Manzambis Tor gegen die Bayern am Ende nutzlos – BVB siegt dank verrückter Nachspielzeit
Freiburg – Bayern 2:3
Bayern München verhindert in der 28. Runde der Bundesliga in extremis die zweite Niederlage der Saison. Der Leader in Freiburg dreht ein 0:2 in ein 3:2.
Im Hinspiel in München führte Freiburg nach 17 Minuten mit 2:0 und verlor 2:6. Auch diesmal lagen die Breisgauer mit zwei Toren vorne, wobei das 2:0 erst in der 71. Minute fiel. Dennoch gingen die Münchner als Sieger vom Platz. Die ersten beiden Treffer der Gäste zum Ausgleich erzielte der 20-jährige Tom Bischof mit Weitschüssen in der 81. und 92. Minute. Der Siegtreffer der Bayern gelang dem erst 18-jährigen Lennart Karl in der 99. Minute.
Für die Münchner, die ohne ihren verletzten Top-Torschützen antraten, waren es die Saisontore 94 und 95 in der laufenden Bundesliga. Damit fehlen ihnen noch zwei Treffer zum Torrekord aus der Saison 1971/72, den sie selber aufgestellt haben.
Im November schoss der Schweizer Johan Manzambi das zweite Tor der Freiburger in München. Im Heimspiel traf er nun kurz nach der Pause nach einem Ballgewinn der Gastgeber auf der linken offensiven Seite mit einem Schuss aus rund 25 Metern zum 1:0. Damit hat Manzambi die Hälfte seiner Treffer in dieser Saison gegen die Bayern erzielt. In der 52. und 54. Minute vergab Lucas Höler zwei gute Möglichkeiten zum 2:0. Das Verpasste holte er in der 71. Minute nach einem Eckball nach.
Freiburg - Bayern München 2:3 (0:0)
Tore: 46. Manzambi 1:0. 71. Höler 2:0. 81. Bischof 2:1. 92. Bischof 2:2. 99. Karl 2:3.
Bemerkungen: Freiburg mit Ogbus (ab 89.) und Manzambi (bis 78.), ohne Tarnutzer (nicht im Aufgebot).
Stuttgart – Dortmund 0:2
Wie die Münchner gewann auch der erste Verfolger, Borussia Dortmund, in der Nachspielzeit. Karim Adeyemi und Julian Brandt trafen in Stuttgart in der 94. respektive 96. Minute zum 2:0. Zuvor hatten die drittplatzierten Gastgeber die Partie über weite Strecken dominiert, fanden aber keinen klaren Abschluss. Dank des späten Sieges bleibt der BVB weiterhin neun Punkte hinter den Bayern.
VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 0:2 (0:0)
Tore: 94. Adeyemi 0:1. 96. Brandt 0:2.
Bemerkungen: VfB Stuttgart ohne Jaquez (Ersatz). Borussia Dortmund mit Kobel.
HSV – Augsburg 1:1
Miro Muheim bremst die mögliche Wende des Hamburger SV beim Heimspiel gegen Augsburg aus. Die Hamburger gerieten nach 22 Minuten und einem Tor von Arthur Chaves in Rückstand. Nah der Pause kamen die Hausherren aber immer besser auf. In der 60. Minute glich Ransford Konigsdorffer für den HSV aus. Den Schwung konnte Hamburg aber nicht mitnehmen. Nur vier Minuten nach dem Ausgleich folg der Schweizer Verteidiger Muheim wegen einer Notbremse vom Platz. Zu zehnt rettete der HSV immerhin den einen Punkt über die Zeit.
Hamburger SV - Augsburg 1:1 (0:1)
Tore: 22. Arthur Chaves 0:1. 60. Königsdörffer 1:1.
Bemerkungen: 64. Rote Karte gegen Muheim (Hamburger SV, Notbremse). Hamburger SV mit Muheim. Augsburg mit Zesiger und Rieder.
