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HC Davos: Enzo Corvi begeistert im Playoff-Final

Jacob De la Rose (HCFG), links, gegen Enzo Corvi (HCD) im fuenften Eishockey Playoff Finalspiel der National League zwischen HC Davos (HCD) und HC Fribourg-Gotteron (HCFG), am Sonntag, 26. April 2026, ...
Enzo Corvi im Zweikampf mit Jacob De la Rose. Bild: keystone

«Die Beine sind noch nicht da»: Trotzdem brilliert Corvi nach langer Verletzungspause

Überraschend früh kehrt der Davoser Center Enzo Corvi nach einer Verletzung zurück. Im fünften Spiel des Playoff-Finals brilliert er bereits mit zwei Assists – als frisch gebackener Papi mit müden Beinen und strapazierten Nerven.
27.04.2026, 19:5027.04.2026, 19:50

Es ist einer dieser Zuckerpässe, die Enzo Corvi zu einem der besten Spieler mit Schweizer Pass machen. Zentimetergenau landet er auf dem Stock von Matej Stransky, der in der 36. Minute zur ersten Davoser Führung gegen Fribourg-Gottéron vollendet. Am Ende braucht es am Sonntagabend noch eine Verlängerung, ehe der dritte Sieg in der Best-of-7-Serie feststeht. Corvi verbucht zwei Assists und wird als bester Spieler ausgezeichnet.

Das erstaunliche daran: Corvi war erst am Freitag im Spiel 4 in Freiburg nach mehr als dreimonatiger Pause wegen einer Kopf- und Nackenverletzung ins Team zurückgekehrt. Zur Überraschung vieler, nicht zuletzt seiner eigenen. «Als wir nach dem dritten Spiel 1:2 hinten lagen, sind wir mit dem Coaching- und dem medizinischen Staff zusammengesessen», verrät er nach dem Sieg in der Verlängerung. «Komm, probieren wir es, dachten wir uns. Und es ist recht gut gegangen.»

Die Zusammenfassung der Partie.Video: YouTube/HC Davos

Kein Training mit dem Team und müde Beine

Dabei sieht sich Corvi noch lange nicht bei hundert Prozent. Auf die Frage, wie er sich fühle, verzieht der 33-jährige Churer leicht das Gesicht. «Schlecht, muss ich ehrlich sagen. Die Beine sind irgendwie noch nicht da.» Er habe fast keine Vorbereitung auf das Spiel gehabt. «Ich habe wenig trainiert. Und nie mit dem Team trainiert.» Aber er wolle einfach etwas helfen, bei den Bullys, sauber in der Defensive arbeiten. «Meine Teamkollegen machen es mir auch einfach, sie rennen für mich, damit ich ein bisschen weniger laufen muss.»

Wie wichtig Corvi am Bullypunkt ist, zeigte sich im fünften Finalspiel. Insgesamt gewann der Bündner 71,43 Prozent seiner gespielten Bullys und brillierte so nicht nur mit Skorerpunkten.

Für den Teamkollegen Simon Knak liegt in Corvis Worten ganz viel Understatement. «Er ist eigentlich wie ein junger 21-Jähriger, er mag eigentlich immer», meint der WM-Silbergewinner von 2025 lachend über denjenigen von 2018. «Nur im Kopf muss man ihm manchmal einreden, dass er noch mag. Und dann kommt er wieder mit diesen Zuckerpässchen.»

Zu nervös, um bis zum Ende zuzuschauen

Corvi ist in erster Linie froh, wieder auf dem Eis zu stehen, denn das Zuschauen behagte ihm gar nicht. «Sehr brutal», beschreibt er die Erfahrung. «Ich habe vielleicht zwei Drittel mal geschaut, dann bin ich nach Hause gegangen, weil ich so nervös war.» Corvi hat derzeit noch einen guten Grund mehr, gerne nach Hause zu gehen.

Enzo Corvi, an der Meisterfeier des HC Davos, am Samstag, 18. April 2015, in Davos. Der HC Davos war am Freitag, 10. April 2015 zum 31. Mal Schweizer Eishockey Meister geworden. Sie hatten die Finalse ...
Corvi wurde 2015 erstmals Schweizer Meister.Bild: KEYSTONE

Am 6. April, mitten während der Halbfinalserie gegen die ZSC Lions, ist er Vater einer Tochter namens Nova geworden. «Ich schlafe vielleicht nicht so gut in der Nacht, aber es ist mega schön», schwärmt er mit strahlenden Augen. Es könnte für den Bündner also ein ganz spezieller April werden, «mit dem Titel als Krönung», wie er sagt. Am Dienstag hat er in Freiburg eine erste Chance, zum zweiten Mal nach 2015 Schweizer Meister zu werden. Und falls es dort nicht klappt, am Donnerstag zuhause in Davos eine zweite. (riz/sda)

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HC Davos: 31 Titel, 6 seit 1986; zuletzt Meister: 2015.
quelle: keystone / ennio leanza
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Liebu
27.04.2026 20:06registriert Oktober 2020
Ja. Corvi ist der Gamechancer in dieser Serie. Seine Stärke ist seine Spielintelligenz, seine Kreativität und Pässe mit denen er seine Mitspieler besser macht. Auch seine Bullystärke ist bekannt.
Mit diesen Attributen spielt es keine Rolle wenn die Beine noch nicht so wollen, dafür Assists kommen.
Das Davoser Spiel wurde mit ihm unberechenbarer.
Schön ihn wieder spielen zu sehen, egal wie die Serie ausgeht. Aber ich denke, das Momentum hat die Seiten gewechselt.
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stanislav.petrov
27.04.2026 21:25registriert März 2019
Einer der besten Schweizer Spieler in diesem Jahrtausend. Schade ist er etwas verletzungsanfällig. Wenn er fit ist, macht er jeden Mitspieler besser und es macht Spass ihm zuzusehen.
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