Schweiz
Zürich

Krankenkasse: Stadt Zürich übernimmt Gesundheitskosten von Sans-Papiers

Stadt Zürich übernimmt Gesundheitskosten von unversicherten Personen

12.01.2026, 11:2812.01.2026, 11:28

Das Parlament der Stadt Zürich hat einen Kredit von 1,9 Millionen Franken für die medizinische Versorgung von unversicherten Menschen bewilligt.

Somit können Leute ohne Krankenkasse eine kostenlose medizinische Grundversorgung erhalten, wie das «SRF» berichtet. Also zum Beispiel Menschen ohne Papiere (Sans-Papiers).

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Betroffene können somit kostenlose gesundheitliche Abklärungen erhalten. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Die verbesserte Vorsorge für Sans-Papiers kam im Rahmen eines Pilotprojekts aus dem Jahr 2022 zustande. Nun wurde das Projekt im Stadtparlament mit 86 zu 33 Stimmen angenommen.

Bis anhin konnten sich Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus nur in Notfällen behandeln lassen. Nun können sie auch bei chronischen Krankheiten wie Diabetes einen Arzt aufsuchen.

Kritik und Zustimmung aus der Politik

Die FDP der Stadt Zürich unterstützte das Pilotprojekt vor fünf Jahren noch, nun ist sie dagegen. Die FDP-Gemeinderätin der Stadt Zürich, Deborah Wettstein, sagt, dass zu wenig klar sei, wer in solchen Fällen für die Betroffenen zuständig sei. Sie stellt auch infrage, wieso Sans-Papiers in der Stadt besser gestellt sein sollen als im Kanton Zürich.

Auch die SVP stellt sich gegen diese medizinische Versorgung. Sie argumentiert damit, dass das Projekt dazu führen würde, dass mehr Menschen nach Zürich ziehen würden, die keine Krankenkasse hätten.

Die Befürworter argumentieren, dass das seit fünf Jahren, während des Pilotprojekts, nicht der Fall gewesen sei. Dazu käme, dass sich die Stadt Zürich Kosten bei der medizinischen Grundversorgung spare, da die Menschen früher zum Arzt gehen würden. Dabei sind sich die Grüne und die SP einig.

«Es geht um die Würde der Menschen, die in der Stadt Zürich leben, und wir haben eine Verpflichtung zur Solidarität.»
Nadina Diday, Gemeinderätin SP

Auch die Mitte und die GLP stimmen der SP zu. Somit wird die kostenlose medizinische Grundversorgung in der Stadt Zürich definitiv angenommen. Dies wird zwischen 11‘000 und 14‘000 Menschen betreffen. (nib)

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87 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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slnstrm
12.01.2026 12:01registriert August 2023
Damit wären Menschen ohne Papiere mal wieder besser gestellt, als die ohne Geld. 🤷‍♂️
11735
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Broccoli
12.01.2026 12:35registriert August 2016
Die Stadt Zürich übernimmt die Kosten: sprich die KK der Stadt,sprich die Steuerzahler. Also: gratis ist gar nix,jemand zahlt immer!
Während Alte , Familien und wenig
Verdienende versuchen Arztbesuche möglichst zu vermeiden,wegen Franchise und Selbstbehalt, können sich nun u.a Sans Papiers „gratis“ behandeln lassen.
Man finde den Fehler.
Ausserdem halten sich Sans Papiers illegal im Land auf.
Unsere Regierungen setzen offenbar alles daran, um ihre eigenen Leute zu entzweien. Die Leute,die schon seit ihrer Geburt in die KK bezahlen. Und immer mehr bezahlen müssen,durch solche Entscheide!
9323
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Medical Device
12.01.2026 12:30registriert Januar 2021
Au man das führt zu Zuständen wie in Berlin, wo die Betagten bei Stromausfall und Kälte in die Turnhalle müssen, während dem Flüchlinge in Hotels untergebracht werden
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