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Zürcher Polizei- und Justizzentrum wird 50 Millionen teurer

Blick auf die Baustelle des Polizei- und Justizzentrums Zuerich (PJZ) anlaesslich einer Baustellenfuehrung, aufgenommen am Mittwoch, 24. April 2019 in Zuerich.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Das PJZ wie es heute aussieht. Bild: KEYSTONE



Das entstehende Polizei- und Justizzentrum Zürich (PJZ) wird teurer. Während der Bauphase beschlossene Raum- und Nutzungsoptimierungen schlagen mit 48.5 Millionen Franken zu buche. Die Gesamtkosten belaufen sich damit neu auf 738.5 Millionen Franken.

Die zusätzlichen Mittel wurden bereits vom Regierungsrat in Form eines Kredites für gebundene Ausgaben bewilligt. Das erklärte Gesamtprojektleiter Hans-Rudolf Blöchlinger am Mittwoch anlässlich einer Baustellenbegehung mit den Medien.

Untersuchungsgefängnis an modernste Anforderungen des Justizvollzugs angepasst

Das Geld wird benötigt, um zusätzliche Nutzungen unterbringen zu können und gestiegene Anforderungen an die künftige Betriebsführung erfüllen zu können. So wurde das Untersuchungsgefängnis, das Teil des volumenmässig grössten Gebäudes auf Zürcher Stadtgebiet ist, an modernste Anforderungen des Justizvollzugs angepasst. Zudem wurde das Sicherheitssystem stark aufgewertet.

Durch Raumoptimierungen und Verdichtungen wurde die Nutzungfläche vergrössert. Es entstehen nun gegenüber der ursprüngliche Planung mehr als 200 zusätzliche Arbeitsplätze. Deren Gesamtzahl im 280 Meter langen und bis zu 130 Meter breiten Bau steigt auf 2030.

Als Folge können nun neu auch Kantonspolizei und Oberstaatsanwaltschaft einziehen. Im Gegenzug werden die Polizeikaserne und der Florhof für andere Verwendungen frei.

Gesamte Strafverfolgung in einem Gebäude

Somit werden nun alle Einheiten der Strafverfolgung, die heute auf über 30 Standorte verteilt sind, im PJZ untergebracht. Platz findet eine Polizeischule, das Polizei- und Untersuchungsgefängnis, Vernehmungsräume sowie die Forensik mitsamt deren Labors.

Ebenfalls im Gebäude arbeiten werden die Kriminalpolizei, das Zwangsmassnahmengericht und die Justiz mit Oberstaatsanwaltschaft und den Staatsanwaltschaften I und II. Dazu kommen ein Personalrestaurant und Coffeepoints. Die neu zur PJZ-Belegschaft gestossene Kantonspolizei wird für den Betrieb des Gebäudes zuständig sein.

Regierungsrat Markus Kaegi, Mitte links, Vorsteher der Baudirektion, und Regierungsrat Mario Fehr, Vorsteher der Sicherheitsdirektion, Mitte rechts, bewegen sich auf der Baustelle des Polizei- und Justizzentrums Zuerich (PJZ) anlaesslich einer Baustellenfuehrung, aufgenommen am Mittwoch, 24. April 2019 in Zuerich.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Regierungsrat Markus Kaegi, Mitte links, Vorsteher der Baudirektion, und Regierungsrat Mario Fehr, Vorsteher der Sicherheitsdirektion, Mitte rechts, bewegen sich auf der Baustelle des Polizei- und Justizzentrums Zuerich (PJZ) anlässlich einer Baustellenfuehrung. Bild: KEYSTONE

Zeitlich ist die Grossbaustelle auf Kurs, wie Gesamtprojektleiter Blöchlinger erklärte. Der Rohbau ist praktisch fertig. Der Zürcher Baudirektor Markus Kägi (SVP), Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) und Justizdirektorin Jascqueline Fehr (SP) feierten die Fertigstellung auf dem Dach des sechsstöckigen Baus. Gemeinsam leerten sie die letzten Betonkessel zwischen die Verschalungen.

Zusätzliches Personal nötig

Bis Mitte 2022 soll der Grossbau bezogen werden können. Bis dann muss der Kanton allerdings zusätzliches Personal rekrutieren. Für den Betrieb des PJZ braucht es 40 zusätzliche Stellen und 126 für das Gefängnis.

Obwohl die Konzentration der verschiedenen Dienststellen an einem Ort Synergien mit sich bringe, brauche es zusätzliches Personal, erklärte Justizdirektorin Fehr. Einerseits würden im PJZ neue Leistungen angeboten, andererseits bestünden an den Betrieb im Neubau höhere Anforderungen, als an die bisherigen Dienstellen. Insbesondere im Sicherheitsbereich erfolge ein «Quantensprung», ergänzte Sicherheitsdirektor Fehr.

Ausserdem ist der Betrieb des neuen Gefängnisses mit zahlreichen neuen Aufgaben verbunden. So kommen etwa ein 24-Stunden-Eintrittsbetrieb sowie eine eigene Krankenabteilung hinzu.

Die Vorgaben des Bundes für die Untersuchungshaft verlangen zudem die Ausrichtung des Betriebs am Normalisierungsprinzip für die Bereiche Wohnen, Beschäftigung, Bildung, Freizeit und Besuchswesen. Gleichzeitig müssen die Sicherheitsansprüche des Gefängnisbetriebs erfüllt werden. Das erfordert mehr personelle Ressourcen als ein Betrieb nach bisheriger Art. (sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 25.04.2019 00:45
    Highlight Highlight Als ob dies erstaunen würde. Die Behörden kalkulieren meist so, wie es ihnen was bringt:

    Bauprojekte wie Gotthard Röhre und Polizei- & Justizzentrum werden viel zu tief/zu positiv kalkuliert, damit die Bevölkerung dem Bau zustimmt...

