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Beat Feuz of Switzerland reacts after competing in the men's Alpine Skiing World Cup downhill race in Kitzbuehel, Austria, January 23, 2016.     REUTERS/Leonhard Foeger

Beat Feuz mit Bestzeit im Ziel: die Freude ist sichtbar.
Bild: LEONHARD FOEGER/REUTERS

Phänomen Beat Feuz: Warum der «Kugelblitz» bereits wieder vom Podest lacht

Eine Woche nach seinem Comeback fährt Beat Feuz in der Abfahrt von Kitzbühel bereits wieder aufs Podest: Der «Kugelblitz» ist schneller zurück auf dem Podest als von vielen erwartet.

martin probst, Kitzbühel / Aargauer Zeitung



Beat Feuz ist ein Phänomen. Sein Teamkollege Marc Gisin brachte es auf den Punkt. Nach einer Abfahrt in Kitzbühel notabene, die Gisin als Fünfter beendete und somit besser klassiert als jemals zuvor im Weltcup. «Ich habe mir gesagt, der Beat hat jetzt fünf oder sechs Abfahrtsläufe in dieser Saison und der fährt mir nicht um die Ohren. Und jetzt ist er mir doch um die Ohren gefahren.» Gisin sagte es und lachte. Er gönnt dem Teamkollegen den zweiten Platz auf der Streif: «Beat ist ein unglaublicher Skifahrer.»

Beat Feuz (SUI) vor dem Zielhang am Samstag, 23. Januar 2016, an der Abfahrt der Herren auf der Streif in Kitzbuehel. - (KEYSTONE/APA/ROBERT JAEGER)

Beat Feuz in Kitzbühel vor beeindruckender Kulisse.
Bild: APA

Ende August hatte sich Beat Feuz im Training einen Teilriss der Achillessehne zugezogen. Die Vorbereitung auf die Saison fand ein jähes Ende. Schon kurze Zeit später gab der 28-Jährige das Ziel bekannt, in Wengen in den Weltcup einzusteigen. «Das Ziel ist, in drei bis vier Monaten wieder auf den Ski zu stehen», sagte er. Viele hielten diesen Plan für verrückt.

Wenn es schnell geht

Mitte Dezember, also nur dreieinhalb Monate nach der Operation, kehrte Feuz auf die Piste zurück. «Der Versuch hat sich den Umständen entsprechend gut angefühlt. Von einem Training auf Weltcup-Niveau bin ich aber noch weit entfernt», liess er damals verlauten. Nach einigen Tagen fuhr er im Training einen Super-G. «Auf flachem Gelände. Trotzdem war es unmöglich, die Kurven auf Zug zu fahren.»

Mitte Januar kam Feuz nach Wengen. Sprünge hatte er bis dahin noch keine trainiert. Trotzdem wagte er sich im Abfahrtstraining über den Hundschopf und entschied: «Ich fahre.»

First placed Peter Fill (2nd R) of Italy smiles next to second placed Beat Feuz (L) of Switzerland as actor Arnold Schwarzenegger speaks to them after competing in the men's Alpine Skiing World Cup downhill race in Kitzbuehel, Austria, January 23, 2016.      REUTERS/Leonhard Foeger

Ein Blumenstrauss vom Terminator.
Bild: LEONHARD FOEGER/REUTERS

Bei seiner dritten Fahrt auf Abfahrtsski fährt er am Lauberhorn auf Rang 11. In Kitzbühel kommen zwei Trainings dazu. Danach sagt er: «Ich werde in der Abfahrt wahrscheinlich am Start stehen. Die Erwartungen dürfen nicht zu hoch sein. Mir fehlt das Training. Irgendwann wird es vorwärtsgehen.» Der Rest ist bekannt: Auf der Streif fährt er am Samstag auf Rang zwei. «Unglaublich, ich kann es nicht richtig realisieren. Es ging so schnell.»

Wie ist ein solcher Exploit möglich? Er selbst kann es sich nicht wirklich erklären. Wir versuchen es trotzdem:

epa05121280 2nd placed Beat Feuz (L) of Switzerland and 3rd placed Carlo Janka of Switzerland celebrate during the winner’s ceremony of the men's Alpine Skiing World Cup Downhill race in Kitzbuehel, Austria, 23 January 2016.  EPA/EXPA / JFK

Beat Feuz und Carlo Janka präsentieren ihre Trophäen.
Bild: EPA/EXPA

Das Abfahrts-Spektakel von Kitzbühel

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