Schweiz
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Geiselnahme mit drei Toten in Zürich war definitiv Beziehungsdelikt



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Der Tatort. Bild: sda

Die Ermittlungen zur Geiselnahme mit drei Toten in Zürich im Mai 2019 sind abgeschlossen. Gemäss Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei handelte es sich definitiv um ein Beziehungs- und Tötungsdelikt.

Die Beteiligung einer Drittperson am Gewaltdelikt kann ausgeschlossen werden, wie die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Nach Abschluss der Ermittlungen und weil der Täter tot ist, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren Anfangs September ab.

Ein 60-jähriger Mann hatte in einer Wohnung am Döltschiweg in der Stadt Zürich am frühen Morgen des 31. Mai 2019 zwei Frauen als Geiseln genommen. Im Verlaufe der über drei Stunden dauernden Geiselnahme erschoss der Mann zuerst die 38-jährige Wohnungsmieterin und später seine 34-jährige Ex-Partnerin. Schliesslich richtete er sich selbst.

Alle drei Personen wohnten im Kanton Zürich. Der Täter und seine Ex-Partnerin waren Schweizer, die Wohnungsmieterin aus der Tschechischen Republik.

Die Polizei war während der Geiselnahme schon sehr früh mit einem Grossaufgebot vor Ort und riegelte das Gebiet um das Wohnhaus am Döltschiweg im Kreis 3 ab. Der Geiselnehmer drohte zunächst die Frauen zu erschiessen, wenn sich die Polizei nicht zurückziehe.

Mann gab an aufzugeben und schoss dennoch

Bei Verhandlungen mit der Polizei gab der Mann später an, seine Aktion beenden und sich stellen zu wollen. Wenig später fielen jedoch mehrere Schüsse in der Wohnung, worauf sie von der Interventionseinheit Skorpion gestürmt wurde. Die Polizisten trafen auf drei schwerst verletzte Personen, die trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort verstarben.

Die Polizei habe die Wohnung nicht früher gestürmt, weil der Mann habe aufgeben wollen, erklärte damals Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi. Man habe nicht davon ausgehen müssen, dass er eine solche Tat vollbringe. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mahakala 17.09.2020 11:49
    Highlight Highlight "Man habe nicht davon ausgehen müssen, dass er eine solche Tat vollbringe. "
    Unsere Polizei, keine Gegebenheit tragisch genug, um sie nicht noch ins lächerliche zu ziehen; nur um immer als fehlerfreie Super Men dazustehen.
    Wenn am Ende zwei Morde und ein Suizid zu verbuchen sind, dann hat die Polizei die Lage schlicht und einfach komplett falsch eingeschätzt. Kann passieren. Kann man dazu stehen. Könnte man dazu stehen, wenn man nicht die Polizei wäre.
    Die Mediziner begreifen gerade als Zweitletzte, dass man aus Fehlern lernt. Die Polizei glaubt dagegen immer noch, sie seien unfehlbar.

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