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Gut gezielt: Berns Untersander trifft zum 2:0 gegen die SCRJ Lakers.
Gut gezielt: Berns Untersander trifft zum 2:0 gegen die SCRJ Lakers.
Bild: keystone

Der SCB kann doch noch gewinnen – Siege für die Topteams ZSC und Zug

In Langnau lohnt sich der Matchbesuch derzeit nur für die Gäste. Im ersten Tessiner Derby in der neuen Valascia jubelt am Ende Lugano. Zug überholt den spielfreien Tabellenführer Biel, während der SC Bern den Siegeszug von Rappi stoppte und wieder einmal gewann.
01.10.2021, 23:0104.10.2021, 12:57

Ambri – Lugano 3:4 n.P.

Am Ende war es wie immer zuletzt im Tessiner Derby zwischen Ambri-Piotta und Lugano: Der HCL verliess das Eis im siebten Direktduell in Folge als Sieger. Diesmal brachte erst das Penaltyschiessen die Entscheidung. Während Mark Arcobello und Luca Fazzini für die Gäste reüssierten, liess sich Luganos Goalie Niklas Schlegel im Shootout nicht bezwingen.

Ein Weisser gegen viele Blaue: Luganos Carr vor Ambri-Goalie Conz.
Ein Weisser gegen viele Blaue: Luganos Carr vor Ambri-Goalie Conz.
Bild: keystone

Somit wurde Ambri für die Aufholjagd im letzten Drittel nicht belohnt; Daniele Grassi (43.) und Zaccheo Dotti (50.) glichen zum 3:3 aus. Dass die Bianconeri gewannen, daran hatte Fazzini grossen Anteil. Denn der Topskorer der Südtessiner traf nicht nur im Penaltyschiessen, sondern war auch in der regulären Spielzeit erfolgreich, und dies sogar zweimal – zum 2:0 (11.) und 3:1 (37.).

Fazzini punktete in der achten Partie in Folge. Er hat in diesen acht Spielen sieben Tore und vier Assists erzielt.

Ambri-Piotta - Lugano 3:4 (0:2, 1:1, 2:0, 0:0) n.P.
6775 Zuschauer. - SR Piechaczek/Hebeisen, Fuchs/Wolf.
Tore: 10. (9:23) Morini (Riva, Stoffel/Powerplaytor) 0:1. 11. (10:02) Fazzini (Arcobello) 0:2. 26. Kostner (McMillan, Regin/Powerplaytor) 1:2. 37. Fazzini (Arcobello, Alatalo/Powerplaytor) 1:3. 43. Grassi (Pestoni, Fora) 2:3. 50. Zaccheo Dotti (Bianchi) 3:3.
Penaltyschiessen: Kozun -, Arcobello 0:1; Hietanen -, Fazzini 0:2; Regin -, Walker -; Bürgler -.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Kozun; Fazzini.
Ambri-Piotta: Conz; Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Fischer; Fohrler, Zaccheo Dotti; Burren, Pezzullo; Kozun, Regin, Kneubuehler; Bürgler, Heim, McMillan; Pestoni, Grassi, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Riva; Chiesa, Müller; Nodari, Guerra; Wolf; Fazzini, Arcobello, Carr; Boedker, Herburger, Morini; Bertaggia, Thürkauf, Walker; Traber, Tschumi, Stoffel; Vedova.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne D'Agostini und Dal Pian (beide verletzt), Lugano ohne Josephs, Loeffel, Näser und Werder (alle verletzt).

Bern – Rapperswil-Jona 4:1

Die Rapperswil-Jona Lakers reisten mit fünf Siegen in Serie nach Bern, während die Gastgeber dreimal hintereinander verloren hatten. Dennoch war es der SCB, der das Spieldiktat übernahm und 4:1 gewann.

SCRJ-Keeper Nyffeler eilt herbei, um gegen Conacher abzuwehren.
SCRJ-Keeper Nyffeler eilt herbei, um gegen Conacher abzuwehren.
Bild: keystone

Die Berner hätten zur ersten Pause höher führen können als mit 1:0, das Tor erzielte in der 6. Minute Kaspars Daugavins. Verteidiger Ramon Untersander und Cory Conacher holten das Verpasste kurz nach Spielhälfte mit einem Doppelschlag innert 156 Sekunden zum 3:0 (34.) nach. Für den kanadischen Stürmer war es bereits der siebte Treffer.

Nachdem Sandro Zangger im Powerplay zum 1:3 (38.) verkürzt hatte, stellte Alain Berger in der 51. Minute mit seinem ersten Saisontreffer den Dreitore-Vorsprung wieder her. Danach gab es über den Ausgang der Partie keinen Zweifel mehr, stand der dritte Sieg des SCB in dieser Spielzeit fest. Für den Rapperswiler Topskorer Nando Eggenberger endete eine eindrückliche Serie, hatte er doch zuvor in fünf Partien in Folge getroffen.

Dominik Kahun im Interview.

