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Krieg der Komiker: Mario Barth schreibt über Terror und Mittermeier macht ihn dafür zur Schnecke

27.07.2016, 16:3128.07.2016, 15:03

Als hätte unser nördlicher Nachbar nach den Anschlägen nicht schon genug Probleme, hat sich am Freitag auch noch der deutsche Komiker Mario Barth in der Sache zu Wort gemeldet. 

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«Fresse halten angesagt»: Mario Barth.
Bild: EPA/DPA
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Ja, DER Mario Barth. Zur Erinnerung: Der 43-Jährige firmiert bei Wikipedia unter «deutscher Komiker, der sich in seinen Programmen hauptsächlich mit den Beziehungen zwischen Männern und Frauen beschäftigt».

Mit dieser recht simpel gestrickten Masche hat der Mann (Welt-)Rekorde gebrochen: 70'000 sahen seine Liveshow im Olympiastadio in Berlin, was noch kein Comedian zuvor geschafft hat. Er hat Millionen DVDs verkauft – und sogar mit Sido einen Song aufgenommen. «Ick lieb dir» stiess aber nicht überall auf Gegenliebe – was auch für seinen Humor gilt.

Und nun hat sich dieser Mario Barth auf Facebook zu den jüngsten Anschlägen in seiner Heimat geäussert. Das Social-Media-Echo, so viel vorweg, war verhältnismässig geteilt – wenn nicht zum Teil, sagen wir mal, «verhalten».

Barth – der Zoten-König.
Barth – der Zoten-König.
Bild: AP

Das löst vielleicht auch bei dir schon Emotionen aus, oder?

Und zwar welche?

Also, worum geht es nun eigentlich? Mario Barth hat die Ereignisse von Nizza, Würzburg und München zum Anlass genommen, darüber zu schreiben, «wie man etwas empfindet» – ohne dabei als «Hetzer, Angstverbreiter, Natzi (sic!), Publizist oder Idiot» rüberzukommen. Der «‹sympathische› [Innenminister] sagt so etwas wie ‹... alles soweit in Ordnung bla bla ...›», doch der Berliner fragt sich: «Was kommt denn als nächstes?» Und ist «sprachlos».

Nicht nur wegen der Ottografi Orthokratie Orthografie Rechtschreibung kam Contra aus den sozialen Netzwerken, ...

... sondern auch wegen des Inhalts.

Hier wundervoll zusammengefasst:

«Was kommt als nächstes? Etwa ein Rechtsradikahler? Oder ein Huligän?»
Die logische Fortsetzung von «Natzi» laut Tweet von Marie von der Benken

Spätestens seit Comedian Michael Mittermeier auf das Facebook-Elaborat reagierte, hat das Thema auch die Medien erfasst. Selbst die populäre Bild stellt sich gegen den populistischen Barth: «Nach Peinlich-Post bei Facebook: Michael Mittermeier stellt Mario Barth bloss», wird da getitelt.

Mittermeier wirft seinem Kollegen «billige Stimmungsmache» vor: «Wer angeblich sprachlos und kein ‹Angstverbreiter› ist, der sollte dann aber auch nicht mit einem Post Ängste schüren, verkleidet als Verunsicherungs-Mitgefühlsnummer. Lieber Mario, hier geht es nicht um eine Autobahnbrücke bei der Steuergelder verschwendet wurden. Hier geht es um den Zusammenhalt und das Weiterbestehen unserer Gesellschaft mit Besonnenheit und Würde.»

«Wie dieser Post geschrieben ist, gespickt mit Best-Of-Besorgte-Bürger-Floskeln, das nennt man Fan-Fischen am billigen Rand.»
BAM! Michael Mittermeier kontert Mario Barth auf Facebook

Der Kampf der Komödianten ist damit also eröffnet.

Die Presse spielt den Ringrichter und auf Social Media gibt es kein anderes Thema mehr.

Naja, fast ...

Den rechten Haken Mittermeiers hat der Barth auch schon wieder gekontert. Obwohl – eher geblockt. Der Angegriffene nervt sich daran, dass es nun nicht mehr um die «Tatsache» gehe, dass «die Welt sich verändert hat», sondern bloss um seine klägliche Ottografi Orthokratie Orthografie Rechtschreibung. Den Mittermeier fände er aber «trotzdem gut».

Twitterer André wird er damit genau so wenig überzeugen, wie Kontrahent Mittermeier ...

Erinnerungen an Jan Böhmermanns wahren Worte werden wach:

«Starke Meinung, schwache Rechtschreibung»: Jan Böhmermanns «Besoffen bei Facebook».

Und nun? Was bleibt?

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