Betrugsverdacht in der NFL: Fast alle Bälle zu schlapp
Im Halbfinale der US-Football-Profiliga NFL zwischen den New England Patriots und den Indianapolis Colts (45:7) waren offenbar etliche Bälle nicht vorschriftsmässig aufgepumpt. Dies ist laut übereinstimmenden Medienberichten das Ergebnis einer Untersuchung der Liga. Die NFL wollte zu den Meldungen zunächst keine Stellung nehmen.
Sollten die Vorwürfe stimmen, müssen die Patriots mit Sanktionen rechnen. Ihnen droht eine Geldstrafe oder der Verlust von Draft-Rechten. Die Spielwertung bleibt bestehen, damit trifft der Klub nach wie vor am 2. Februar beim Super Bowl auf den Titelverteidiger Seattle Seahawks.
Der Fall war einen Tag nach dem Halbfinale in Foxborough (Massachusetts) bekannt geworden. Während der Partie war mindestens ein verdächtiger Ball aus dem Spiel genommen und konfisziert worden. Weichere Bälle bieten den Profis besseren Grip, vor allem bei regnerischem Wetter. Deshalb gibt es für das Gewicht und den Druck feste Richtwerte, die vom Schiedsrichter 2:15 Stunden vor Spielbeginn überprüft werden. Danach dürfen keine Veränderungen mehr vorgenommen werden.
New Englands Cheftrainer Bill Belichick sagte, das Team werde bei der Untersuchung kooperieren. (psk/sid/twu)