Bern - Rapperswil-Jona Lakers 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)
12'657 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Progin/Burgy.
Tore: 6. Daugavins (Untersander, Moser) 1:0. 31. Untersander (Scherwey, Jeffrey) 2:0. 34. Conacher (Colin Gerber, Moser) 3:0. 38. Zangger (Djuse, Cervenka/Powerplaytor) 3:1. 51. Berger 4:1.
Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Thierry Bader) gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Kahun; Eggenberger.
Bern: Wüthrich; Untersander, Henauer; Andersson, Colin Gerber; Thiry, Hänggi; Kast, Pinana; Conacher, Kahun, Moser; Daugavins, Jeffrey, Scherwey; Fahrni, Thierry Bader, Jeremi Gerber; Berger, Neuenschwander, Sciaroni.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Aebischer, Djuse; Vouardoux, Profico; Jelovac, Sataric; Baragano, Maier; Eggenberger, Rowe, Cervenka; Zangger, Albrecht, Brüschweiler; Wick, Dünner, Neukom; Forrer, Mitchell, Wetter.
Bemerkungen: Bern ohne Blum, Beat Gerber, Praplan und Ruefenacht (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Noël Bader, Lammer, Lehmann und Moses (alle verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 58:10 bis 58:44 ohne Torhüter.

Lausanne – ZSC Lions 2:3

11:4 lautete das Schussverhältnis im letzten Drittel zu Gunsten von Gastgeber Lausanne, dennoch waren es die ZSC Lions, die das 3:2 schossen. Den Siegtreffer erzielte in der 50. Minute ausgerechnet Denis Malgin, der in der vergangenen Saison noch für die Waadtländer gespielt hatte.

Sigrist schickt Lausannes Gernat auf Tauchstation.
Sigrist schickt Lausannes Gernat auf Tauchstation.
Bild: keystone

Zuvor hatten die Zürcher ein 0:1 (6.) in ein 2:1 (35.) gewendet. Dafür verantwortlich zeichneten Chris Baltisberger (17.), der im Powerplay erfolgreich war, und Verteidiger Dario Trutmann. Cory Emmerton gelang 45 Sekunden vor der zweiten Pause das 2:2.

Während die Lions den fünften Sieg in den letzten sechs Partien feierten, kommt der LHC nicht vom Fleck. Lausanne schaffte es auch im dritten Anlauf in dieser Saison nicht, einem Sieg einen zweiten folgen zu lassen.

Denis Malgin im Interview.

Lausanne - ZSC Lions 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)
4980 Zuschauer. - SR Stolc/Dipietro, Schlegel/Cattaneo.
Tore: 6. Fuchs (Powerplaytor) 1:0. 17. Chris Baltisberger (Noreau, Azevedo/Powerplaytor) 1:1. 35. Trutmann (Chris Baltisberger) 1:2. 40. (39:15) Emmerton 2:2. 50. Malgin (Azevedo) 2:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Sekac; Roe.
Lausanne: Stephan; Glauser, Barberio; Heldner, Frick; Gernat, Aurélien Marti; Arnold, Genazzi; Bozon, Bertschy, Baumgartner; Riat, Emmerton, Sekac; Jäger, Fuchs, Kenins; Krakauskas, Maillard, Douay.
ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Christian Marti; Trutmann, Geering; Weber, Phil Baltisberger; Guebey, Sopa; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Azevedo, Malgin, Hollenstein; Diem, Krüger, Sigrist; Aeschlimann, Schäppi, Pedretti.
Bemerkungen: Lausanne ohne Almond, Boltshauser (beide verletzt) und Varone (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant, Riedi (alle verletzt) und Quenneville (gesperrt). Lausanne von 58:31 bis 59:27 und ab 59:37 ohne Torhüter.

SCL Tigers – Fribourg-Gottéron 1:3

Die SCL Tigers können zuhause nicht gewinnen. Mit einem 1:3 gegen Fribourg-Gottéron verloren die Emmentaler auch das sechste Heimspiel in dieser Saison.

Exklusiver Platz: Eine Zuschauerin sieht, wie Schmutz den Fribourger Desharnais an die Bande nagelt.
Exklusiver Platz: Eine Zuschauerin sieht, wie Schmutz den Fribourger Desharnais an die Bande nagelt.
Bild: keystone

Wie am Dienstag durften die Tiger ein Drittel lang mit einer 1:0-Führung im Rücken auf den Sieg hoffen. Ab dem zweiten Abschnitt übernahmen aber die formstarken Freiburger trotz Fehlen des erkrankten Stammgoalies Reto Berra das Kommando. Samuel Walser (38.) im zweiten und Nathan Marchon (49.) im dritten Abschnitt sorgten für die Wende. Fünf Minuten vor Schluss machte Mauro Jörg alles klar.

Gottéron befindet sich nach einer zwischenzeitlichen Baisse wieder im Hoch und feierte den vierten Sieg in Folge. Langnau ist sowieso ein gutes Pflaster für das Team von Coach und Sportchef Christian Dubé: Gegen die SCL Tigers gewann Fribourg seit Oktober 2019 in sieben Anläufen immer.

