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Das war's: Urs Meier ist ab sofort nicht mehr FCZ-Trainer.
Das war's: Urs Meier ist ab sofort nicht mehr FCZ-Trainer.Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Trainer Urs Meier entlassen und Captain Chikhaoui in die Wüste transferiert – der FCZ macht Tabula rasa

Beim FCZ bleibt nach der 2:3-Derby-Niederlage gegen GC fast kein Stein auf dem anderen. Am Montagmorgen verkünden die Zürcher den Rauswurf von Trainer Urs Meier, eine Stunde später den Verkauf von Captain Yassine Chikhaoui.
03.08.2015, 10:1303.08.2015, 14:24

Das 2:3 im Derby gegen die Grasshoppers war die berühmte, eine Niederlage zu viel: Der FC Zürich hat auf den schwachen Saisonstart reagiert und Trainer Urs Meier entlassen. Um 10.08 Uhr flattert die Medienmitteilung in die Posteingänge der Redaktionen. Ein Nachfolger ist da noch nicht bekannt. Die genauen Gründe für Meiers Rausschmiss will der FCZ am Nachmittag (13.30 Uhr im Letzigrund) in einer Pressekonferenz erläutern.

Bis der neue Trainer feststeht, übernehmen die Assistenztrainer Massimo Rizzo und Alex Kern ad interim gemeinsam die Verantwortung für die Mannschaft.

War die Entlassung von Urs Meier die richtige Entscheidung?

Meier hatte den FCZ im November 2012 in einer schwierigen Situation übernommen und den Stadtklub wieder nach oben geführt. Unter seiner Leitung gewannen die Zürcher 2014 den Schweizer Cup und qualifizierten sich im Herbst 2014 für die Gruppenphase der Europa League.

Nach einer starken Vorrunde blieben die Resultate in der letzten Saison aber mehr und mehr aus. Nur knapp schaffte man die Qualifikation fürs internationale Geschäft. In der neuen Saison steht der FCZ in der Super League nach drei Runden noch ohne Sieg da. In der Tabelle sind die Zürcher derzeit mit zwei Punkten im 9. Rang klassiert. Und auch in der Europa League droht bereits in der dritten Quali-Runde das Aus.

Chikhaoui per sofort nach Katar

Nur 66 Minuten nach der Entlassung von Trainer Meier stellt der elektronische Briefträger die nächste Nachricht aus dem Letzigrund zu. Um 11.14 Uhr gibt der FCZ auch die Trennung von Captain Yassine Chikhaoui bekannt. Der Tunesier wechselt per sofort nach Katar zu Al Gharafa aus Doha. Chikhaoui hätte beim FCZ noch einen bis Sommer 2017 gültigen Vertrag besessen. Der verletzungsanfällige Nordafrikaner hatte dem Stadtklub seit 2007 angehört.

War die Freigabe von Yassine Chikhaoui die richtige Entscheidung?
Der FCZ macht einen Schnitt und trennt sich von zwei Problemkindern auf einen Schlag.
Der FCZ macht einen Schnitt und trennt sich von zwei Problemkindern auf einen Schlag.Bild: KEYSTONE

«Niemand wird bestreiten, dass Yassine einer der besten Fussballer war, der je in der Schweiz gespielt hat. Leider konnte er aufgrund seiner Verletzungsgeschichte nicht immer sein volles Leistungspotential abrufen. In der Saison 2014/2015 hat er endlich zeigen können, welch hervorragender und wichtiger Spieler Yassine ist. Dass er nun den Schritt ins Ausland machen kann, freut mich für ihn und seine Familie», erklärte FCZ-Präsident Ancillo Canepa in einer Medienmitteilung.

Es scheint als hätte sich Canepa nach dem 2:3 im Derby gegen GC möglichst schnell seiner zwei grössten Problemkinder entledigen wollen. Der Zeitpunkt – nach drei gespielten Super-League-Runden, mutet etwas seltsam an. Den Vorwurf, lästige Entscheidungen ewig vor sich hinzuschieben, kann man dem FCZ-Boss jedenfalls nicht machen ... (pre/si)

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quelle: watson
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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zarclay
03.08.2015 12:02registriert August 2015
Jetzt ist nur noch Canepa an der Reihe. Wer entlässt ihn?
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Peanuts
03.08.2015 10:41registriert Juli 2015
alli guete Spieler verchaufe und denn wunderets sich dass no schlechter sind als endi letzt Saison
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jk8
03.08.2015 11:12registriert Oktober 2014
Ein äusserst ungünstiger Moment, entweder entlässt man einen Trainer vor der Sommerpause oder irgendwann om Herbst, wenn die Saison nicht läuft. Nicht aber 2 Wochen nach Saisonbeginn!
Der FCZ hat gegen YB und auch gestern gegen GC super gespielt. Wiso entlässt man den Trainer denn nicht NACH dem wichtigen Spiel am Donnerstag?
Aber solche Geschichten ist man sich vom Präsidenten ja gewohnt...
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