Sport
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Eishockey-WM in der Slowakei

Gruppe A in Kosice:
Grossbritannien – Dänemark 0:9 (0:3,0:5,0:1)
Deutschland – Frankreich 4:1 (1:0,2:1,1:0)

Gruppe B in Bratislava:
Italien – Lettland 0:3 (0:0,0:2,0:1)
Schweiz – Österreich 4:0 (1:0,0:0,3:0)

epa07570729 Switzerland's players celebrate during the IIHF World Championship group B ice hockey match between Switzerland and Austria at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, 14 May 2019  EPA/MELANIE DUCHENE

Die Schweiz jubelt auch gegen Österreich Bild: EPA/KEYSTONE

«Wir hatten nie Schiss» – die Schweiz schlägt Österreich in einem Geduldsspiel

Die Schweizer Nationalmannschaft bleibt an der Eishockey-WM in der Slowakei makellos. Das Team von Trainer Patrick Fischer setzte sich gegen Österreich im dritten Spiel 4:0 durch.



Im ersten Drittel hinterliessen die Schweizer alles andere als einen unwiderstehlichen Eindruck. Dennoch lagen sie nach 20 Minuten 1:0 vorne. Das Tor erzielte Kevin Fiala 33 Sekunden vor der ersten Pausensirene. Der Stürmer der Minnesota Wild war mit einem Direktschuss nach einem genau getimten Pass von Nico Hischier zum vierten Mal an diesem Turnier erfolgreich. Kurz zuvor hatten die Schweizer eine vier Minuten dauernde Unterzahl nach einem hohen Stock von Roman Josi überstanden.

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Das 1:0 von Fiala. Video: streamable

Im Mittelabschnitt war es dann jene Partie, die von Beginn an erwartet worden war. Die Schweizer dominierten quasi nach Belieben erspielten sich zahlreiche gute Chance, doch fehlte es an der nötigen Präzision und der letzten Konsequenz. Das Schussverhältnis im zweiten Drittel lautete 22:4 zu Gunsten des Favoriten (total) , was die Überlegenheit unterstreicht. Die fehlende Kaltblütigkeit rächte sich nicht, es dauerte aber bis zur 54. Minute, ehe die Schweizer zum zweiten Mal jubeln konnten. Der omnipräsente NHL-Verteidiger Roman Josi drückte von der blauen Linie direkt ab, worauf der Puck vom Österreicher Manuel Ganahl unhaltbar abgelenkt wurde.

«Besonders gut hat mir die Art und Weise, wie wir gespielt haben gefallen. Defensiv haben wir ihnen nichts gegeben. Grosses Kompliment an unsere Verteidiger und Stürmer. Wir haben einige Chancen ausgelassen heute, aber wir wurden nicht nervös. Dafür wurden wir belohnt.»

Patrick Fischer

In den letzten zwei Minuten gelangen dann noch zwei Tore im Powerplay, das zuvor nicht wie gewünscht funktioniert hatte. Für das 3:0 (59.) zeichnete der erst 19-jährige Philipp Kuraschew auf Vorarbeit von Hischier verantwortlich. Für den Schlusspunkt in doppelter Überzahl sorgte Sven Andrighetto 13 Sekunden vor dem Ende. Dabei hatte Vincent Praplan den Stock im Spiel, der nun wie Hischier sechs Skorerpunkte auf dem Konto hat.

«Wir hatten viele Chancen, insbesondere im zweiten Drittel. Mein Tor war ein wenig glücklich, aber das haben wir uns erarbeitet. Schiss hatten wir aber nie. Wir wussten, wie wir weiterspielen mussten. In der Pause haben wir gewartet und uns danach noch besprochen. Die Defensive steht und die Goalies spielen extrem gut.»

Roman Josi

Goalie Reto Berra, der wie im Startspiel gegen Italien (9:0) den Vorzug gegenüber Leonardo Genoni erhalten hatte, war nur wenig gefordert und feierte seinen neunten Shutout im Nationaldress, den vierten an einer Weltmeisterschaft. Überhaupt haben die Schweizer in Bratislava noch kein Gegentor bei numerischem Gleichstand kassiert, was zeigt, wie stabil sie in der Defensive sind

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Die Highlights des Spiels. Video: YouTube/IIHF Worlds 2019

Der am Sonntag aus Denver angereiste Andrighetto gab nicht nur wegen des Tores einen vielversprechenden Einstand. Der wirblige Flügel der Colorado Avalanche, der auf keine einfache Saison zurückblickt, bildete zusammen mit Gaëtan Haas und Tristan Scherwey eine Sturmlinie. Für Andrighetto musste der Lausanner Defensivspieler Joël Genazzi weichen – Fischer setzte auf sieben Verteidiger und 13 Stürmer.

