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Der Goalgetter des EV Zug lädt uns zu sich ein.
Der Goalgetter des EV Zug lädt uns zu sich ein.bild: ch media

Eishockey-Stars zeigen ihr Zuhause – so lebt Knipser Grégory Hofmann

Vor der Heim-WM 2020 schauen wir bei den Eishockey-Stars in ihren vier Wänden vorbei. Den Anfang macht EVZ-Stürmer Grégory Hofmann, der in Steinhausen wohnt.
12.12.2019, 09:4912.12.2019, 16:06
Martina Baltisberger / CH Media

Bald ist Weihnachten. Das erkennt spätestens, wer zuhause bei Grégory Hofmann empfangen wird. In der Ecke stehen zwei Rentiere. Ein Adventskranz ist prominent auf dem Esstisch platziert. Zuckerstangen, Weihnachts- und Schneemänner zieren das Bücherregal. Und auch der Christbaum ist bereits auf dem Balkon.

Hofmann lebt seit diesem Sommer mit seiner Freundin in Steinhausen, einem (schwungvollen) Steinwurf von der Arena seines Arbeitgebers EV Zug entfernt. Er hat sich auch neben dem Eis bestens eingelebt.

Grégory Hofmann über seinen Alltag

«Jessica liebt die Adventszeit. Sie dekoriert unser Zuhause immer passend zur Jahreszeit. Wir leben zu dritt – zusammen mit unserem einjährigen Cavalier King Charles ­Spaniel Mia. Wenn das Wetter stimmt, kann ich mit dem ­E-Bike ins Training gehen. Ich kenne die Stadt Zug noch nicht so gut, da ich meine Freizeit oft hier zuhause verbringe. Regeneration ist wichtig – vor allem wenn man fast an jedem zweiten oder ­dritten Tag einen Ernstkampf bestreitet. Wir gehen oft mit dem Hund spazieren, oder ich nutze die freie Zeit, um zu ­kochen oder zu schlafen.»

Der Rummel um seine Person hat Hofmann auch nach Zug begleitet. Er nimmt ihn gelassen. Und versucht, für die Fans so nahbar wie möglich zu sein. Hofmann hat bereits früh erkannt, wie man ein Leben als Profi zu führen hat.

Seine Karriere begann der gebürtige Bieler beim HC Ambri-Piotta. Als 19-Jähriger wechselte er mit dem Ruf des grossen Talentes nach Davos, um sich von Arno del Curto schleifen zu lassen. Drei Saisons später zog es ihn wieder ins Tessin – dieses Mal zum HC Lugano. Heimweh kennt der Romand nicht. Hofmann spricht neben Französisch auch fliessend Italienisch und Schweizerdeutsch.

Grégory Hofmann über seine Heimat

«Es ist schwierig, zu sagen, wo ich mich am meisten zuhause fühle. Vermutlich im Tessin. Meine besten Freunde kommen von dort. Mein Vater und mein kleiner Bruder leben ebenfalls im Tessin, zudem hat auch meine Freundin ihre Familie in diesem Kanton. Ich ging schon als 14-Jähriger ins Tessin, um Italienisch zu lernen. Aber auch, um mein grosses Ziel zu erreichen: Hockey-­Profi zu werden. Ich habe rasch realisiert, dass es klappen könnte. Und ich habe früh gelernt, was es heisst, Profi zu sein.»

Nach dem Besuch zuhause geht es weiter ins Training des EVZ. Der 27-Jährige ist präsent und konzentriert. Er ist schnell, schiesst hart und präzis. 17 Tore resultierten in dieser Saison bislang – in nur 25 Spielen. Zwischendurch lässt er einen denken, er sei der Stürmer, der immer trifft. So konstant jedenfalls, dass es rund um ihn stets auch um den Schweizer Tor-Rekord von Peter Jaks (39 Treffer) geht. Kann das zur Belastung werden?

Grégory Hofmann über seinen Torhunger

«Rekorde sind wichtig. Aber ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel über die 40-Tore-Marke nachdenke und die Arbeit vernachlässige. Es gibt immer solche Phasen, in denen ich mehr Tore schiesse. Aber ich muss gleichzeitig auch mit den anderen Situationen klarkommen, wenn in zwei, drei Partien keine Pucks ins Tor gehen. Geholfen hat mir, dass ich von ­Anfang an sehr viel Vertrauen von der Mannschaft und dem Coaching Staff erhalten habe. Ich kenne mein Potenzial und möchte stets ein höheres Level erreichen. Aber es ist nicht einfach, mit dem Druck umzugehen. Fans und Medien haben mehr vom EV Zug erwartet zu Beginn der Saison. Nun konnten wir uns aber steigern und kommen immer besser in Fahrt.»
Hofmann will auch an der WM 2020 brillieren.
Hofmann will auch an der WM 2020 brillieren.Bild: KEYSTONE

Wenn seine Kollegen des Schweizer Nationalteams heute Abend gegen Norwegen ihr nächstes Testspiel absolvieren, um vor der Heim-WM Schwung aufzunehmen, fiebert Hofmann aus der Ferne mit. Er hat von ­Nationaltrainer Patrick Fischer nach hektischen Wochen eine Pause erhalten. Doch natürlich hat die WM im eigenen Land bereits jetzt einen festen Platz in Hofmanns Gedanken. Es wäre seine vierte persönliche. Acht Tore in 25 WM-Partien stehen bisher in der Bilanz.

Grégory Hofmann über die Heim-WM

«Man erhält als ­Profi nicht oft die Möglichkeit, zuhause an einer WM teilzunehmen. Ich möchte unbedingt dabei sein. Ich werde alles dafür tun, ein Teil der Mannschaft zu werden und dann eine gute WM zu zeigen. Es ist schliesslich eine Ehre, die Nationalmannschaft repräsentieren zu dürfen.»
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