Spionage
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US-Geheimdienstaffäre

U.S. President Barack Obama (R) and former New York Mayor Michael Bloomberg look at the faces of those who died during the 9/11 attacks at the National September 11 Memorial Museum in New York May 15,  2014. The museum, memorializing the September 11, 2001 attacks, opens this week to victims' family members and next week to the public, displaying artifacts from mangled columns recalling the enormity of that fateful day to shattered eyeglasses recalling its personal pain.
REUTERS/Kevin Lamarque  (UNITED STATES - Tags: POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY)

Obama is watching you: Bilder der 9/11-Opfer. Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Snowdens Bruder im Geiste? USA ermitteln wegen neuer undichter Stelle



Im US-Sicherheitsapparat gibt es nach den Enthüllungen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden möglicherweise eine weitere undichte Stelle. Vertreter der Geheimdienste prüfen, das US-Justizministerium um die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens zu bitten.

Es bestehe der Verdacht, dass ein geheimes Dokument zur Terrorismusabwehr an die Webseite The Intercept weitergeleitet worden sei, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen.

Dabei handelt es sich um eine Statistik einer US-Datenbank mit den Namen von 680'000 Personen. Die Sammlung ist unter anderem die Grundlage für eine Liste unerwünschter Flugpassagiere (no-fly-list), auf der 47'000 Namen aufgeführt sind.

Dem Dokument zufolge gibt es bei 280'000 der 680'000 Personen keine bekannte Verbindung zu einer «Terrorgruppe» wie al-Kaida, Hamas oder Hisbollah. The Intercept veröffentlichte die Statistik am Dienstag. 

Weiterer Informant?

Weil das Dokument auf August 2013 datiert ist, spekulieren US-Medien darüber, dass es neben Snowden einen weiteren Informanten in den Sicherheitsbehörden geben könnte. Der frühere Geheimdienstmitarbeiter arbeitete bis Mai 2013 für die NSA. Ein Regierungsvertreter sagte, man sei sich nicht sicher, ob es einen weiteren Informanten gebe.

Die Enthüllungen Snowdens über das Ausmass der NSA-Spionage auch in eigentlich befreundeten Staaten hat Geheimdienste in vielen Ländern erschüttert und auch die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA belastet. Snowden lebt seit dem vergangenen Jahr in Russland. (kad/sda/reu)

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