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National League: Der Modus für nächste Saison steht

Der EHC Kloten will möglichst in diesem Jahr schon aufsteigen – ohne Liga-Qualifikation.
Der EHC Kloten will möglichst in diesem Jahr schon aufsteigen – ohne Liga-Qualifikation.bild: imago-images.de
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Der Modus für nächste Saison steht – aber Zoff um die Liga-Qualifikation

Die Klubs der National League haben sich für den Fall einer 14er-Liga auf einen Modus für nächste Saison geeinigt. Aber wie soll die Liga-Qualifikation gespielt werden?
31.03.2022, 07:5131.03.2022, 12:39

Oben bleibt alles so wie bisher: Sechs Teams direkt in den Playoffs, dann von Rang 7 bis 10 die Pre-Playoffs. Aber nun wird im Unterschied zu dieser Saison und zur letzten Saison wieder um einen Auf-/Abstieg gespielt. Für die Plätze 11 und 12 wird die Saison nach der Qualifikation beendet sein. Der 13. und der 14. tragen den Playout-Final (Best of Seven) aus und der Verlierer muss gegen den Sieger der Swiss League antreten. Sofern dieser Sieger die Aufstiegsberechtigung hat. Davon kann ausgegangen werden: Entweder Kloten oder Olten und dazu La Chaux-de-Fonds und Visp wollen im Frühjahr 2023 nach oben.

Olten will über kurz oder lang in die National League.
Olten will über kurz oder lang in die National League.bild: imago-images.de

Ein Modus, der rockt und rollt und bis zum Schluss Spannung und Dramatik garantiert. Das Problem: Die National League beharrt auf einer Liga-Qualifikation mit sechs Ausländern (bei einer 14er-Liga sind nächste Saison sechs Ausländer erlaubt). Da die Swiss League nur mit zwei Ausländern spielt, wird eine Liga-Qualifikation so zu einer Farce: Es wird für den Sieger der Swiss League nicht machbar sein, sich zu einem vernünftigen Preis für die Liga-Qualifikation mit vier zusätzlichen Ausländern zu verstärken. Mit sechs Ausländern wird die Liga-Qualifikation zur Farce.

Nun sind die National League und die Swiss League zum ersten Mal als zwei juristisch getrennte Organisationen voneinander unabhängig. Die Frage ist, ob die Meinungsmacher der Swiss League (Oltens Präsident Marc Thommen und Langenthals Vorsitzender Gian Kämpf) endlich einmal in Verhandlungen im Interesse der Liga Rückgrat zeigen und nicht gleich einknicken.

Die Swiss League hat nämlich eine starke Position: Im TV-Vertrag der National League ist auch die Liga-Qualifikation enthalten. Die Welt geht zwar nicht unter, wenn diese Liga-Qualifikation entfällt. Das wäre zu verschmerzen. Aber ohne Auf- und Abstieg verlottert die Qualifikation in der National League spätestens ab Januar: Bei 14 Teams ist abzusehen, dass bereits zu diesem Zeitpunkt drei nur noch theoretische Chancen auf die Pre-Playoffs haben. Dann geht es für mehrere Hinterbänkler um nichts mehr. Mit entsprechenden Folgen für die Medienpräsenz, die Zuschauerzahlen und die Leistungskultur. Die SCL Tigers sind in zwei Saisons ohne Abstieg sportlich verlottert und befinden sich sportlich in einem so besorgniserregenden Zustand wie nie mehr seit dem Abstieg von 2013.

Die Swiss League kann sich auf den Standpunkt stellen: Sechs Ausländer in der Liga-Qualifikation? Machen wir nicht. Entweder zwei oder höchstens drei Ausländer – oder es gibt keine Liga-Qualifikation. Wir spielen unseren Meister aus und verzichten für ein Jahr auf den Aufstieg. Eine harte Haltung und allenfalls ein Jahr ohne Aufstieg lohnt sich, wenn es gelingt, vernünftige und faire Bedingungen für die Liga-Qualifikation auszuhandeln.

Antonio Rizzello und die Mannschaft von Rapperswil jubeln mit dem Pokal nach dem fuenften Playoff-Finalspiel der Eishockey Swiss League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Olten, am Fre ...
2018 gewannen die Lakers die Liga-Qualifikation gegen Kloten.Bild: KEYSTONE

Es ist ein Pokerspiel. Das realistische Mindestziel für die Swiss League muss ein Kompromiss mit vier Ausländern sein. Mit Rückgrat und Verhandlungsgeschick ist sogar eine Liga-Qualifikation mit zwei oder drei Ausländern möglich. Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn der Modus spätestens dann klar ist, wenn der Saisonkarten-Verkauf beginnt.

Ohnehin wäre eine grössere Durchlässigkeit zwischen den beiden höchsten Ligen im Interesse aller. Der ideale Modus: Der 14. und letzte steigt direkt ab und wird durch den Sieger der Swiss League ersetzt. Für den 11. ist die Saison zu Ende. Der 12. und 13. spielen den Playout-Final und der Verlierer spielt eine Liga-Qualifikation gegen den Final-Verlierer der Swiss League. Aber das ist bei der aktuellen hockeypolitischen Situation Utopie.

Dabei lehrt uns die Geschichte, dass ein Abstieg keine Katastrophe sein muss, sondern eine Erfrischungskur sein kann. Zuletzt haben sich die SCL Tigers und die Rapperswil-Jona Lakers mit einer «Ehrenrunde» in der Swiss League sportlich und wirtschaftlich saniert.

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quelle: keystone / gian ehrenzeller
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