Haustiere untergebracht werden. Das reicht Luc Fournier nicht: «Nur ein kleiner Teil der Tiere könnte bei Mitarbeitern unterkommen», sagt er. (rey)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Neue Trends zu Abstimmungen: Bei dieser Vorlage wird es knapp
Der nächste Abstimmungssonntag rückt näher. Entschieden wird unter anderem über die Mehrwertsteuer-Erhöhung für die AHV und über das Kriegsmaterialgesetz. Die neuen Umfrage-Trends zum 29. November.
Nach der ersten Tamedia-Umfrage folgt der zweite Zwischenstand zur Abstimmung vom 29. November. Verschiebungen scheint es vor allem bei der Mehrwertsteuer und der Fairnessinitiative zu geben: Die Zustimmung für beide Vorlagen wächst.
Zur Story