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Demonstration für Kapitänin Rackete vor Justizpalast in Agrigent



In der sizilianischen Stadt Agrigent hat am Donnerstag die Befragung der «Sea-Watch»-Kapitänin Carola Rackete durch die italienische Staatsanwaltschaft begonnen. Rackete erschien im Justizpalast in Begleitung ihrer beiden Rechtsanwälte, beantwortete aber keine Fragen.

Vor dem Justizpalast demonstrierten ihre Anhänger. «Menschenleben zu retten, ist kein Verbrechen», stand auf einem Spruchband vor dem Eingang des Justizpalasts von Agrigent. Aktivisten einiger NGO verteilten Flugblätter zur Unterstützung von Rettungsaktionen im Mittelmeer.

Rackete war am 2. Juli nach der Entscheidung einer Ermittlungsrichterin in Agrigent aus dem Hausarrest entlassen worden. Gegen die 31-Jährige wird wegen Beihilfe illegaler Einwanderung sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und gegen ein Kriegsschiff ermittelt wird.

Rackete war mit der «Sea-Watch 3» und 40 Flüchtlingen an Bord am 29. Juni unerlaubt in den Hafen von Lampedusa eingefahren und festgenommen worden. Die Ermittlungsrichterin hob den Hausarrest nach drei Tagen wieder auf und liess die Vorwürfe gegen die Deutsche fallen. In einem getrennten Verfahren wird aber weiter gegen sie ermittelt.

Die Kapitänin der deutschen Seenotrettungsorganisation Sea-Watch hat ihrerseits Klage gegen den rechtspopulistischen italienischen Innenminister Matteo Salvini erhoben, weil er Hassbotschaften gegen sie gesendet und andere Menschen aufgestachelt habe.

Salvini hatte die 31-Jährige unter anderem als «Nervensäge» und «verbrecherische Kapitänin» bezeichnet. Zudem hatte er erklärt, Rackete habe «versucht, fünf italienische Soldaten zu töten». (sda/apa)

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