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Auch gegen die Maple Leafs wollte Crosby am Wochenende kein Skorerpunkt gelingen.&nbsp;<br data-editable="remove">
Auch gegen die Maple Leafs wollte Crosby am Wochenende kein Skorerpunkt gelingen. 
Bild: Gene J. Puskar/AP/KEYSTONE

Steckt Kanada in einer Hockey-Krise? Crosby trifft nicht mehr und der NHL-Spieleranteil rutscht unter 50 Prozent

In dieser NHL-Saison gibt es bereits zwei historische Ereignisse zu vermelden: Sidney Crosby hat nach fünf Spielen noch keinen Skorerpunkt eingefahren und der Spieleranteil aus Kanada ist unter 50 Prozent gerutscht.
19.10.2015, 16:4424.10.2015, 01:28
Nik Dömer
Nik Dömer
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O Canada! Seit Beginn haben die Kanadier in der besten Hockey-Liga der Welt die Überhand. Über 60 Jahre lang kamen mindestens 80 Prozent der NHL-Spieler aus dem Ahornland. Seit anfangs der 80er Jahre nimmt dieser beeindruckende Schnitt jedoch stetig ab. 

Obwohl immer weniger Spieler der NHL aus Kanada kommen, die meisten Topstars wie beispielsweise Tyler Seguin haben die Ahorn-Staatsbürgerschaft.&nbsp;<br data-editable="remove">
Obwohl immer weniger Spieler der NHL aus Kanada kommen, die meisten Topstars wie beispielsweise Tyler Seguin haben die Ahorn-Staatsbürgerschaft. 
Bild: Manny Flores/freshfocus

Laut einer Auswertung von «QuantHockey» kommen seit dieser Saison «nur» noch knapp 50 Prozent der Spieler aus Kanada. In Zahlen sind das zurzeit 327 aktive Spieler. Gestiegen ist in den letzten Jahren vor allem der Anteil aus den Vereinigten Staaten. 159 Spieler kommen derzeit aus den USA.

Patrick Kane wird's freuen, in der NHL spielen immer mehr seiner Landsleute aus den USA.&nbsp;<br data-editable="remove">
Patrick Kane wird's freuen, in der NHL spielen immer mehr seiner Landsleute aus den USA. 
Bild: Mike Wulf/freshfocus

Erfreulich aus europäischer Sicht: Knapp 30 Prozent stammen aus Schweden (63), Deutschland (3), der Schweiz (8), Finnland (25), Tschechien (29), Russland (31), Dänemark (6) und der Slowakei (8). Einen ähnlichen Wert gab es bereits um die Jahrtausendwende, damals wurde die 30-Prozent-Marke sogar geknackt. Dies spricht wohl auch für das steigende Niveau in den anderen Ligen aus Europa, wie beispielsweise der Schweizer NLA.  

Weniger als 50 Prozent der NHL-Spieler kommen aus Kanada.<br data-editable="remove">
Weniger als 50 Prozent der NHL-Spieler kommen aus Kanada.
bild: Quanthockey

Und die Kanadier?

Im Mutterland des Eishockeys scheint diese Entwicklung (noch) niemanden zu stören. Kein Wunder, denn solange die NHL-Superstars wie Sidney Crosby, Jamie Benn, John Tavares, Tyler Seguin, Jason Spezza, Joe Thornton oder Steven Stamkos aus Kanada stammen, ist die Welt wohl in Ordnung. Vor allem aber auch, weil man gerade wegen diesen Spieler amtierender Weltmeister ist. Und mit Connor McDavid steht ja schon vielversprechender Nachwuchs vor der Tür. 

Connor McDavid kommt bei den Edmonton Oilers immer besser in die Gänge.<br data-editable="remove">
Connor McDavid kommt bei den Edmonton Oilers immer besser in die Gänge.
Bild: AP/The Canadian Press

Was hingegen zurzeit für Aufsehen sorgt ist die Form von Sidney Crosby. Der Starspieler der Pittsburgh Penguins konnte bisher noch in keiner der fünf Partien einen Skorerpunkt verbuchen. Das hat es seit seinem Debüt 2005/06 nach dem NHL-Lockout noch nie gegeben.

Sieht man «Sid the Kid» schon bald wieder jubeln?&nbsp;<br data-editable="remove">
Sieht man «Sid the Kid» schon bald wieder jubeln? 
Bild: Getty Images North America
«Wir hatten in den letzten Jahren viele verschiedene Spieler im Team. Es ist normal, dass man sich am Anfang neu zurecht finden muss.»
Crosby über seinen verhaltenen Start mit den Pittsbrugh Penguins. 

Obwohl er bisher am drittmeisten Eiszeit bekommen hat, gelang ihm weder ein Assist noch ein Treffer. Dazu muss auch noch erwähnt werden, dass die Penguins lediglich sieben Treffer erzielen konnten. Crosby selber meint angesprochen auf seine Form: «In den ersten beiden Games habe ich keine gute Partie gespielt. Aber seither habe ich das Gefühl, dass ich mit meiner Linie immer besser werde.»

Neue Teamkollegen: Phil Kessel und Sidney Crosby.<br data-editable="remove">
Neue Teamkollegen: Phil Kessel und Sidney Crosby.
Bild: Gene Puskar/AP/KEYSTONE

Ein Grund für die Anlaufschwierigkeiten in der Saison könnte die neue Angriffslinie sein. Crosby spielt mit Neuzugang Phil Kessel und Chris Kunitz im Block. «Wir hatten in den letzten Jahren viele verschiedene Spieler im Team. Es ist normal, dass man sich am Anfang neu zurecht finden muss, bevor alles richtig funktioniert», betont der kanadische Spielmacher. 

Eines ist auf jeden Fall klar: Will er seine 84 Punkte der vergangenen regulären Saison toppen, dann muss er langsam aber sicher den Knoten lösen. Wir sind gespannt. 

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Schweizer Meilensteine in der NHL
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