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epa07571070 Switzerland's players celebrate after the IIHF World Championship group B ice hockey match between Switzerland and Austria at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, 14 May 2019.  EPA/MELANIE DUCHENE

Gegen die Grossen geht es um eine möglichst gute Ausgangslage für die Viertelfinals. Bild: EPA/KEYSTONE

Jetzt geht's erst richtig los – das sagt Patrick Fischer vor den Duellen gegen die Grossen

Nach zwei Ruhetagen beginnt für das Eishockey-Nationalteam an der WM in Bratislava die zweite Phase mit den Partien gegen die übrigen Titelanwärter. Übers Wochenende spielen die Schweizer gegen Schweden (Samstagabend, 20.15 Uhr) und Russland (Sonntagabend, 20.15 Uhr).

rolf bichsel / keystone-sda



Vor einem Jahr in Kopenhagen war es ähnlich. Auch damals legten die Schweizer mit Siegen gegen Österreich (3:2 n.V.), die Slowakei (2:0) und Weissrussland (5:3) und einer knappen Niederlage gegen Tschechien (4:5 n.P.) die Basis zum Weiterkommen in den ersten vier Spielen. Auch damals folgte ein Wochenende mit Partien gegen Schweden und Russland, im Vergleich zu heuer einfach in umgekehrter Reihenfolge. In Kopenhagen verlor die Schweiz 3:4 gegen Russland und 3:5 gegen Schweden – und stürmte später dennoch in den WM-Final.

Was lernt uns dieser Blick zurück? Die Ergebnisse dieses Wochenendes sind zweitrangig, ja fast unbedeutend. Natürlich geht es darum, die eigene Leistungsfähigkeit gegen stärkstmögliche Gegner zu prüfen. Mit weiteren Siegen würde eine Topklassierung nach der Vorrunde und womöglich ein leichterer Viertelfinalgegner winken. Aber um alles oder nichts wird es für das Schweizer Team erst nächsten Donnerstag in den Viertelfinals gehen.

Das läuft am spielfreien Tag:

Nach den famosen Leistungen gegen Italien (9:0), Lettland (3:1), Österreich (4:0) und Norwegen (4:1) und den historisch wenigen Gegentreffern sind die Schweizer selber gespannt darauf, wie sich die Spiele gegen Weltmeister Schweden und die überragend besetzten Russen entwickeln werden. «Wir wollen hinten weiter gut stehen», sagt Nationalcoach Patrick Fischer, «aber alles wird schwieriger. Es wird schwieriger, sich Chancen zu erarbeiten. Und auch das Verteidigen wird komplizierter.»

Schlechte Bilanz gegen Top-Nationen

Dennoch blickt Fischer den beiden Spielen mit Zuversicht entgegen. «In den letzten zwei Jahren lagen unsere Chancen gegen die Grossen etwa bei 50:50», so Fischer. «Wir wissen, wie wir die Grossen schlagen können, und wir wissen, was wir uns gegen sie nicht leisten dürfen.»

Dem Fakten-Check hält diese 50:50-Aussage Fischers nicht stand: Den beiden Siegen an der letzten Weltmeisterschaft im Viertelfinal gegen Finnland (3:2) und im Halbfinal gegen Kanada (3:2) stehen an Titelkämpfen (Winterspiele und WM) gegen die Top-6-Nationen Schweden, Russland, Kanada, Finnland, Tschechien und die USA sechs Niederlagen gegenüber. Und von den sieben Testspielen gegen die Top 6 der Welt in den letzten zwei Saisons gingen alle verloren.

epa07558636 Switzerland's head coach Patrick Fischer (2-L) leads his team's training session for the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, 09 May 2019. The IIHF Ice Hockey World Championship 2019 will take place in Slovakia from 10 May until 26 May 2019.  EPA/MELANIE DUCHENE

Patrick Fischer verpasst seinen Jungs im Training den letzten Schliff für die kommenden Aufgaben. Bild: EPA/KEYSTONE

Der grossen Schweizer Zuversicht tut dies keinen Abbruch: «Die Saison dauert noch maximal acht bis zehn Tage. Es ist für uns Hockeyaner die schönste Zeit des Jahres. Wir verfügen hier in der Slowakei über eine coole Truppe. Wir wachsen als Team seit dem ersten Spiel. Und die Gruppe zieht uns alle weiter vorwärts», sagt Tristan Scherwey vom Schweizer Meister SC Bern. Mit dem Spiel gegen Schweden beginne nicht ein anderes Turnier. Scherwey: «Aber wir können jetzt beweisen, dass wir auch für Spiele gegen diese starken Gegner gemacht sind.»

Das WhatsApp von Niederreiter

Den nächsten «Boost» erhielten die Schweizer am Freitag beim Frühstück: Nino Niederreiter kommt! Unmittelbar nach Carolinas Ausscheiden aus den Stanley-Cup-Playoffs verschickte Patrick Fischer eine WhatsApp-Nachricht an Niederreiter.

Der Topstürmer antwortete umgehend – und signalisierte die Bereitschaft, so schnell wie möglich nach Bratislava zu kommen. Spätestens am Montag soll Niederreiter in der Slowakei sein, bis dann sollten auch die administrativen Fragen wie Carolinas Freigabe und der Abschluss der Versicherung geklärt sein.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hunnam 18.05.2019 12:59
    Highlight Highlight El Niño könnte das letzte Puzzlestück sein.
    Wenn aus Träumen Hoffnungen werden und aus Hoffnungen Realität, dann können grosse Dinge enstehen.
    Hopp Schwiiz!
  • GhettoGünther 18.05.2019 11:02
    Highlight Highlight Dann fehlt nur noch Meier um ein noch größeres Feuerwerk zu zünden💪
  • Balfur 18.05.2019 10:46
    Highlight Highlight Bin gespannt wie das heute gegen Schweden aussehen wird, in der Defensive fand ich das teilweise schon ein wenig chaotisch bei den Schweizern. Obwohl dies vermutlich auch etwas mit dem jeweiligen Spielverlauf zu tun hatte. Hat jemand eine Idee in welcher Linie Niederreiter gegen Tschechien spielen könnte/sollte?
    • SD1980 18.05.2019 20:10
      Highlight Highlight Ich wär für Kevin, Nico und Nino

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