Schweiz
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Orsay war in den Genuss von staatlichen Corona-Hilfsgeldern gekommen. Bild: shutterstock

Orsay schliesst alle Filialen in der Schweiz – 55 Personen verlieren ihren Job



Die im Kleider- und Modegeschäft tätige Orsay-Gruppe will ihre 11 Filialen in der Schweiz schliessen. Dadurch verlieren 55 Angestellte ihre Stellen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Unia am Samstag eine Meldung von «20 minutes» bestätigte.

Die ersten Angestellten hätten am Samstag die Entlassungbriefe erhalten, sagte Arnaud Bouverat auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte ebenso, dass Orsay in den Genuss von staatlichen Corona-Hilfsgeldern gekommen sei.

«Wir haben die Kleber am Freitagmorgen per Post im Laden erhalten, ohne die geringste Erklärung.»

Orsay-Mitarbeiter

Bei der Geschäftsleitung der Ditres AG in Basel, die in der Schweiz das Unternehmen vertritt, wollte niemand Stellung nehmen. Dort verweist man auf das deutsche Mutterhaus. Orsay gehört zur grossen Familienunternehmensgruppe Mulliez und hat seinen Sitz im baden-württembergischen Willstätt. Orsay hat bis am Samstagnachmittag nicht auf Anfragen zur angeblichen Schliessung reagiert.

Am Wochenende sollten sämtliche Verkaufsstellen in der Schweiz mit einem Sticker «Wir schliessen» versehen werden. «Wir haben die Kleber am Freitagmorgen per Post im Laden erhalten, ohne die geringste Erklärung», sagte ein Mitarbeiter zu «20 minutes». Dies sei weder professionell noch respektvoll gegenüber dem Personal.

Die Gewerkschaft Unia forderte von Orsay einen Sozialplan für die Angestellten, doch aufgrund der reduzierten Anzahl der Beschäftigten besteht in der Schweiz keine gesetzliche Verpflichtung zur Anwendung eines solchen Plans. (viw/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Abendländer 26.07.2020 07:31
    Highlight Highlight Die französische Eigentümerfamilie werden die staatlichen Corona-Hilfsgeldern sicherlich zurückzahlen. Daran zweifle ich keine Minute, denn das ist Steuergeld also Eigentum aller Bürger (unbeteiligt) denn der Staat selbst hat kein Geld. Der Staat hat nur Funktionäre welche Geld Anderer, eben das des Bürgers, zum Fenster rauswerfen.
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 25.07.2020 23:23
    Highlight Highlight Ich hab noch nie bei Orsay eingekauft, mal was probiert aber das wars schon. Kann daher nicht sagen das ich es vermissen werde.
    Aber ich hoffe der Bund holt sich jeden Rappen zurück, was die abgezogen ist einfach nur eine Schweinerei!
  • bebby 25.07.2020 19:20
    Highlight Highlight Wenn Covid-19 uns noch lang begleitet, dann werden denen noch viele andere Läden folgen. Die einzigen Kleidermarken, die weiterhin gut laufen, sind die mit einer guten Onlinepräsenz und viel „casual wear“ wie Pijamas, t-shirts, shorts, etc. Ein gutes Beispiel hierfür ist Uniqlo, die leider immer noch nicht in die Schweiz gekommen sind, aber global momentan äusserst erfolgreich sind.
  • sowhat 25.07.2020 17:44
    Highlight Highlight Ja klar, das deutsche Unternehmen Orsay bekommt Coronagelder und schliesst danach und das schweizer Unternehmen Tally Weijl muss Spiessruten laufen. 🤦🏻‍♀️🤦‍♂️🤦‍♂️ die Worte die mir dazu einfallen, darf ich gar nicht schreiben 🤢🤮
    • ands 25.07.2020 22:14
      Highlight Highlight Wenn es um Kredite geht, ist das ja eigentlich egal. Die müssen sie ja weiterhin zurückzahlen. Wenn es um Kurzarbeit geht, kam das Geld ja primär den Angestellten in der Schweiz zu. Ohne Kurzarbeit wären sie einfach bereits vor ein paar Monaten entlassen worden. Gab es noch weitere Gelder für den Detailhandel?
    • Myk38 25.07.2020 22:33
      Highlight Highlight Lief bei uns nicht anders. Nach 2.5 Monaten mit staatlichen Zustüpfen wurden 20% entlassen. Bis Ende Jahr steht dann so doch wieder eine positive Bilanz.
    • sealeane 26.07.2020 08:52
      Highlight Highlight @Ands wenn sie die Tochtergesselschaft Orsey Schweizmin insolvenz schicken können dann doch macht es einen Unterschied... dann sieht der Staat nämloch nicht mehr viel von dem Geld und man Müsste n einer betrügerischen Absicht ausgehen (die finanzielle Situation /Umsatz etc. muss beim Kreditantrag schon klar gewesen sein).
      Ganz ehrlich das ist auch ein Laden in dem kaum wer geht..
      Kurzarbeit hingegen sehe ich auch nicht als Problem.
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