«Wir haben gut mitgespielt. Es war schwierig, nach dem 0:1 zurückzukommen. Wir konnten keine Chancen kreieren. Sie haben einfach gespielt und sind so zu guten Torchancen gekommen, die sie am Schluss auch ausgenützt haben. Die Niederlage tut sehr weh. Gegen das Nachbarland zu verlieren ist immer schmerzhaft.»

Dominic Zwerger.

Zwar haben die Schweizer nach drei Partien neun Punkte auf dem Konto, das ändert aber nichts daran, dass das Powerplay besser werden muss. Gegen die vom Schweizer Roger Bader gecoachten Österreicher vermochten sie bloss zwei von acht Überzahlsituationen zu nutzen. Das könnte sich gegen bessere Mannschaften rächen.

Die Tabelle

Bild

Bild: srf

Das Telegramm

Schweiz - Österreich 4:0 (1:0, 0:0, 3:0)
Bratislava. - 4488 Zuschauer. - SR Kaukokari/Rantala (FIN), Jensen/Nikulainen (DEN/FIN).
Tore: 20. (19:28) Fiala (Hischier, Praplan) 1:0. 54. Josi (Loeffel, Simon Moser) 2:0. 59. Kuraschew (Hischier/Ausschluss Thomas Raffl) 3:0. 60. (59:47) Andrighetto (Diaz, Praplan/Ausschlüsse Herburger, Wolf) 4:0.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 9mal 2 plus 10 Minuten (Herburger) gegen Österreich.
Schweiz: Berra; Weber, Josi; Janis Moser, Diaz; Loeffel, Frick; Fora; Fiala, Hischier, Praplan; Hofmann, Kuraschew, Martschini; Scherwey, Haas, Andrighetto; Ambühl, Bertschy, Simon Moser; Rod.
Österreich: Kickert; Pallestrang, Schlacher; Heinrich, Schumnig; Peter, Wolf; Strong, Unterweger; Schneider, Herburger, Ganahl; Thomas Raffl, Michael Raffl, Hofer; Zwerger, Haudum, Baumgartner; Rauchenwald, Obrist, Cijan.
Bemerkungen: Schweiz ohne Mayer (Ersatztorhüter), Genazzi, Genoni (beide überzählig) und Bertaggia (noch nicht gemeldet).
Schüsse: Schweiz 45 (9-21-15); Österreich 18 (6-4-8).
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 2/8; Österreich 0/3.

Ticker: 14.5.18 Schweiz – Österreich

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ritiker K. 15.05.2019 12:02
    Highlight Highlight Die Schweizer waren durchgehend dominierend - unglaublich wie der Österreichische Goali seinen Kasten sauber halten konnte.

    Bei diesem Spiel waren die Schweizer Fans auch etwas besser zu hören als beim letzten. Spiele mit Stadionton sind aus meiner Sicht weit unterhaltsamer zu sehen, als wenn zweit Kommentatoren einem vorschwafeln was zu sehen ist. Kann ich nur empfehlen.
  • Eisenhorn 14.05.2019 22:53
    Highlight Highlight Grossartiges Spiel von der Schweiz. Super Einstand von Andrighetto, erstes Goal von Kurashev und Hischier wieder mit Assists. Grossartiges Team, viel viel Spielfreude. Auch wenn es lange knapp war, war die Schweiz extrem dominant. Hat Spass gemacht zum zuschauen!
  • TodosSomosSecondos 14.05.2019 22:14
    Highlight Highlight Die Schweizer spielen ein gutes Spiel. Dass sie mal nicht so reinfallen, gibt's halt - besser gegen Österreich als gegen Schweden oder Russland...

