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Der Zoo Zürich will trotz Todesfällen weiterhin Elefanten züchten

Elefant im Zoo Zürich
Das eingeschläferte Elefantenkalb im Zoo Zürich hatte eine Fehlbildung der Hinterbeine.Bild: sc/youtube/zoo zürich

Der Zoo Zürich will trotz Todesfällen weiterhin Elefanten züchten

03.06.2026, 20:4603.06.2026, 20:46

Auch in Zukunft möchte der Zoo Zürich Elefanten züchten. Der Tod des am Montag geborenen Elefantenbabys habe nichts mit der Haltung zu tun, so der Zoodirektor. Das Kalb habe eine Fehlbildung der Hinterbeine gehabt.

Am Montag ist im Zoo Zürich ein Elefantenbaby zur Welt gekommen. Das männliche Jungtier habe mehrmals kräftige Aufstehversuche unternommen, teilte der Zoo am Mittwoch mit. «Das ist unüblich», erklärte Zoodirektor Severin Dressen gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF. Es sei mit einer Fehlbildung der Hinterbeine auf die Welt gekommen.

Da die Prognose keine Aussicht auf komplikationsfreies und lebensfähiges Aufwachsen des Kalbes zuliess, wurde das Tier am Dienstag eingeschläfert. Nach dem Einschläfern erhielt Muttertier Indi die Möglichkeit, sich von ihrem toten Jungtier zu verabschieden.

«Das ist frustrierend»

«Das ist frustrierend», sagte Dressen. «Wir hatten seit der Eröffnung des Elefantenhauses acht Geburten, wovon vier gut gelaufen sind und vier nicht.» Dabei habe es sich unter anderem um unterschiedliche Fehlentwicklungen aus unterschiedlichen Gruppen von Elefanten gehandelt. «Einzelfälle ohne kausalen Zusammenhang. Das ist Teil der Natur.»

Dressen sieht kein Muster, weshalb er auch nicht die Tierhaltung in Frage stellt. Rational könne er nichts gegen diese Fehlbildungen machen.

«Kein Nutzen für Artenschutz»

Tierschützer sehen das anders. Sie forderten den Zoo schon verschiedentlich dazu auf, mit der Nachzucht von Elefanten aufzuhören. Der Zoo scheitere daran, die Jungtiere durchzubringen, schrieb bei einem vergangenen Todesfall die Fondation Franz Weber. Der Zoo stecke Millionen in Neubauten oder den Unterhalt von Gehegen, um die Gefangenschaft für die Tiere erträglicher und für das Publikum attraktiver zu machen. Für den Artenschutz bringe das keinen Nutzen. (sda)

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