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epa04512396 Stoke City manager Mark Hughes during the English Premier League soccer match between Manchester United and Stoke City at Old Trafford in Manchester, Britain, 02 December 2014.  EPA/PETER POWELL DataCo terms and conditions apply 
http://www.epa.eu/files/Terms%20and%20Conditions/DataCo_Terms_and_Conditions.pdf

Da lang, Spieler! Aber am Ende war bei Stoke-Trainer Hughes nur noch blanke Enttäuschung. Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

ManU doch kein Remis abgerungen

Die Torlinientechnik bricht Stoke-Trainer Mark Hughes das Herz – stimmt auch die Bundesliga morgen für die Revolution?



Stoke-City-Trainer Mark Hughes vergräbt das Gesicht in seinen Händen und rauft sich die Haare. Mit Recht, ist doch das, was er da gesehen hatte, eben genau das: Zum Haare raufen.

Es läuft die 94. Minute im Gastspiel bei Manchester United. Tore von Fellaini und Mata haben die «Red Devils» längst auf Siegeskurs gebracht, obwohl N'Zonzi zwischenzeitlich ausgeglichen hat. Nach einer Verlegenheitsflanke landet die Kugel bei «Immer-mal-wieder-für-einen-Skandal-gut»-Ösi-Bomber Marko Arnautovic. 

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Das Nicht-Tor, die grafische Aufarbeitung, die Emotionen von Trainer Hughes: Alles in einem Gif.  gif: gfycat/watson

Der drischt erbarmungslos auf den Ball ein, sieht ihn aber trotz Abschluss aus kürzester Distanz abgewehrt. Der Abpraller findet den Weg zu Stoke-Stürmer Mame Diouf. Eine zweite fabulöse Chance zum spätest-möglichen Ausgleich, der muss doch ...

Bald auch in der Bundesliga?

Gut möglich, dass sich die Schiedsrichter auch in der Bundesliga künftig auf die Torlinientechnik berufen können. Morgen Donnerstag beraten die 18 Vereine der 1. Bundesliga über die Einführung. Damit die Neuerung durchkommt, müssen 12 der 18 Klubs ihr Ja kundtun – 9 Vereine haben sich bisher dafür ausgesprochen, allen voran Bayern München. Als dezidierte Gegner gelten etwa Schalke 04 oder Eintracht Frankfurt. Im März war die Einführung der Technik durchgefallen, damals hatten allerdings auch die Zweitliga-Vereine abstimmen dürfen. Grösster Streitpunkt: Die Kosten. (dpa/tat)

Auf der Linie geklärt

Musste er nicht, der Ball überquert die Linie nicht. Schuld daran (aus Stoke-Sicht) war die heldenhafte Abwehr (aus United-Sicht) von Aussenverteidiger Ashley Young. Oder war der Ball ...?

War er wirklich nicht, wie uns die Torlinientechnik beweist. Tatsächlich überquerte die Kugel die Torlinie teilweise. Um als Treffer zu zählen, reicht das freilich nicht aus. Ausgerechnet die kostenträchtige Neuerung, die auf Liga-Ebene nur in der Premier League zum Einsatz kommt, zementiert den Aufwärtstrend der kapitalstarken Mancunians. 

MANCHESTER, ENGLAND - DECEMBER 02:  Mame Diouf of Stoke City reacts to a chance being cleared off the line during the Barclays Premier League match between Manchester United and Stoke City at Old Trafford on December 2, 2014 in Manchester, England.  (Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Grosses Lamento über die vergebene Möglichkeit: Mame Diouf (rechts). Bild: Getty Images Europe

Sie beschert der Van-Gaal-Truppe den vierten Vollerfolg in Serie, eine Premiere in 2014. Stoke City dagegen hätte gegen ein Unentschieden freilich nichts einzuwenden gehabt. Im Kampf um eine gesicherte Mittelfeld-Position, man liegt nur gerade vier Punkte vor einem Abstiegsplatz, zählt jedes Pünktchen.

Mit Argusaugen wird man die Entscheidung in den Schlussminuten auch in der Bundesliga verfolgt haben. Dort wird morgen Donnerstag ein richtungsweisender Entscheid gefällt (siehe Info-Box). 

Zu einem ausführlichen Zusammenschnitt der Partie: Hier lang. (tat)

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