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FILE - In this June 22, 2021, file photo, Montreal Canadiens center Jesperi Kotkaniemi (15) celebrates his goal against the Vegas Golden Knights during the first period in Game 5 of an NHL hockey Stanley Cup semifinal playoff series in Las Vegas. The Carolina Hurricanes have tendered an offer sheet to Canadiens restricted free agent Kotkaniemi. It's a one-year deal worth $6.1 million. The Canadiens have seven days to match or receive a first- and a third-round pick as compensation. (AP Photo/John Locher, File)

Hat Jesperi Kotkaniemi sein letztes Spiel für Montreal gespielt? Bild: keystone

Carolina bietet Montreal-Youngster Millionenvertrag an – als reine Retourkutsche

Die Carolina Hurricanes haben Montreals Jesperi Kotkaniemi eine Offer Sheet gemacht – eine Retourkutsche für eine ähnliche Situation vor zwei Jahren. Der Spass könnte das Team von Nino Niederreiter allerdings noch teuer zu stehen kommen.



Manchmal können es sich auch NHL-General Manager und Teambesitzer nicht verkneifen, nachtragend zu sein. Jüngstes Beispiel: Don Waddell und Tom Dundon, GM und Besitzer der Carolina Hurricanes.

Doch um zu verstehen, was passiert ist, müssen wir kurz am Rad der Zeit drehen. Am 1. Juli 2019 stecken die Carolina Hurricanes in den Verhandlungen mit ihrem Free Agent Sebastian Aho, da machen die Montreal Canadiens dem Finnen eine Offer Sheet.

Was ist eine «Offer Sheet»?

Eine «Offer Sheet» ist eigentlich ein ganz normaler Vertrag. Mit der kleinen Ausnahme, dass man es einem Spieler eines anderen Teams anbietet. Der Spieler darf dann entscheiden, ob er den Vertrag ablehnt oder annimmt.

Nimmt der Spieler den Vertrag an, hat sein aktuelles Team sieben Tage Zeit, die eigene Offerte dem gegnerischen Angebot anzupassen. Tut es das, bleibt der Spieler. Tut es das nicht, wechselt der Spieler zu seinem neuen Team.

Natürlich hatte die Offer Sheet von damals keine Auswirkungen. Die Hurricanes waren mühelos in der Lage, das 8,454-Millionen-Angebot der Canadiens zu egalisieren. Doch wie wenig man in Carolina damals über das Vorgehen Montreals erfreut war, zeigt sich jetzt zwei Jahre später.

Denn nun haben die «Canes» ihrerseits eine Offer Sheet gemacht – an Canadiens-Youngster Jesperi Kotkaniemi. Die Vermutung, dass dies bloss passierte, um dem NHL-Rekordmeister eins auszuwischen ist naheliegend, denn:

Und wem das alles noch nicht Beweis genug ist, der darf gerne die Statements der zwei Teams nach den jeweiligen Offer Sheets vergleichen. Vor zwei Jahren sagte Canadiens-GM Marc Bergevin:

«Sebastian Aho hat unsere Offerte akzeptiert. Er will nach Montreal kommen. Er sieht unsere jungen Spieler in der Organisation und will Teil davon sein. Wir sind stolz, aber noch gilt es abzuwarten.»

Marc Bergevin, 2019

Nun lässt sich Hurricanes-GM Don Waddell wie folgt zitieren:

«Jesperi Kotkaniemi hat unsere Offerte akzeptiert. Er will nach Carolina kommen. Er sieht den Kern, den wir aufgebaut haben und will Teil davon sein. Wir sind stolz, aber noch gilt es abzuwarten.»

Don Waddell, 2021

Tatsächlich haben die Canadiens jetzt noch bis am 4. September Zeit, auf die Offer Sheet zu reagieren. Lassen sie das bleiben und gleichen die Offerte nicht an, wechselt der 21-jährige Kotkaniemi tatsächlich zu den Carolina Hurricanes, wo er 6,1 Millionen US-Dollar im Jahr verdienen würde. Im Gegenzug würde Montreal den Erst- und Drittrunden-Draftpick der Hurricanes im nächsten Sommer erhalten.

Vielleicht wäre dieser Deal gar nicht so schlecht für die Canadiens. Einerseits ist keineswegs gesichert, dass Carolina nächstes Jahr auch in den Playoffs steht, was bedeuten würde, dass der Erstrunden-Pick höchst wertvoll sein könnte. Andererseits ist Kotkaniemi noch bei Weitem keine 6,1 Millionen Wert (62 Skorerpunkte in 171 Spielen für Montreal).

Es scheint nicht unrealistisch, dass sich Montreal bei den aktuellen Cap-Problemen tatsächlich vom Finnen verabschiedet und Carolina dann wegen einer Retourkutsche auf einem zu teuren Vertrag festsitzt.

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