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Schweiz
Wirtschaft

USR III-Studie prophezeit bei Nein: 200'000 Arbeitsplätze in Gefahr

USR III-Studie prophezeit bei Nein: 200'000 Arbeitsplätze in Gefahr

16.01.2017, 10:0016.01.2017, 10:36

Ein Nein zur Unternehmenssteuerreform III hätte laut einer neuen Studie im Auftrag des Wirtschaftsverbandes economiesuisse deutlich negativere Folgen als bislang angenommen. Das Forschungsinstitut BAK Basel schätzt, dass hierzulande kurzfristig 194'000 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten.

Ein Einnahmeausfall von mehr als fünf Milliarden Franken entstünde laut BAK Basel auch bei den Sozialversicherungen. Eine «erfolgreiche» Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III sichere dagegen langfristig eine Wertschöpfung von 160 Milliarden Franken und rund 850'000 Stellen, schreiben economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Aus Sicht der Befürworter zeigt die Studie, wie viel bei der Abstimmung auf dem Spiel steht. Die Reform sei eine zentrale Vorlage für die ganze Schweiz, sagten sgv-Direktor und Zürcher FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler am Montag laut Redetext vor den Medien in Bern.

Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer betonte die grosse Chance für den Innovations- und Hightechstandort Schweiz. «Bei einem Ja werden all jene Firmen gestärkt, die hier in unserem Land forschen, neue Innovationen hervorbringen und zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen», wird Karrer in der Mitteilung zitiert.

Mit der Unternehmenssteuerreform reagieren Parlament und Bundesrat auf den internationalen Widerstand gegen Teile des Schweizer Steuersystems. Ersatzmassnahmen sollen sicherstellen, dass die betroffenen Firmen nicht wegziehen. Gegen das Gesetz hat die Linke das Referendum ergriffen, weil sie hohe Steuerausfälle befürchtet. (sda)

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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supermario1
16.01.2017 11:25registriert Dezember 2015
“im Auftrag des Wirtschaftsverbandes economiesuisse“, alles klar. Gibt es auch nich eine glaubwürdige Studie dazu? Oder z.b. eine im Auftrag eines Gewerkschaftsverbands? Gemäss Studien über die Schädlichkeit des Rauchens ist man zum Schluss gekommen, dass Rauchen keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat, (im Auftrag der Tabakkonzerne)
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Special K
16.01.2017 11:20registriert August 2016
Es ärgert mich, dass uns mit solchen Horrorszenarien Angst gemacht wird. Und es zeigt einmal mehr, dass das Anliegen der Bevölkerung nach einer Begrenzung der Einwanderung und nach einer ehrlichen Diskussion, wieviel Wachstum unser Land wirklich braucht, ignoriert wird. Und hängt es dieses Mal nicht den bösen Linken an, sondern der FDP und der SVP, die dieses Paket im Parlament durchgedrückt haben.
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Asmodeus
16.01.2017 11:17registriert Dezember 2014
Nach durchlesen der Studie kurz zusammengefasst.

Die Studie geht einfach mal aus Prinzip davon aus, dass Firmen abwandern falls die USR 3 abgelehnt wird.

Es gibt keinerlei Begründung dafür, es ist einfach ein mögliches Negativszenario, dass das BAK hier aufstellt und anhand dessen es dann die Schweiz warnt.

Die Studie hat von daher nicht wirklich Relevanz.

Die Studie selbst sagt sogar "In der vorliegenden Szenarioanalyse geht es nicht darum, ein exakt spezifiziertes
Steuer-Szenario zu simulieren. In der Realität ist kaum damit zu rechnen, dass eines
der beiden Szenarien genau eintrifft"
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