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ZUM ERGEBNIS DER HAARANALYSE IM ZUGER „K.O.-TROPFEN-FALL“ STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 2. MAERZ 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Die Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin am Donnerstag 29. Januar 2015 vor dem Regierungsgebaude von Zug, in dem der Zuger Kantonsrat tagt.  (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Was geschah genau an der Landammann-Feier in Zug? Die grüne Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin.  Bild: KEYSTONE

Zuger Sex-Affäre

«Spiess-Hegglin und Hürlimann sollen beide zurücktreten»

Die nationale Berichterstattung zur Zuger Kantonspolitik ist seit Wochen geprägt vom Sexskandal. Heute ist klar: K.o.-Tropfen können bei der Grünen Jolanda Spiess-Hegglin nicht nachgewiesen werden. SP-Politiker Schuler fordert trotzdem den Rücktritt von beiden Beteiligten.



In der Aufarbeitung des Zuger Sexskandals geht es einen Schritt weiter. Wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung von Montagmorgen schreibt, konnten bei der Haarprobe der Grünen Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin keine Hinweise auf die Verwendung von K.O.-Tropfen entdeckt werden. Im Sexskandal wird der SVP-Präsident Markus Hürlimann verdächtigt, der Kantonsrätin diese Tropfen verabreicht und gegen ihren Willen Sex mit ihr gehabt zu haben. Ein entsprechendes Strafverfahren läuft.

«Diese Meldung entlastet Markus Hürlimann, das freut uns sehr», sagt SVP-Kantonsrat Michael Riboni in einer ersten Stellungnahme gegenüber watson. Der kantonale FDP-Präsident Jürg Staub hat nichts anderes erwartet. Rücktritte wollte er jedoch auf Anfrage von watson nicht fordern: «Das sollten die Parteien unter sich klären.»

Anders sieht dies SP-Kantonsrat Hubert Schuler. Er, der bereits im Verlauf der medialen Aufbereitung des Skandals den Rücktritt von Spiess-Hegglin und Hürlimann forderte, bleibt bei seiner Position: «Es geht nicht darum, was passiert ist, sondern wie die beiden auf sowas reagiert haben.» Privates soll man privat halten. «Ihre Reaktionen schadeten der Glaubwürdigkeit von uns Politikern.»

Unterleibsschmerzen nach Landammann-Feier

Was an der Feier für den neuen Landammann im Dezember 2014 genau geschah, ist bis heute nicht geklärt. Die Grüne Kantonsrätin Spiess-Hegglin musste sich am Tag nach den Feierlichkeiten im Spital untersuchen lassen. Sie klagte über Unterleibsschmerzen und ein Blackout. Hürlimann wurde daraufhin verhaftet. Das Untersuchungsverfahren wird nach den neuen Erkenntnissen weitergeführt, es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. 

Nach aufkommender Kritik gab Hürlimann sein Amt als SVP-Präsident ab, seine Partei wird seither ad interim vom Zuger Nationalrat Thomas Aeschi präsidiert. Die Berichterstattung rund um den Zuger Sexskandal wurde von verschiedenen linksgrünen Nationalräten sowie der Netzfeministin Anne Wizorek als «frauenfeindlich» kritisiert

Spiess-Hegglins Mediensprecher Patrick Senn liess gegenüber watson verlauten, dass man kein anderes Resultat erwartet habe. «Die wissenschaftlichen Experten sind sich einig darin, dass es extrem unwahrscheinlich ist, einen einmaligen Gebrauch von K.o.-Tropfen via einer Haarprobe nachzuweisen», sagt Senn. 

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