bedeckt
DE | FR
Schweiz
Zürich

Zürcher Regierung will mehr Geld für externe Polizeieinsätze

Zürcher Regierung will mehr Geld für externe Polizeieinsätze

30.11.2023, 14:17
Mehr «Schweiz»

Der Zürcher Regierungsrat will mehr Geld für ausserkantonale Polizeieinsätze, etwa jenen am WEF in Davos. Die heute gültigen Ansätze stammten noch aus dem Jahr 2006 und seien viel zu tief, findet er. Im Frühling 2024 soll nun ein Entscheid fallen.

Mitglieder der Einsatzgruppe Diamant der Kantonspolizei Zuerich demonstrieren eine Verhaftung mit Handschellen an einer Einweihungsveranstaltung fuer die Oeffentlichkeit des neuen Polizei- und Justizz ...
Mitglieder der Einsatzgruppe Diamant der Kantonspolizei Zürich demonstrieren eine Verhaftung mit Handschellen.Bild: keystone

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) wurde mit dem Anliegen bereits 2020 bei der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen- und -direktoren (KKJPD) vorstellig.

Der Vorstand diskutierte das Thema im Januar 2020, allerdings ohne einen Entscheid zu fällen. Dann kam die Corona-Pandemie und das Thema wurde auf der Traktandenliste weit nach hinten geschoben. Nun wird die so genannte Ikapol, die Vereinbarung über die interkantonalen Polizeieinsätze, in der KKJPD aber neu traktandiert.

Derzeit prüfe der Vorstand die Frage der Entschädigungshöhe, schreibt der Regierungsrat in einer am Donnerstag publizierten Antwort auf ein FDP-Postulat. Fehr kündigte dabei an, sich im Frühling mit Nachdruck für mehr Geld für Zürcher Polizeimitarbeitende einzusetzen.

600 Franken pro Tag

Die Zürcher FDP hatte in ihrem Postulat kritisiert, dass der Kanton Zürich wegen seiner Grösse und der Grösse der Polizeikorps mehr Einsätze in anderen Kantonen leiste als umgekehrt. Weil die Entschädigungsansätze aber zu tief seien, subventioniere Zürich so indirekt Anlässe in anderen Kantonen.

Beispiele für ausserkantonale Anlässe sind Demonstrationen oder das WEF in Davos. Gemäss der Ikapol-Vereinbarung aus dem Jahr 2006 wird ein 24-Stundeneinsatz mit einem Betrag von 600 Franken pro Einsatzkraft entschädigt.

Für Polizistinnen und Polizisten, die auf Pikett auf einen allfälligen Einsatz warten, werden 200 Franken pro Kopf fällig. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Billiger als Benziner: E-Auto-Fahrer sparen bei Versicherungsprämien
Die Zahl der Elektroautos auf Schweizer Strassen steigt laufend. Interessant sind die reinen Stromer nicht nur wegen ihrer hohen Energieeffizienz, sondern auch weil weniger für die Versicherung bezahlt werden muss.

Zu diesem Urteil kommt das Vergleichsportal Comparis in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse. Im Jahr 2023 ist der Anteil an E-Autos bei den in der Schweiz neu zugelassenen Personenwagen auf rund einen Fünftel gestiegen und der Anstieg setze sich weiter fort, schrieb Comparis in der Mitteilung zur Analyse.

Zur Story