    AHV und dergleichen werden mit viel zu vielen Ausgaben/zu negativ kalkuliert, damit die Bevölkerung Sanierungen zustimmt...
  • Ruffy 24.04.2019 23:20
    Highlight Highlight Planungsänderungen während dem bau, also vorher scheisse geplant, sind halt immer teuer. Aber bei Staatlichen Projekten scheint das zum guten Ton zu gehören...
  • critico 24.04.2019 23:11
    Highlight Highlight ...man plant,fängt an zu bauen, und dann optimiert man ??? für 48.5 mio ??? muss ich das verstehen?
  • derEchteElch 24.04.2019 23:09
    Highlight Highlight „Die neu zur PJZ-Belegschaft gestossene Kantonspolizei wird für den Betrieb des Gebäudes zuständig sein.“

    Nun, ich weiss ja nicht wer euch das erzählt hat, aber dass die Kapo ZH ins PJZ einzieht und dieses dann betreibt war seit eh und je der Plan, eben um das bisherige Kasernenareal freigeben zu können..

    Das ist doch der Hauptgrund, warum das PJZ gebaut wird. Und dass dies nicht erst seit neustem so ist, zeigt schon der Name;

    Polizei- und Justizzentrum
  • Coffeetime 24.04.2019 22:26
    Highlight Highlight Ob man mit den neuen Stellen auch Home Office machen kann? 🤔😳 Das ist doch die Zukunft, wie immer wieder geschrieben wird... 😄

    Spass beiseite, schön, wenn neue Stellen geschaffen werden... das hört man nicht oft.
  • dä dingsbums 24.04.2019 22:25
    Highlight Highlight Ich glaube 2003 oder so hatten wir noch über 480 Millionen abgestimmt.
  • Zaytoun 24.04.2019 22:08
    Highlight Highlight Fast 740 Mio. Franken... Das ist ein ziemliches Sümmchen. Bitte gebt uns dafür das komplette Kasernenareal frei!
    • dä dingsbums 25.04.2019 00:27
      Highlight Highlight Bei der ersten Abstimmung wurde das ganz fest versprochen. Nach der Abstimmung nicht mehr ganz so fest, später wurde sogar das Versprechen zurückgezogen. Jetzt soll es vielleicht doch noch klappen.

      Ich glaube es erst wenn die Kapo auszieht.
  • Die andere Perspektive 24.04.2019 21:50
    Highlight Highlight Dass alle Strafuntersuchungs- und Verfolgungsbehörden unter ein Dach ziehen, ist aus rechtsstaatlicher Perspektive nicht unproblematisch. (Effizienz geht hier auf Kosten der Unabhängigkeit). Dass trotz dieser Synergie neue Stellen geschaffen werden müssen, schafft auch nur der Staat.
    • Joe Smith 24.04.2019 22:39
      Highlight Highlight Strafuntersuchung und -verfolgung ist ok, die arbeiten ja zusammen. Das einzige, was ich problematisch finde (dafür aber sehr), ist, dass auch das Zwangsmassnahmengericht (aka Haftrichter) im gleichen Haus ist. Das schafft eine sehr ungesunde Nähe zur Staatsanwaltschaft.
    • olmabrotwurschtmitbürli 25.04.2019 00:18
      Highlight Highlight Das Zwangsmassnahmengericht im selben Gebäude ist eigentlich blanker Hohn. Da hätte man mehr Sensibilität haben dürfen.

      Ich glaube den Mitarbeitern des ZMG ja, dass sie versuchen werden, unabhängig zu entscheiden. Und separate IT-Struktur setze ich jetzt einfach mal voraus... Aber Anschein und Aussenwirkung sind miserabel.
    • H. Fröhlich 25.04.2019 02:12
      Highlight Highlight Verfassungsmässig ist es gar nicht zulässig, dass Strafuntersuchungs- und Verfolgungsbehörden unter einem Dach sind.
      Die 1. Kostenüberschreitung war klar zu erwarten. Die Weiteren werden bestimmt folgen....
  • tolgito 24.04.2019 21:23
    Highlight Highlight Sorry aber die Mehrkosten kratzen mich als Steuerzahler nicht die Bohne
  • Sherlock_Holmes 24.04.2019 21:05
    Highlight Highlight Scheint – und bleibt zu hoffen – dass im Gegensatz zum Bund beim Bau und Betrieb des PJZ Nägel mit Köpfen gemacht werden. – V.a. auch was die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kanton betrifft.
    • derEchteElch 24.04.2019 23:02
      Highlight Highlight „V.a. auch was die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kanton betrifft.“

      Leider nein, denn die Stadt plant ein eigenes Kripo-Gebäude am Mühleweg im Kreis 5.
    • Sherlock_Holmes 25.04.2019 12:43
      Highlight Highlight Richtig. Betrifft somit nur kantonale Dienste.

      Ich weiss jedoch nicht, ob das Forensische Institut – als Organisation der Kantons- und Stadtpolizei Zürich – an der Zeughausstrasse verbleiben wird.

      Zumindest ging in diesem Bereich der Zusammenarbeit eine intensive politische Debatte voraus.
      Die Trägerschaft von Kanton und Stadt wurde 2018 beschlossen.

      https://www.stadt-zuerich.ch/content/pd/de/index/das_departement/medien/medienmitteilung/2018/november/181128b.html
    • derEchteElch 25.04.2019 13:24
      Highlight Highlight „..sowie die Forensik mitsamt deren Labors.“

      Steht doch klar und deutlich im Artikel 😉

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