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Vor ausverkauften Haus laeuft der Berner Torhueter Marco Buehrer zum Spiel des SCBs  gegen den EHC Biel ein, im Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A  am Samstag, 13. September 2014 in der PostFinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Auftritt: Bührer. Bild: KEYSTONE

Gerüchte um Zuzug von Nolan Schaefer

Eismeister Zaugg

Marco Bührer, der «Lego-Goalie» – bekommt er beim SC Bern bald einen neuen Spielkameraden?

Das Gerücht, der SCB wolle Nolan Schaefer (35) als zweiten Torhüter neben Marco Bührer verpflichten, will einfach nicht verstummen. Das erste SCB- Goalietheater seit dem Wiederaufstieg von 1986 ist nicht mehr auszuschliessen.



Kein anderes Hockeyunternehmen in Europa hatte in den letzten 25 Jahren so wenig Probleme auf der Goalie-Position wie der SCB. Zwischen 1987 und 2001 hat Renato Tosio sämtliche Meisterschaftspartien bestritten und der Nummer 2 nie einen Einsatz gegönnt. Seither ist Marco Bührer die Nummer 1 im Berner Tor.

Wenn Trainer Guy Boucher tatsächlich durchsetzt, dass Nolan Schaefer (34) verpflichtet wird, dann bricht beim SCB ein neues Zeitalter an. Zwei gleichwertige Goalies hat es in der neueren Klubgeschichte noch nie gegeben. René Kiener, Jürg Jäggi, Edgar Grubauer, Renato Tosio, Marco Büher – das sind die wichtigen NLA-Goalies seit 1955. Fünf grosse Torhüter in 60 Jahren.

Die Berner Beat Gerber und Goalie Marco Buehrer geschlagen zum 0:2 beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem Lausanne HC am Freitag, 24. Januar 2014, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Spektakulär versucht Bührer, einen Puck auf dem Weg ins Tor zu stoppen. Bild: KEYSTONE

Kritik am Goalie ist in Bern tabu – aber berechtigt

Zur Kultur des SC Bern gehört das Unfehlbarkeitsdogma der Goalies. Die Maskenmänner werden verehrt, ihre Autorität ist unbestritten und die Schultheissen (Regierungschefs) und sonstigen gnädigen Herren im alten Bern wurden stärker kritisiert als ein SCB-Goalie. Eine Nummer 1 mit einem starken Ersatzmann herauszufordern ist ebenso tabu wie Kritik am Torhüter. So gesehen wäre die Verpflichtung eines starken zweiten Torhüters ein Hinweis darauf, dass die Kritik an Marco Bührer in der letzten und am Anfang dieser Saison doch berechtigt war.

Marco Bührer hat trotz den Titelgewinnen von 2004, 2010 und 2013 von allen bisherigen SCB-Schlussmännern am wenigsten Charisma. Deshalb merkt es kaum jemand, dass er als Meistergoalie seit 2006 nie mehr ein Thema für die WM war.

Wieso Bührer ein «Lego-Goalie» ist

Marco Bührer ist kein moderner, dominierender Schlussmann wie Reto Berra oder Tobias Stephan. Er ist ein überaus anpassungsfähiger «Lego-Goalie». Wenn die SCB-Defensive gut organisiert ist, dann passt er sich wie ein Legostein in diese Defensivorganisation ein und wehrt über 90 Prozent der Schüsse ab. Aber sobald die Verteidigung aus den Fugen gerät, hat Marco Bührer ein Problem und seine Fangquote sinkt unter 90 Prozent. Er ist kein Torhüter, der eine taktisch unordentliche Mannschaft im Alleingang aus einer Krise heraushexen kann. Das hat sich letzte Saison gezeigt. Aber er ist der perfekte Goalie, wenn es ordentlich läuft. Deshalb gilt: Sage mir, wie Marco Bührer spielt und ich sage Dir, wie es um den SCB steht.

Nach der letzten Saison hätte es Sinn gemacht, Marco Bührer mit einer starken Nummer 2 herauszufordern und einen Goalie wie Nolan Schaefer zu verpflichten. Aber jetzt ist diese Notwendigkeit nicht mehr gegeben. Der SCB hat inzwischen inkl. Cup neunmal hintereinander gewonnen und der Torhüter ist kein Thema mehr. Es ist sowieso fraglich, ob Nolan Schaefer besser ist als Marco Bührer. Wahrscheinlich ist er nicht einmal gleich gut. Der kanadische-schweizerische Doppelbürger hat sich zwar in den letzten drei Saisons in Ambri bewährt. Aber im Vergleich zum SC Bern lebt ein Torhüter in Ambri auf einer Ponyranch.

