Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Football Soccer - Euro 2016 - Wales Training - Stade Bollaert-Delelis, Lens, France - 15/6/16 -  Gareth Bale during Wales training session.  REUTERS/Carl Recine

Dieser kleine Frechdachs: Gareth Bale provoziert die Engländer im Vorfeld der Partie. Bild: CARL RECINE/REUTERS

Bale provoziert vor dem wichtigsten Duell in 137 Jahren: «Kein Engländer hätte in unserem Team Platz»

Das kleine Wales kann in der Gruppe B den bereits entscheidenden Schritt in die Achtelfinals machen. Dazu brauchen die Waliser am Donnerstag in Lens einen Sieg gegen ihren Nachbarn aus England.



Schon 101 Mal standen sich England und Wales in Länderspielen gegenüber, aber so wichtig wie die Partie in Lens (Spielbeginn 15.00 Uhr) war in den letzten 137 Jahren noch keine. Erstmals treffen die beiden britischen Teilverbände an einem grossen Turnier aufeinander, was im Vorfeld zu teils bissigen Provokationen führte.

11.06.2016; Marseille; Fussball Euro 2016 - England - Russland; Trainer Roy Hodgson (ENG) (Massimo Insabato/Insidefoto/freshfocus)

Provokationen der Waliser findet Roy Hodgson nicht wirklich spassig.
Bild: Massimo Insabato/freshfocus

An vorderster Front goss der walisische Starstürmer Gareth Bale Öl ins Feuer. Auf die Frage, wie viele englische Spieler Platz in seinem Team hätten, antwortete er: «Keiner!» Die Aussage mag ziemlich vollmundig tönen, Englands Nationalcoach Roy Hodgson empfand sie gar als respektlos, aber die Waliser möchten endlich einmal aus dem Schatten ihres grossen Bruders treten. Da haben offensichtlich auch Sticheleien ihren Platz.

Bale schiesst sich schon mal für England warm.

Im Rugby, ihrem noch immer wahren Nationalsport, konnten die Waliser gegen England immer wieder empfindliche Nadelstiche setzen, doch im Fussball waren sie bis anhin der krasse Underdog. Allein die Bilanz der direkten Begegnungen spricht Bände. 14:66 lautet das Sieg-Verhältnis aus walisischer Sicht. Der letzte Erfolg liegt 32 Jahre zurück, und von den bisher 10 Qualifikationsspielen für Welt- und Europameisterschaften gewann Wales kein einziges, verlor aber neun Mal.

Rekrutierung mittels Ahnenforschung

Was die Waliser gerne verschweigen: Nicht weniger als neun Spielers ihres Kaders sind in England geboren, die meisten von ihnen sprechen kein walisisch und wurden mittels Ahnenforschung rekrutiert. Grossväter in Wrexham oder sonstwo waren da hilfreich. Der frühere Trainer Gary Speed soll immerhin dafür gesorgt haben, dass die «Anglos» zumindest die Nationalhymne in der keltischen Landessprache Cymraeg mitsingen können.

Bild

Die Tabelle der Gruppe B vor der Partie Wales-England.
screenshot: srf

Mit einem Freistosstor hatte Bale am letzten Samstag den 2:1-Sieg gegen die Slowakei eingeleitet, derweil die Engländer gegen Russland in der Nachspielzeit das 1:1 kassierten und sich nach guter Leistung ihrem eigentlich verdienten Lohn beraubt sahen. So geht Wales mit stolzer Brust und als Leader der Gruppe B ins britische Derby.

England bleibt aber der grosse Favorit. Vor allem der mit 30 Jahren älteste Mann im zweitjüngsten Team des Turniers überzeugte, in ungewohnter Rolle. Wayne Rooney lenkte auf halblinker Position im Mittelfeld das Spiel in grossartiger Manier.

Russia's Vasili Berezutski, left, and his teammate Roman Neustadter, right, try to block a shot by England's Wayne Rooney, right, during the Euro 2016 Group B soccer match between England and Russia at the Velodrome stadium in Marseille, France, Saturday, June 11, 2016. (AP Photo/Ariel Schalit)

Mit dem Torerfolg klappte es bei Rooney nicht, trotzdem zeigte der Captain eine starke Partie.
Bild: Ariel Schalit/AP/KEYSTONE

Vor der EM war die Frage gestellt worden, ob Rooney seinen Platz überhaupt noch verdient. Nach dem Match gegen Russland musste sich Hodgson verteidigen, weil er den müde gewordenen Captain in der 77. Minute ausgewechselt hatte. (zap/sda)

Public Viewing mit watson

Lust auf ein Public Viewing in Zürich? watson ist Partner der Veranstaltungen beim Glatten Köbi und der Amboss Rampe. Ein Besuch lohnt sich!

