Berra nach Fast-Blamage: «Habe schon manches Ei kassiert, aber auch Medaillen gewonnen»
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft war auf dem Weg zum souveränen, wenn auch nicht besonders glanzvollen Sieg gegen Grossbritannien, da kam plötzlich doch noch etwas Aufregung auf. Der Grund? Eine Slapstick-Einlage von Reto Berra.
Dem künftig für Kloten auflaufenden Meistergoalie von Fribourg-Gottéron blieb bei einem Passversuch die Schaufel seines Stocks in einer Unebenheit des Eises stecken, sodass eine an sich harmlose Rückgabe in sein Gehäuse kullerte. Berra, der nach seiner Lungenentzündung wieder fit ist und am Donnerstagabend das erste Mal bei dieser WM zwischen den Pfosten stand, hatte aber Glück im Unglück. Da sich ein Brite aber zu früh in die Schweizer Offensivzone bewegt hatte, wurde der Treffer wegen Offsides annulliert.
Der 39-Jährige bewies nach dem Spiel Humor und sagte:
Daran, dass es auch ein Offside sein könne, habe er gar nicht gedacht und sich schon mit dem kuriosen Gegentor abgefunden. Auch sonst sei ein Spiel mit so wenigen gegnerischen Schüssen eher schwierig. «Aber die Erfahrung hilft, dass man sich auch dabei wohlfühlt», erklärt Berra. Das Publikum stärkte dem Schweizer Keeper indes sofort den Rücken und munterte ihn noch vor der Annullation mit Gesängen wieder auf.
Tatsächlich wäre es nicht Reto Berras erstes Ei gewesen, auch nicht auf WM-Niveau. Bei der Hockey-WM 2016 in Russland liess er im Auftaktspiel gegen Kasachstan einen Schuss von der gegnerischen blauen Linie passieren. Die Nati verlor damals das Spiel mit 2:3 nach Verlängerung. Immerhin: Heute hätte das Tor, auch wenn es denn gezählt hätte, keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels gehabt. (abu)
