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Raeto Raffainer, der als Aktiver unter anderem bei den ZSC Lions und beim SC Bern spielte.<br data-editable="remove">
Raeto Raffainer, der als Aktiver unter anderem bei den ZSC Lions und beim SC Bern spielte.
Bild: KEYSTONE

4 Fragen an Raeto Raffainer nach dem Abgang von Eishockey-Natitrainer Glen Hanlon

Raeto Raffainer, bei Swiss Ice Hockey der Direktor Nationalmannschaften, äussert sich im Interview zur Trennung von Nationalcoach Glen Hanlon. Klar ist, dass der 58-Jährige mit dem Wunsch, zur Familie nach Kanada zurückzukehren, beim Verband offene Türen einrannte.
09.10.2015, 19:5009.10.2015, 19:57

Wieso wurde der Vertrag mit Glen Hanlon einen Monat vor dem ersten Nati-Termin aufgelöst?

«Die Gründe sind ganz einfach. Glen Hanlon fühlte sich aus einer familiären Situation heraus nicht mehr ganz wohl in der Schweiz. Und wir hielten ihn nicht auf und stellten ihm keine Steine in den Weg. Wir liessen ihn ziehen, weil es durchaus auch von unserer Seite her Diskussionen mit Hanlon gab, wie die Zusammenarbeit weiter verlaufen soll. Wir sahen in Hanlon nicht mehr den Mann, der uns an die Winterspiele 2018 oder sogar an die Heim-WM 2020 führen soll. Andererseits hätte es von unserer Seite aus zum jetzigen Zeitpunkt keinen Handlungsbedarf gegeben.»

Ex-Nationaltrainer Hanlon und Raffainer an einer Medienkonferenz.<br data-editable="remove">
Ex-Nationaltrainer Hanlon und Raffainer an einer Medienkonferenz.
Bild: freshfocus

Zumindest für die nächsten drei Länderspiele heisst der Nationalcoach Felix Hollenstein. Wie kam es zu dieser Lösung?

«Primär bin ich stolz darauf, dass wir eine Persönlichkeit wie ‹Fige› Hollenstein für dieses Amt gewinnen konnten. Für den Schweizer Verband ist das eine Super-Lösung. Seit mehreren Wochen befand ich mich mit Hollenstein in Kontakt, weil wir den Trainerstab mit einem Assistenten erweitern wollten. Und kurzfristig hat es dann nicht mehr viel Überzeugungskraft benötigt, um Fige als Trainer für den Deutschland-Cup zu gewinnen. Mit seinen Qualitäten kann er sowohl als Assistent wie als Head-Coach der Schweizer Nationalmannschaft viel bringen. Wir sind überzeugt, für den Deutschland-Cup im November in Augsburg sehr gut aufgestellt zu sein.»

«Fige» Hollenstein hat neu das Sagen.<br data-editable="remove">
«Fige» Hollenstein hat neu das Sagen.
Bild: Patrick Straub/freshfocus

Nach der kurzen Ära Hanlon strebt der Verband vor Olympia 2018 und der Heim-WM 2020 eine langfristige Lösung an. Entspricht Hollenstein auch diesem Anforderungsprofil?

«Es ist durchaus möglich, dass Felix Hollenstein länger mit dabei ist. Kurzfristig haben wir eine Lösung gesucht für den Deutschland-Cup. Diese Lösung gibt uns Zeit, alle Möglichkeiten auszuloten und Kandidaten zu evaluieren. Aber natürlich ist Fige Hollenstein mit seiner Persönlichkeit, seinem Know-how und seiner Austrahlung ein Kandidat, auch längerfristig mit der Nationalmannschaft etwas aufzubauen, in welcher Funktion im Coaching-Staff auch immer.»

Schweizer Fans an der WM in Prag – wo es im Frühling nicht viel zu feiern gab.<br data-editable="remove">
Schweizer Fans an der WM in Prag – wo es im Frühling nicht viel zu feiern gab.
Bild: KEYSTONE

Und wie geht die Suche nach dem neuen Nationalcoach weiter?

«Wir werden uns Gedanken machen. Das Anforderungsprofil habe ich im Kopf. Wir werden den Markt sondieren. Aber unter Zeitdruck stehen wir nicht. Die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele ist ja schon geschafft. Aber natürlich wollen wir bis zur WM im nächsten Frühling in Moskau wieder perfekt aufgestellt sein. Also werden wir irgendwann ‹Fige› Hollenstein oder sonst jemanden als neuen Nationaltrainer präsentieren.» (ram/si)

Die besten Bilder der WM 2015

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