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Bei einem guten Trade: Mark Streit könnte als erster Schweizer Feldspieler NHL-Champion werden.<br data-editable="remove">
Bei einem guten Trade: Mark Streit könnte als erster Schweizer Feldspieler NHL-Champion werden.
Bild: Zuma/Cal Sport
Eismeister Zaugg

Verpasst Philadelphia die Playoffs, kann Mark Streit Stanley-Cup-Sieger werden

Eine ganz besondere Vertragsklausel kann Mark Streit (38) im Frühjahr den Stanley Cup bescheren. Es hilft halt schon, wenn man mit einem der einflussreichsten Agenten der NHL befreundet ist.
24.01.2016, 14:41

Mark Streit ist der bestverdienende Schweizer Eishockeyspieler aller Zeiten. Er kassiert diese Saison bei den Philadelphia Flyers 5,75 Millionen Dollar. Sein Vertrag läuft noch ein weiteres Jahr und nächste Saison kassiert er immer noch 4,00 Millionen Dollar.

Den Kontrakt hat ihm Pat Brisson (50) ausgehandelt. Der Franco-Kanadier ist einer der einflussreichsten NHL-Agenten mit Stars wie Sidney Crosby, Patrick Kane, Jonathan Toews oder Anze Kopitar im Portefeuille. Die «Hockey News» zählt ihn zu den 100 wichtigsten Persönlichkeiten der NHL. Ex-Nati-Spieler Doug Honegger hat Pat Brisson seinem Kumpel Mark Streit vermittelt und inzwischen sind alle drei gute Freunde.

Pat Brisson, der Agent von Mark Streit<br data-editable="remove">
Pat Brisson, der Agent von Mark Streit
bild: Getty images north america

Die Philadelphia Flyers müssen um die Playoffs zittern. Aber für unseren ehemaligen Nationalmannschafts-Captain könnte das Verpassen der Playoffs nach mehr als 700 NHL-Partien als erstem Schweizer Feldspieler den Stanley Cup bescheren. Pat Brisson hat nämlich eine überaus interessante Klausel in den Vertrag eingebaut.

Oft kann sich ein Spieler nicht gegen einen Transfer – meistens ist es ein Tauschgeschäft – wehren. Die General Managers wehren sich so gut es geht gegen eine sogenannte «No Trade-Klausel» im Vertrag. Sie schränkt ihren Handlungsspielraum ein. Denn der Vertrags-Passus untersagt dem Klub, den Spieler ohne dessen Einverständnis zu transferieren. Immerhin haben heute gut die Hälfte der Spieler eine Transferbeschränkung im Vertrag.

Streit kann nur zu 10 Teams getradet werden

Zeichnet sich ab, dass Philadelphia die Playoffs nicht schafft, dann ist Mark Streit Kandidat Nummer 1 für ein Tauschgeschäft. Die Frist für Wechsel läuft am 29. Februar ab. Teure Spieler, die ihre Zukunft hinter sich haben, aber mit ihrer Erfahrung und Klasse nach wie vor die Differenz machen können, werden oft von Lotterteams, welche die Playoffs verpassen, im letzten Moment zu Stanley-Cup-Kandidaten transferiert.

Mark Streit hatte in Philadelphia noch nicht allzu viel zu jubeln.<br data-editable="remove">
Mark Streit hatte in Philadelphia noch nicht allzu viel zu jubeln.
Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

So wird ein Neuaufbau einfacher: ein hohes Salär verschwindet aus der Buchhaltung. Das ist wegen der Salärbegrenzung («Salary Cap») wichtig. Mark Streit ist als Powerplay-Spezialist exakt so ein Spieler, der womöglich ein entscheidendes Teilchen für ein Stanley-Cup-Puzzle sein kann.

Aber Philadelphia kann Mark Streit nicht einfach zu irgendeinem Team transferieren. Der Schweizer hat eine ganz besondere, geheime Transfereinschränkung im Vertrag. Philadelphia darf ihn nur zu zehn Teams transferieren: Zu Anaheim, Los Angeles, San José, Boston, Tampa, Florida, Montréal, Vancouver, Chicago und zu den New York Rangers.

Macht es Streit wie Timonen?

Nicht alle, aber die meisten davon gelten als heisse Stanley-Cup-Kandidaten. Und es sind ja durchwegs attraktive Arbeitsorte an denen sich sicherlich auch Mark Streits schöne Freundin Fabienne Kropf wohlfühlen wird. Das Model mit abgeschlossenem Studium arbeitet in der Kommunikations-Abteilung von Swiss Ski und ihre Saison wird gerade rechtzeitig zu Ende sein, um für die Playoffs nach Nordamerika zu reisen.

Mark Streits Teamkollege Kimmo Timonen (39) bescherte letzte Saison das Glück eines späten Transfers den Stanley-Cup-Sieg. Philadelphia, ohne Chancen auf die Playoffs, transferierte ihn kurz vor Torschluss samt seinem Vertrag im Wert von 2,0 Millionen Dollar zu Chicago. Er hatte zuvor in dieser Saison wegen einer Verletzung kein einziges Spiel bestritten.

Kimmo Timonen mit dem Stanley Cup.<br data-editable="remove">
Kimmo Timonen mit dem Stanley Cup.
Bild: Nam Y. Huh/AP/KEYSTONE

Bei Chicago war der Finne zwar eine spielerische Nullnummer mit wenig Eiszeit (in 34 Partien kein Skorerpunkt) – aber er stemmte am Ende der Saison zum Karriere-Schluss nach mehr als 1200 NHL-Spielen doch noch zum ersten und einzigen Mal den Stanley Cup in die Höhe.

Schweizer Meilensteine in der NHL

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