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Vancouver Canucks' Sven Baertschi (47) celebrates his goal against the Ottawa Senators with teammates during the second period of an NHL hockey game Wednesday, Jan. 2, 2019, in Ottawa, Ontario. (Fred Chartrand/The Canadian Press via AP)

Bärtschi (47) feiert mit den Teamkollegen einen seiner neun Treffer in der vergangenen Saison. Bild: AP/The Canadian Press

So begründen die Vancouver Canucks die Abschiebung von Sven Bärtschi

Der Entscheid kam plötzlich und kurz vor dem Start zur neuen NHL-Saison. Sven Bärtschi ist nicht mehr Teil der Vancouver Canucks, die Kanadier haben ihn auf die Waiver-Liste gesetzt. Entweder holt ihn nun ein anderes Team oder Bärtschi muss in die AHL.



Wo geht die Karriere des Schweizer Eishockeyspielers Sven Bärtschi weiter? Die Vancouver Canucks haben ihn am Montag auf die Waiver-Liste gesetzt. Wenn der 26-Jährige nicht innerhalb von 24 Stunden von einem anderen NHL-Team übernommen wird, können ihn die Canucks ins Farmteam schicken. Die Uhr tickt.

Immerhin: Bärtschi würde dank seines Vertrags auch bei den Utica Comets in der AHL 3,7 Millionen Dollar im Jahr verdienen. Dort, im Bundesstaat New York, scheint seine mittelfristige Zukunft zu liegen, denn ein Transfer innerhalb der NHL gilt als eher unwahrscheinlich. Der General Manager der Vancouver Canucks, Jim Benning, verriet, dass er seit Wochen daran gearbeitet habe, Bärtschi bei einem anderen Team unterzubringen. Er habe mit mehreren Teams gesprochen, dabei aber keine alle Parteien zufriedenstellende Lösung gefunden.

Vancouver strebt Neuanfang an

Canucks-GM Benning hofft darauf, dass Bärtschi im Farmteam zu Spielpraxis gelangt. Vergangene Saison konnte er nach einer Hirnerschütterung nur in 26 Partien auflaufen, sammelte dabei 14 Skorerpunkte (9 Tore). «Er wäre nicht in den ersten zwei Powerplay-Linien gestanden und ist keiner für das Unterzahlspiel», sagte Benning. Das habe bei der Entscheidung von Headcoach Travis Green bestimmt eine Rolle gespielt.

«Ich kannte Sven schon, als er noch ein Teenager war», sagte Green, der Bärtschi einst im Juniorenteam von Portland trainiert hatte. Der Entscheid sei ihm deshalb alles andere als leicht gefallen. «Es ist kein Geheimnis, dass wir in den vergangenen Saisons keine grossen Stricke zerrissen haben. Wir wollen uns verbessern und das geht beispielsweise, indem du junge Spieler engagierst oder andere Spielertypen.» In den vergangenen vier Saisons schafften es die Canucks nie, sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Der Vorwurf: Bärtschi ist zu weich

«Sven ist ein technisch starker Spieler, aber wir denken, dass auch andere Spieler dieses spielerische Element in unser Kader bringen», so General Manager Benning. «Der Coach musste sich entscheiden: Sven behalten oder auf schnellere, härtere Spieler setzen.» Bärtschi sei etwas zu zurückhaltend auf dem Eis. «Wir erwarten von ihm nicht, dass er ein Spieler wird, bei dem die Physis im Mittelpunkt steht. Aber auch er muss einstecken können und ich denke, diese Schwäche kam in der Vorbereitung zum Vorschein.»