Gladbach – Heidenheim 2:2
Borussia Mönchengladbach kam zuhause gegen Schlusslicht Heidenheim nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Die Hausherren gingen nach 16 Minuten in Führung, kassierten aber zehn Minuten später den Ausgleich. Nach der Pause legte Heidenheim dann vor, wiederum hielt die Fühurng aber nicht lange. Elf Minuten später glich Gladbach durch Franck Honorat wieder aus.
Das Heimspiel gegen Heidenheim war die 359. Partie von Nico Elvedi im Trikot von Gladbach. Damit zog er in der Rekordspielerliste an Günter Netzer vorbei und belegt neu Rang 9. Der Punktgewinn bringt Heidenheim indes wenig. Die Baden-Württemberger bleiben mit fünf Punkten Rückstand auf Wolfsburg auf dem letzten Platz.
Borussia Mönchengladbach - Heidenheim 2:2 (1:1)
Tore: 16. Mohya 1:0. 26. Mainka 1:1. 63. Busch 1:2. 74. Honorat 2:2.
Bemerkungen: Borussia Mönchengladbach mit Elvedi. Heidenheim mit Stergiou (ab 49.).
Hoffenheim – Mainz 1:2
Mainz dürfte sich endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben. Als der Schweizer Urs Fischer am 7. Dezember das Traineramt übernahm, lag das Team mit sechs Punkten aus 13 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Seither gewann Mainz in 15 Partien 27 Zähler und verlor bloss zweimal. Beide Tore zum 2:1 beim fünftplatzierten Hoffenheim, dem wettbewerbsübergreifend vierten Sieg in Folge, erzielte Philipp Tietz – das entscheidende 2:1 in der 79. Minute. Mainz ist nun Neunter mit einem Vorsprung von neun Punkten auf Platz 16 (St. Pauli).
Hoffenheim - Mainz 05 1:2 (1:1)
Tore: 13. Tietz 0:1. 23. Asllani 1:1. 79. Tietz 1:2.
Bemerkungen: Mainz 05 mit Widmer (bis 46.).
Leverkusen – Wolfsburg 6:3
Hinter St. Pauli liegen noch Wolfsburg und Schlusslicht Heidenheim. Wolfsburg ist auch nach dem dritten Spiel unter dem neuen Trainer Dieter Hecking sieglos, verlor bei Bayer Leverkusen in einem verrückten Spiel mit insgesamt drei Elfmetern trotz einer 3:1-Führung mit 3:6. Insgesamt war es für die Wolfsburger die elfte Partie in Folge ohne Vollerfolg (drei Unentschieden).
Der VfL ist seit dem Aufstieg 1997 stets erstklassig, nun wird der erste Abstieg immer wahrscheinlicher. Der Rückstand auf St. Pauli beträgt bei einer Begegnung mehr drei Punkte.
Bayer Leverkusen - Wolfsburg 6:3 (2:3)
Tore: 16. Wind 0:1. 30. Grimaldo (Penalty) 1:1. 31. Mæhle 1:2. 38. Eriksen (Penalty) 1:3. 44. Grimaldo 2:3. 53. Schick (Penalty) 3:3. 68. Tapsoba 4:3. 73. Maza 5:3. 96. Tillman 6:3.
Bemerkungen: Bayer Leverkusen ohne Omlin (Ersatz).
Bremen – Leipzig 1:2
RB Leipzig bleibt auf Champions-League-Kurs dank eines 1:2-Auswärtssieges bei Werder Bremen. Antonio Nusa brachte die Gäste nach 15 Minuten in Führung. Romulo Cardoso doppelte kurz nach der Pause nach. Der Bremer Anschlusstreffer durch Salim Musah in der Nachspielzeit kam deutlich zu spät.
Werder Bremen - Leipzig 1:2 (0:1)
Tore: 15. Nusa 0:1. 52. Rômulo 0:2. 94. Musah 1:2.
Bemerkungen: Werder Bremen ohne Schmidt (Ersatz). (abu/sda)