Luganos Jacob Mcflikier, links, und Ambri-Goalie Nolan Schaefer, rechts, liefern sich einen Boxkampf, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Ambri-Piotta, am Freitag, 17. Januar 2014, in der Resega Halle in Lugano. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Wenn's sein muss, ist Goalie Schaefer (rechts) auch ein Mann fürs Grobe. Hier vermöbelt er im Tessiner Derby den Luganesi Jacob Mcflikier. Bild: KEYSTONE

Das ZSC-Erfolgsmodell Sulander

SCB-Sportchef Sven Leuenberger wird sich allerdings so oder so intensiv mit der Torhüterfrage auseinandersetzen müssen. Marco Bührers Vertrag läuft 2016 aus. Wer kann sein Nachfolger werden? Leonardo Genoni wäre die perfekte Lösung – doch Arno Del Curto sagt, Genoni bleibe bis 2017 in Davos. Jonas Hiller und Reto Berra kehren voraussichtlich 2016 noch nicht in die Schweiz zurück. Tobias Stephan hat in Zug einen Vertrag bis 2017.

Grosse Torhüter gehören zur Kultur und zum Selbstverständnis des SC Bern. Das Bayern München des Eishockeys ist mit einem Lottergoalie so wenig vorstellbar wie George Clooney ohne Frauengeschichten. Aber vieles spricht dafür, dass auf dem Schweizer Markt der charismatische Goalie nicht zu finden sein wird, der den hohen SCB-Ansprächen gerecht wird. SCB-Sportchef Sven Leuenberger wird sich wohl schon bald über die Verpflichtung eines grossen ausländischen Torhüters Gedanken machen. Das Beispiel der ZSC Lions mit Ari Sulander zeigt, dass ein ausländischer Goalie eine gute Lösung sein kann.

Ari Sulander of Swiss team ZSC Lions lifts the trophy after winning the Ice Hockey Champions League final match against Metallurg Magnitogorsk in Rapperswil, Switzerland, pictured on January 28, 2009. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Torhueter Ari Sulander vom schweizerischen ZSC Lions Team hebt den

«The Rock»: ZSC-Ikone Ari Sulander stemmt den Champions-League-Pokal in die Höhe. Bild: KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wagner 06.11.2014 19:51
    Highlight Highlight Die Berner...tztztz, anstelle auf einen Jungen Torhüter zu setzten kauft man sich schnell Schäfer! Man setzt bei Bern halt immer noch auf den kurzfristigen Erfolg, glaub ja keiner das Schäfer länger bleibt. Mit viel Geld wird der Erfolg gekauft ... Charakter hat diese Manschaft schon lange nicht mehr, zusammen gekaufter Haufen mit null Identität ... wäre ich SCB Fan müsste ich kotzen und das jeden Tag! Zum glück bin ich es nicht! Sie werden die Quitung erhalten, frühestens im 1/4 Final, wenn der HCL, das Altersheim SCB, mit jungen hungrigen eigengewächsen, aus den Playoffs kickt!
    • Wayne99 07.11.2014 19:42
      Highlight Highlight Was bist den du für ein Frustrierter Depp?! HCL und eigengewächs?????! Ist ja wohl der grösste Witz aller Zeiten. Etwa so wie wenn Wagner ein Linker war!! Armer Tropf......
  • BOSELLI 06.11.2014 17:32
    Highlight Highlight Chloisu hat halt top Infoquellen.....
  • subreena 06.11.2014 12:11
    Highlight Highlight Mich würde wundernehmen, wie viele Artikel Zaugg zu diesem Thema schon vorgeschrieben hat... Das Gerücht geistert ja nicht erst seit heute in den Medien rum und würde auch, zumindest zu Beginn, eine wundervolle Plattform für Polemik, Lotter-irgendwas und Operetten-sonstwas bieten.
    Denke nur, das Thema wäre schnell erschöpft. Bührer ist kein Aebi. Der wird damit nicht so viele Probleme haben wie Zaugg hofft :)
  • BOSELLI 06.11.2014 10:59
    Highlight Highlight Ein Zeichen dass Boucher das Zepterin der Hand hat!
  • Kari Metzger 06.11.2014 10:07
    Highlight Highlight Können Sie einmal für die junge Generation darlegen, wie der "grosse" SCB 1986 aufgestiegen ist?
    • Fossinov 06.11.2014 12:17
      Highlight Highlight Herr Metzger ich übernehme das:
      Der vierte und bis heute letzte Aufenthalt in der NLB endete 1986, als sich der EHC Arosa freiwillig in die 1. Liga zurückzog. Als Folge stieg der SCB am grünen Tisch in die NLA auf. Die sportliche Qualifikation war zuvor gegen den EHC Chur im NLB-Playoff-Final knapp verpasst worden.
      Alle NLA Vereine haben entschieden dass der Finalverlierer aufsteigt. War nun halt der SC Bern. Pech für Sie. Wäre ein anderer Verein im Final gewesen wäre dieser aufgestiegen.
  • dave1771 06.11.2014 09:25
    Highlight Highlight Ist der gute Mann nicht erst 34?
  • Staal 06.11.2014 09:21
    Highlight Highlight Es wird Zeit für den Gitterkonfirmant zu gehen. Er war nie der große Goalie wie einst Grubauer oder Tosio. Die Titel wurden mit ihm geholt, weniger Dank ihm
    • Wayne99 06.11.2014 17:18
      Highlight Highlight Du hast so was von recht! Und 2012 haben wir sogar wegen Bührer den Titel verloren! Das wäre einem Kiener, Jäggi oder Tosio nie passiert!

72-Millionen-Vertrag! Roman Josi ist definitiv zum Roger Federer des Eishockeys geworden

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