Bärtschi wurde in der Nachwuchsabteilung des SC Langenthal gross. Als 18-Jähriger wechselte er nach Nordamerika, wo er so erfolgreich war, dass er von den Calgary Flames in der 1. Runde an 13. Stelle gedraftet wurde. Dort erzielte er in seinen ersten fünf Spielen drei Treffer, verbrachte die meiste Zeit allerdings im Farmteam. Im März 2015 wurde Bärtschi zu den Vancouver Canucks getradet. In mittlerweile 287 NHL-Spielen sammelte der Stürmer 136 Skorerpunkte. (ram)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herr Berger 01.10.2019 09:09
    Highlight Highlight Zwischenjahr beim SCB
    • chandler 01.10.2019 11:48
      Highlight Highlight Ich gehe schwer davon aus, dass er nicht auf 3.7 Mio. verzichten wird ;)
    • Herr Berger 02.10.2019 11:19
      Highlight Highlight Da lässt sich bestimmt etwas organisieren
  • TodosSomosSecondos 01.10.2019 08:47
    Highlight Highlight Ganz unbegründet ist der Vorwurf ja nun nicht...
    • Staedy 01.10.2019 10:24
      Highlight Highlight Ja aber dies wird halt gerne bei uns weggewischt. Sentimentalität hat auf dieser Stufe nichts verloren. Ist big business und Bärtschi hat sich halt nie als Beisser bei den Canucks ausgezeichnet. Dazu die unsäglichen Homestorys während der Verletzung mit Interview im Truck. Mit hätte wäre und wenn gewinnst du keine Spiele und Zeit geben, gibt es nicht. Soll sich in der AHL reinknien und wieder nach oben kommen. So werden Helden geboren.
  • Steven86 01.10.2019 08:41
    Highlight Highlight Ich bin etwas überrascht das Bärtschi aussortier wurde. Vor allem da er in der Vorbereitung ein guter Eindruck hinter lies. Vielleicht liegt es auch daran das die Verantwortlichen Angst haben das er wieder die Halbe Saison verletzt ausfällt.
  • DogiDog 01.10.2019 08:28
    Highlight Highlight Aber Eriksson kann bleiben, weil dieser qualitativ viiiiel besser ist... Schade...
    • santa's little helper 01.10.2019 09:55
      Highlight Highlight Nein, ist er nicht, aber wenn er in die AHL abgeschoben würde, hätten die Canucks immernoch einen Cap Hit von 4.925mio, was viel zuviel ist um einen Spieler - auch wenn er nicht so gut ist - gar nicht im Pro-Team spielen zu lassen.
      Aber ja, schade, finde ich auch. Ich hätte lieber Tyler Motte oder Tim Schaller abgeschoben gesehen.
    • Landei 01.10.2019 11:51
      Highlight Highlight Bei Eriksson hätten sie sm besten ein Buy-Out gemacht!
    • ta0qifsa0 01.10.2019 11:53
      Highlight Highlight @santa

      Relevant ist nicht, wer mit welchem Betrag den Cap weiterhin belastet - entscheidend sind die Ersparnisse. Und diese sind sowohl bei Bärtschi, als auch bei Eriksson knapp über einer Mio pro Jahr -> wäre es also ein reiner Capmove, hätte es also keine Rolle gespielt, wen man in die AHL abgeschoben hätte, vorausgesetzt man geht davon aus, dass beide nicht geclaimt würden.

      Daraus lässt sich schliessen, dass hinter diesem Move mehr steckt und man Bärtschi loshaben will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • labraduddel 01.10.2019 08:28
    Highlight Highlight Ach so schade, hatte so gehofft das ihm eine gute saison gegönnt wird. Wenn er 10 Spiele verletzungsfrei am stück spielen kann ist das vertrauen wieder da und dann kommen die scorerpunkte automatisch. Er hatte doch eine anständige vorbereitung und hat gut harmoniert in der neuen linie. Ich hoffe er findet ein Team ein Tapetenwechsel bewirkt manchmal wunder( siehe nino und hoffentlich kevin)
  • Dario98 01.10.2019 08:16
    Highlight Highlight «...Aber auch er muss einstecken können und ich denke, diese Schwäche kam in der Vorbereitung zum Vorschein.»
    Was dachte sich da der GM, dass Bärtschi sich in der Vorbereitung gleich jeden Gegenspieler vorknüpft? Nach der ganzen Vorgeschichte mit den Gehirnerschütterungen braucht er sicher noch ein wenig Zeit und Vertrauen, welches ihm hoffentlich ein anderes NHL-Team schenkt. Das Talent und der Wille wäre sicher vorhanden...
    • santa's little helper 01.10.2019 10:00
      Highlight Highlight In 9 Jahren hat Bärtschi halt nicht mal ansatzweise eine Saison komplett gespielt. In den letzten 2 Jahren 85 Spiele verpasst. Ist halt schon nicht ideal. Und von wegen Chance: Vancouver hat ihm die Chance gegeben, die er in Calgary nie erhalten hat... Hoffentlich hat er nun mehr Glück mit seiner Gesundheit.
    • Staedy 01.10.2019 10:27
      Highlight Highlight Immer diese Gejammer. Wenn er nicht liefern kann dann kommt der nächste. Zeit hatte er nun wirklich genug erhalten bei den Canucks. Am Ende hat es eben keinen Platz für Sentimentalitäten und der Lohn ist das Zeichen der Dankbarkeit. Dann hat es sich aber.

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