Samuel Walser im Interview.

SCL Tigers - Fribourg-Gottéron 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)
4582 Zuschauer. - SR Tscherrig/Fluri, Steenstra/Duarte.
Tore: 17. Pesonen (Schilt, Olofsson) 1:0. 38. Walser 1:1. 49. Marchon (Walser) 1:2. 56. Jörg 1:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Olofsson; Mottet.
SCL Tigers: Mayer; Blaser, Erni; Huguenin, Zryd; Schilt, Grossniklaus; Elsener, Guggenheim; Grenier, Schmutz, Olofsson; Petrini, Diem, Pesonen; Schweri, Berger, Sturny; Weibel, Salzgeber, Loosli.
Fribourg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Diaz, Dufner; Jecker; Bykov, Desharnais, Mottet; Rossi, Bougro, Herren; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Marchon, Walser, Jörg.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Leeger, Saarela und Zaetta (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Berra (krank) und Kamerzin (verletzt). SCL Tigers ab 57:15 ohne Torhüter.

EV Zug – Servette 5:4 n.V.

Im ersten Saisonduell zwischen den beiden diesjährigen Playoff-Finalisten setzt sich erneut der EV Zug durch. Die Zentralschweizer bezwingen Genève-Servette 5:4 nach Verlängerung.

Es lief die 26. Minute, als Dario Simion das leere Tor verfehlte. Es wäre das 4:1 und der dritte Treffer für den Stürmer an diesem Abend gewesen. Eine Minute später verkürzte der Genfer Josh Jooris im Powerplay auf 2:3. Zwar gingen die Zuger in der 51. Minute dank Reto Suri, der im Powerplay einen Schuss von Lino Martschini ablenkte, mit 4:2 Führung. Die Genfer retteten sich aber mit zwei Toren in der letzten Minute der regulären Spielzeit in die Verlängerung: Joël Vermin traf 47,6 Sekunden vor dem Ende, Daniel Winnik 9,9 Sekunden.

Nettigkeiten werden ausgetauscht.
Nettigkeiten werden ausgetauscht.
Bild: keystone

Dass Simion Alpträume erspart blieben, lag auch an ihm selber, bereitete er doch in der 63. Minute das 5:4 von Christian Djoos vor. Es war im sechsten Heimspiel der Zuger das vierte Mal, dass die Entscheidung in der Overtime fiel, wobei der Schweizer Meister zum dritten Mal das bessere Ende behielt. Es war der siebte Sieg in Serie für die Zentralschweizer gegen Servette.

So durfte sich Simion Matchwinner nennen. Mit dem 1:1 (4.) brachte er sein Team zurück ins Spiel, nachdem die Zuger den Start komplett verschlafen hatten und die Genfer bereits nach 63 Sekunden durch Winnik in Führung gingen. Das 2:1 erzielte Simion 47 Sekunden vor der ersten Pause nach schöner Vorarbeit von Jan Kovar. Zuvor hatte er sechs Partien in Folge nicht getroffen. Das 3:1 von Fabrice Herzog fiel nach 45 Sekunden im Mitteldrittel.

Zug - Servette 5:4 (2:1, 1:1, 1:2, 1:0) n.V.
6524 Zuschauer. - SR Stricker/Borga, Altmann/Gnemmi.
Tore: 2. Winnik (Tömmernes) 0:1. 4. Simion (Hansson) 1:1. 20. (19:13) Simion (Kovar) 2:1. 21. (20:45) Herzog (Lander, Martschini) 3:1. 27. Jooris (Winnik, Tömmernes/Powerplaytor) 3:2. 51. Suri (Martschini, Hansson/Powerplaytor) 4:2. 60. (59:13) Vermin (Jooris) 4:3 (ohne Torhüter). 60. (59:51) Winnik (Vatanen) 4:4 (ohne Torhüter). 63. Djoos (Simion) 5:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Servette.
PostFinance-Topskorer: Klingberg; Filppula.
Zug: Hollenstein; Hansson, Stadler; Cadonau, Djoos; Schlumpf, Gross; Wüthrich, Kreis; Simion, Kovar, De Nisco; Martschini, Lander, Herzog; Klingberg, Allenspach, Suri; Hofer, Leuenberger, Bachofner.
Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vatanen, Le Coultre; Karrer, Maurer; Smons; Vouillamoz, Filppula, Winnik; Moy, Jooris, Miranda; Völlmin, Vermin, Patry; Riat, Berthon, Smirnovs; Cavalleri.
Bemerkungen: Zug ohne Müller, Senteler und Zehnder (alle verletzt), Servette ohne Antonietti, Mercier, Pouliot, Richard, Rod und Tanner (alle verletzt). Servette von 57:37 bis 59:13 und 59:48 bis 59:51 ohne Torhüter.

Die Tabelle

(ram/sda)

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