Schweiz
Zürich

Zoo Zürich findet für Pantanal-Voliere neue Stahlbaufirmen

Zoo Zürich findet im Ausland neue Stahlbaufirmen für Pantanal-Voliere

Der Zoo Zürich hat für den Bau der Pantanal-Voliere zwei neue Partner im Ausland gefunden. Die Firmen aus der Slowakei und Italien ersetzen die bisherige Schweizer Stahlbaufirma.
08.05.2026, 13:1208.05.2026, 14:08

Nach einer rund fünfmonatigen Zwangspause stehen die Zeichen auf dem Gelände des zukünftigen Pantanal-Feuchtgebiets wieder auf Fortschritt. Der Zoo hat die Stakotra Manufacturing mit Sitz in der Slowakei sowie die italienische Cimolai mit der Fertigstellung der komplexen Volieren-Konstruktion beauftragt, wie er am Freitag mitteilte.

Aussenansicht auf die Baustelle der Pantanal Voliere des Zoo Zuerich mit Stahlteilen der Deckenkontstuktion fotografiert am Mittwoch, 14. Januar 2026 in Zuerich. Nach einem Steit des Zoo Zuerich und d ...
Der Zoo Zürich hat neue Stahlbaufirmen für die Pantanal-Voliere gefunden.Bild: keystone

Um den Bauprozess zu beschleunigen, werden die beiden Unternehmen nun parallel an den Stahlkonstruktionen arbeiten. Stakotra ist für die Herstellung und Montage der Unterkonstruktion sowie die Montage der Bogenträgerelemente zuständig ist, Cimolai produziert die rund 60 benötigten Bogenteile.

Zoodirektor Severin Dressen zeigte sich zuversichtlich, dass die Arbeiten nun rasch wieder aufgenommen werden können. Beim Auswahlverfahren mussten beide Firmen Probe-Werkstücke innerhalb der geforderten Toleranzen und Zeitvorgaben anfertigen. Beide Unternehmen erfüllten diese Bedingungen.

Scheitern der bisherigen Zusammenarbeit

Die Neuausschreibung war notwendig geworden, nachdem der Zoo im Dezember die Zusammenarbeit mit der bisherigen Stahlbaufirma Baltensperger beendet hatte. Das Unternehmen konnte die vertraglich vereinbarten Toleranzwerte für die Voliere nicht frist- und kostengerecht einhalten. Laut Zoo-Verwaltungsratspräsident Martin Naville gab es «bedeutende Abweichungen von den Vorgaben».

Die Firma Baltensperger hingegen hatte die Vorwürfe in der Vergangenheit zurückgewiesen und die hohe Komplexität des Projekts betont. Diese gehe über den ursprünglichen Rahmen hinaus.

Die Neuvergabe könnte den Zoo finanziell zusätzlich belasten, da er der ursprünglichen Firma bereits 9,5 Millionen Franken vorausbezahlt hatte, was rund 75 Prozent der Vertragssumme entsprach. Ein Teil dieser Summe war durch eine Bankgarantie gesichert.

1400 Tonnen schweres Gitternetz

Während die Stahlbauarbeiten lange still standen, wurde in anderen Bereichen des Pantanal-Projekts weitergearbeitet. So sind die Innenbereiche für die südamerikanischen Vogelarten laut Zoo bereits fertiggestellt. In das sogenannte Refugio sollen in Kürze die ersten Vögel einziehen, damit das Personal erste Erfahrungen in der Haltung der Tiere in der neuen Umgebung sammeln kann.

Ein neues Eröffnungsdatum für die gesamte Anlage steht noch nicht fest. Das Ziel bleibt ambitioniert: Mächtige Stahlbögen sollen ein rund 1400 Tonnen schweres Gitternetz tragen, das bis zu 35 Meter in die Höhe ragt und das Landschaftsbild des Zoos prägen wird. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Schneeleoparden-Nachwuchs im Zoo Zürich
1 / 8
Schneeleoparden-Nachwuchs im Zoo Zürich

Eine Schneeleopardin im Zoo Zürich hat Anfang Mai drei Jungtiere zur Welt gebracht.

quelle: zoo zürich / naelle honegger / zoo zürich / naelle honegger
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zoo-Direktor Severin Dressen zu Wal Timmy
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
21 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
21
Susanne Wille am Swiss Media Forum: «Radio SRF 2 wird nicht geschlossen»
Schweizer Kulturschaffende hatten sich heftig gegen die mögliche Aufhebung von SRF 2 gewehrt. Nun reagiert die Chefin der SRG.
Ein Höhepunkt des Swiss Media Forums in Luzern ist jeweils die Elefantenrunde: Chefs und Präsidenten der grossen Schweizer Medienunternehmen reden über die Themen, welche die Branche beschäftigen. Manchmal kommt es dabei zu hitzigen Diskussionen.
Zur Story