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BERN, SWITZERLAND - FEBRUARY 19: Ross Barkley (L) of Everton FC fights for the ball with Raphael Nuzzolo (C) and Florent Hadergjonaj of BSC Young Boys during the UEFA Europa League Round of 32 match between BSC Young Boys and Everton FC at Stade de Suisse, Wankdorf on February 19, 2015 in Bern, Switzerland. (Photo by Philipp Schmidli/Getty Images)

YB will Everton im Rückspiel nicht mehr hinterherlaufen. Bild: Getty Images Europe

Europa-League-Rückspiel

Wunder gibt es immer wieder – und YB braucht gegen Everton ein ganz, ganz grosses

Nur ein Fussball-Wunder verhindert das Ausscheiden der Young Boys im Sechzehntelfinal der Europa League. Alle Trümpfe liegen nach dem 4:1-Hinspielsieg bei Everton. Doch YB gibt die Hoffnung nicht auf.



Auch die Statistik spricht gegen YB: Noch nie schaffte eine Schweizer Mannschaft im Europacup nach einem Dreitore-Rückstand im Heimspiel die Wende. Einzig Lausanne-Sports vermochte 1956 im damaligen Messestädte-Cup gegen Leipzig einen 3:6-Rückstand mit einem 7:3 im Rückspiel auf der Pontaise noch zu korrigieren. Aber das war 1956 ...

Die Berner reisen nach dem 4:2-Sieg im Spitzenspiel der Super League gegen Meister Basel dennoch selbstbewusst in die britische Hafenstadt an der Merseyside. Drei Tage nach der Lehrstunde gegen Everton zeigten die Young Boys eine starke Reaktion. Sie zeigten, zu was sie im Stande sind, wenn sie das Spieldiktat nicht dem Gegner überlassen, sich zu sehr zurückziehen und die eigenen Chancen auch verwerten.

Young Boys coach Uli Forte, right, and player Scott Sutter, left, attend a press conference at the Goodison Park Stadium in Liverpool, England, Wednesday, 25 February, 2015. Young Boys Bern will face FC Everton in the UEFA Europa League round of 32 soccer return match on 26 February 2015. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Scott Sutter und Uli Forte gehen es bei der Pressekonferenz locker an. Bild: KEYSTONE

Zwar ist man sich in YB-Kreisen bewusst, dass Everton wohl die Endstation in der erfreulichen Europa-League-Kampagne 2014/2015 ist. Doch jedes Spiel muss zuerst gespielt sein. Vielleicht unterschätzt das Team des spanischen Trainers Roberto Martinez die Berner und denkt schon an das Meisterschaftsspiel am nächsten Sonntag bei Arsenal in London.

Vielleicht werden einige Stammkräfte geschont. Und – Wunder gibt es immer wieder, obwohl sie äusserst selten sind. YB müsste nämlich im Goodison-Park mit drei oder vier Toren Unterschied gewinnen, um noch die Achtelfinals zu erreichen.

Young Boys players during a training session at the Goodison Park Stadium in Liverpool, England, Wednesday, 25 February, 2015. Young Boys Bern will face FC Everton in the UEFA Europa League round of 32 soccer return match on 26 February 2015. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Training im Goodison Park des FC Everton. Bild: KEYSTONE

Kräfte schonen?

YB-Trainer Uli Forte wird wegen des derzeit dichten englischen Programms der Berner und drei Tage vor dem Gastspiel in Thun einige Änderungen vornehmen. Der Zürcher wird aber nicht die ganze Mannschaft umkrempeln wie bei der Cup-Blamage in Buochs.

Welche Rochaden er vornehmen wird, liess der sonst auskunftsfreudige Trainer offen. Denkbar ist, dass der in England geborene und erfahrene Scott Sutter auflaufen und den erst 20-jährige Florent Hadergjonai ersetzen wird. Auch der Einsatz des bald 21-jährigen Leonardo Bertone im Mittelfeld für den leicht angeschlagenen Milan Gajic drängt sich auf. Der Japaner Yuya Kubo dürfte wie im Hinspiel die Position hinter der gesetzten Spitze, dem sechsfachen Euro-League-Torschützen Guillaume Hoarau, einnehmen. 

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YB macht sich auf den Weg nach Liverpool. video: youtube/ybchannel

Auch Alexander Gerndt, der ebenfalls nicht ganz fit ist, dürfte vorerst auf der Ersatzbank sitzen. Und im Tor könnte wieder einmal Routinier Marco Wölfli (32) stehen, was Yvon Mvogo (20), nicht aus Leistungsgründen, eine Ruhepause ermöglichen würde.

Bestimmt zum Einsatz kommen Milan Vilotic und Goalgetter Hoarau. Die beiden werden gegen Thun fehlen. Sie sind fürs Berner Derby gesperrt. «Wie immer ich mich auch entscheiden werde, kampflos geben wir uns nicht geschlagen», versichert Trainer Forte. «Wir müssen frech und unerschrocken auftreten. Auch im Hinspiel liessen wir uns nicht nur vorführen, sondern kreierten auch gute Torchancen, die wir aber nicht verwerten konnten. Auch diesbezüglich zeigte sich Everton cooler.»

Kein Fuss vom Gas

Nach der Demonstration der Stärke mit Tempovorstössen nach Balleroberung und Passqualität in Bern, enttäuschte Everton in der Meisterschaft erneut. Am Sonntag musste sich der Stadtrivale von Liverpool, der dienstälteste Verein der höchsten englischen Liga, mit einem 2:2 gegen Schlusslicht Leicester City begnügen.

LIVERPOOL, ENGLAND - FEBRUARY 22:  Romelu Lukaku of Everton (10) reacts as he misses a chance as the Leicester City defence look on during the Barclays Premier League match between Everton and Leicester City at Goodison Park on February 22, 2015 in Liverpool, England.  (Photo by Michael Regan/Getty Images)

Everton konnte gegen Schlusslicht Leicester in heimischen Meisterschaft nicht überzeugen. Bild: Getty Images Europe

Nur ein Eigentor kurz vor Schluss verhinderte eine Heimblamage. «Deshalb haben wir etwas gut zu machen. Wir werden gegen YB den Fuss nicht vom Gas lassen», verspricht der irische Mittelfeldspieler James McCarthy. «Wir wollen uns mit unseren Fans wieder versöhnen und YB keine Geschenke verteilen.»

Dass Everton mit einer B-Mannschaft antritt, ist nicht zu erwarten. Ganz sicher fehlen wird Verteidiger John Stones nach seinem Platzverweis in Bern.

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