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Alpamare nach Wiedereröffnung: So steht es um die Rutschen

Aufnahmen im Alpamare wurden watson nicht erlaubt, die Perspektive von der Strasse muss genügen.
Aufnahmen im Alpamare wurden watson nicht erlaubt, die Perspektive von der Strasse muss genügen. bild: watson

10 Rutschen sind wieder offen – was uns im Alpamare aufgefallen ist

Bis gestern waren die Rutschen im Alpamare geschlossen. Die Gemeinde hatte Sicherheitsbedenken. Mit welchem Gefühl rutscht es sich im Wissen um diese Vorgeschichte? Der watson-Erlebnisbericht.
27.02.2026, 06:0527.02.2026, 10:28

Donnerstagmittag im Eingangsbereich des grössten Wasserparks der Schweiz. Ein Lifteingang zum Empfang ist durch eine gelbe Absperrung blockiert. «An diesem Aufzug wird momentan für Ihre Sicherheit gearbeitet», steht darauf. Der Anblick passt. Zum Badeerlebnis, das folgen sollte und zu den vergangenen Wochen.

Bis Donnerstag waren die Rutschen im Alpamare nicht zugänglich. Die Betreiber des Bads mit Baujahr 1977 erklärten dies zunächst mit einer technischen Störung. Später wurde bekannt, dass die Gemeinde Freienbach die Schliessung aus Sicherheitsbedenken angeordnet hatte. In Frage stand, ob die Decke einsturzgefährdet ist. Sei sie nicht, teilte das Alpamare gestern mit. Das hätten Abklärungen ergeben. Beteiligt daran waren kommunale und kantonale Behörden. Nun sind zehn von zwölf Rutschen wieder offen.

Die Situation beschäftigt auch in Pfäffikon SZ, wie unsere Strassenumfrage dort ergeben hat.

Das Alpamare öffnet seine Rutschbahnen wieder – das sind die Reaktionen vor Ort

Video: watson/flavia kälin, yann lengacher

Doch zurück ins Alpamare. Weil die Gemeinde auf Anfrage keine Dokumente zu den Analysen zur Verfügung gestellt hat, wollen wir als Badegäste mindestens die gefühlte Sicherheit testen.

Auf das geringe Besucheraufkommen angesprochen, lächelt die Frau am Empfang freundlich und spricht von einem «Einbruch der Besucherzahlen» – es liege wohl an den Medienberichten, den Skiferien und nun auch am guten Wetter. Am Donnerstag lassen sich die Familien im Bad an höchstens zwei Händen abzählen, dazu kommen einige ältere Gäste.

Weil wir Badetücher ausleihen, schreibt die Angestellte am Empfang in ein kleines Büchlein und reicht einen Papiercoupon über den Tresen. Den sollen wir bei der Rückgabe der Tücher wieder mitbringen, damit wir die hinterlegte Identitätskarte zurückbekommen. Etwas altmodisch, funktioniert aber. Moderner sind dafür die Garderobenschliessfächer, die sich elektronisch abschliessen lassen.

Einfache Massnahmen hätten genügt

Weiter in Richtung Rutschen. Bei der Passage ob der «Alpabob» wurde eine schwarzen Kunststoff-Plane an der Decke festgezurrt – die Folgen allfälliger Instandsetzungen sind damit nicht sichtbar. Gegenüber «Inside Paradeplatz», hatte die Firma hinter dem Alpamare eingeräumt, dass sich 100 Gramm Material von der Decke gelöst hatten, ein Sicherheitsrisiko sei dies nie gewesen.

Trotzdem schrieb man in die Medienmitteilungen: «Für einen sicheren Durchgang zu den nördlichen Rutschanlagen genügen einfache Massnahmen, die inzwischen vollständig umgesetzt wurden.»

Es bleibt nur, auf das Vorgehen von Betreibenden und Behörden zu vertrauen. Das muss in der Schweiz möglich sein, finden wir.

So geht es auf die «Jungle Run», die 220 Meter Adrenalinrausch ermöglicht. Wahnsinn, wie schnell man die Kunststofftube hinabrumpelt, der Traum jedes Teenagers. Wer macht sich da schon Gedanken über die Sicherheit? Fragen über den generellen Zustand des Bades stellen sich eher auf dem Weg nach oben.

Überall blättert Lack ab

An der Decke im Zielbereich der Rutschen ist ein brauner Fleck sichtbar, vermutlich Rost. An vielen Wänden blättert der Lack ab. Die Beplättelung ist teils alt. Für die tatsächliche Sicherheit mögen diese Dinge keine Rolle spielen, für das subjektive Sicherheitsbefinden schon.

Immerhin: Bei den weiteren Rutschen ist klar beschriftet, wo ein Defibrillator zu finden ist und welche Durchgänge aus Brandschutzgründen frei sein müssen. Auch ein kleines Räumchen mit einer Liege für medizinische Erstversorgung hat es dort. Sicherheitsgedanken scheinen eine Rolle zu spielen, müssen sie auch.

Nach weiteren Adrenalinschüben auf den Rutschen ist die Zeit schnell vorüber. Sie verlief unfallfrei, zumindest fast. Bei der Coupon-Rückgabe eilt ein Vater herbei. Er brauche ein Pflaster für seinen Sohn. Selbstverständlich, kommt sofort, heisst es beim Empfang.

Wir kommen zum Fazit:

  • Rutschspass: 5/5
  • Sicherheitsbefinden: 3/5
  • Freundlichkeit beim Empfang: 5/5
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quelle: www.imago-images.de / courtesy of netflix
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