    Aber das Powerplay ist grauslig.. hoffen wir, dass es an der noch neuen Zusammenstellung liegt..
    • TodosSomosSecondos 14.05.2019 22:53
      Highlight Highlight Ich bleib trotzdem dabei, dass das Powerplay nicht so wirklich dufte war... :-)
  • Pana 14.05.2019 22:13
    Highlight Highlight Watson Artikel so: "Vom Charme, ein wenig auf die Österreicher herab zu schauen" und "Fischer erklärt, weshalb die Schweizer Stürmer plötzlich so treffsicher sind".

    Schweizer Nati: Hold my beer.
    • dä brüeder vom heinz 14.05.2019 23:00
      Highlight Highlight Nun, der "Eismeister" war ja noch nie für seine Objektivität bekannt. Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen aufsässigen Gegner.
    • goschi 15.05.2019 06:11
      Highlight Highlight Ich fine Österreich hat für dieses Spiel Respekt verdient, das Resultat mag verdient sein für die Schweiz, aber Österreich ist ebensowenig eingebrochen und hat dem enormen Druck auch einfach toll standgehalten und sich das bis kurz vor Ende doch knappe Resultat auch verdient.
  • SpeedOne 14.05.2019 21:36
    Highlight Highlight Was kann eigentlich Sven Andrighetto auser Pucks zu verlieren und fehlpässe zu spielen? Lieber Haas im powerplay!
    • kada 14.05.2019 21:47
      Highlight Highlight War klar. Sobald die Chancenauswertung zu wünschen übrig lässt, kommen die Nörgler wieder aus ihren Löchern.
    • The hockeyman 14.05.2019 21:52
      Highlight Highlight Andrighetto ist ein Spieler der freiheiten genisst. und das ist gut so.
      man braucht Spieler die selber etwas versuchen.
      und das macht ein Team aus.
    • TodosSomosSecondos 14.05.2019 22:34
      Highlight Highlight öh zum Beispiel sein Geld mit Hockeyspielen verdienen.. und du so?
    Weitere Antworten anzeigen
  • atorator 14.05.2019 20:57
    Highlight Highlight Wenn ich an die ganzen selbsternannten "Experten" denke, die bei Fischers Start alles besser wussten. Er hat ganze Arbeit geleistet.
    • SGR 15.05.2019 00:50
      Highlight Highlight joa eines kann er.
      Plätze im Team freihalten für die Nordamerika Söldner, damit sie seinen Karren aus dem Dreck ziehen. Hat man letztes Jahr wunderbar gesehen.
      Und dieses Jahr hat er das riesen Glück dass die meisten schon von Anfang dabei sind.
    • Okguet 15.05.2019 07:48
      Highlight Highlight @SRG: ja stimmt, so schlecht, greift er auf die besten Spieler zurück! Wenn er als Trainer etwas drauf hätte, würde er mit einem Mischteam aus EHC Arosa und Düdinger Bulls antreten und gewinnen!
  • SR 210 14.05.2019 20:19
    Highlight Highlight Kann mir jemand die Strategie von Fischer etwas erläutern? Wieso ein F für ein D eintauschen, wenn Josi dann Doppelschichten spielt? Oder wird das nur am Anfang so sein und in der dritten Linie wird Rod als D eingesetzt werden?
    • miarkei 14.05.2019 20:35
      Highlight Highlight Rod ist sehr wichtig im Boxplay, daher will er nicht auf ihn verzichten.
    • ta0qifsa0 15.05.2019 02:51
      Highlight Highlight Fischer hat Rod aus dem PK herausgenommen und durch Haas ersetzt.

Trotz guter Leistung – der Schweiz werden von Russland die Grenzen aufgezeigt

Die riesige Euphorie nach dem besten WM-Start seit 1939 ist vorerst gedämpft. Das Eishockey-Nationalteam verlor an der WM in Bratislava 24 Stunden nach der knappen Niederlage gegen Schweden mit 0:3 auch gegen Russland.

Die Schweizer waren der Herkules-Aufgabe gegen Russland nicht gewachsen. Sie wurden von den Russen gleich am Anfang krass dominiert. Aus der ersten Druckphase resultierte schon nach 216 Sekunden der erste Gegentreffer. Artjom Anissimow brachte den Favoriten mit dem vierten Torschuss in Führung.

Die Schweizer fanden danach den Tritt besser. Lino Martschini (6.), Roman Josi (9. und 14.), Nico Hischier (19.), Tristan Scherwey und Sven Andrighetto (beide 24.) kamen zu Chancen auf den Ausgleich. …

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