Mach mit beim grossen EM-Tippspiel von watson!

EM 2016: Wichtige Infos zum Fussballturnier in Frankreich

Hier wird gespielt: Die 10 Stadien der Fussball-EM 2016 in Frankreich

Link zum Artikel

Der Spielplan der Fussball-EM 2016 in Frankreich: Die Gruppenphase

Link zum Artikel

So schnitt die Schweizer Fussball-Nati bei ihren bisherigen EM-Auftritten ab

Link zum Artikel

Das Maskottchen der EM 2016 in Frankreich: «Salut, je m'appelle Super Victor!»

Link zum Artikel

«Beau jeu» – der offizielle Ball der EM 2016 verspricht ein schönes Spiel

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Error
Cannot GET /_watsui/filler/

Art on Ice! Diese Beweisfotos zeigen, dass Frankreich – Albanien auf einer Eisfläche stattgefunden hat

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 16.06.2016 12:30
    Highlight Highlight Ist lustig und unterhaltsam, wenn underdogs das grosse uk provozieren. Drücke ihnen beide Daumen.

    wenn die Sticheleien in politischen Nationalismus kippen würden, wär's gar nicht lustig...
    • fuegy 16.06.2016 13:21
      Highlight Highlight ...England und Wales sind beide Teil vom UK mit Schottland und der Rep. Nord Irland, sorry fürs klugschei**en...
      Das ist dort in etwas so wie bei uns der Kantöndligeist und mit britischem Humor zu verstehen. Ich muss Frei nehmen heute Nachmittag, dieses Derby muss ich sehen!
  • Kommt schon gut 16.06.2016 11:28
    Highlight Highlight Ich mag Underdogs! Und wo die geboren sind geht mir am A**** vorbei.
  • Broesmu 16.06.2016 10:38
    Highlight Highlight Mich würde es wunder nehmen, welche neun Spieler denn nun nicht wirkliche Waliser sind? Gibts da die Liste dazu?
    • Sandro Zappella 16.06.2016 10:58
      Highlight Highlight Das liess sich natürlich recherchieren, diese neun Spieler wurden in England geboren:

      1. Ashley Williams (Wolverhampton)
      2. James Chester (Warrington)
      3. Andy King (Maidenhead)
      4. David Edwards (Pontesbury)
      5. Jonathan Williams (Turnbridge Wells)
      6. George Williams (Milton Keynes)
      7. Hal Robson-Kanu (London)
      8. Sam Vokes (Southampton)
      9. Simon Church (High Wycombe)
    • Broesmu 16.06.2016 11:36
      Highlight Highlight @Sandro: Super, vielen Dank!
  • jMe 16.06.2016 10:30
    Highlight Highlight Am Schluss sind sie noch alle vom Ross gefallen! Erst liefern, dann laffern.

Unvergessen

John Terry stösst Chelsea mit seinem fatalen Ausrutscher ins Tal der Tränen

21. Mai 2008: Im Champions-League-Final wird John Terry zum tragischen Helden. Chelseas Captain muss gegen Manchester United nur noch seinen Penalty reinmachen, um den «Blues» den lang ersehnten Henkelpott zu sichern. Doch Terry rutscht im dümmsten Moment aus.

In Moskau kommt es zum ersten rein englischen Champions-League-Final. Chelsea trifft im Luschniki-Stadion auf Manchester United. Für die «Blues» soll er endlich in Erfüllung gehen, der lang gehegte Traum, auf Europas Thron zu sitzen. Unzählige Millionen hatte der russische Besitzer Roman Abramowitsch seit dem Kauf 2003 in den englischen Traditionsklub gesteckt. Die Ausbeute blieb mässig: Lediglich zwei Meisterpokale und einen FA-Cup durfte man sich in fünf Jahren an der Stamford Bridge in …

Artikel lesen
Link zum Artikel