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FC Aarau

FC Aarau zieht die Reissleine – Trainer Livio Bordoli wird per sofort freigestellt

Nach nur vier Monaten muss Livio Bordoli seine Koffer in Aarau bereits wieder packen.
Nach nur vier Monaten muss Livio Bordoli seine Koffer in Aarau bereits wieder packen.
Bild: freshfocus

Mannschaft stellt sich gegen den Trainer: FC Aarau wirft Livio Bordoli raus

Der Super-League-Absteiger FC Aarau zieht nach dem schwachen Saisonstart die Konsequenzen und trennt sich von Trainer Livio Bordoli. Die Mannschaft hatte sich gegen den 52-jährigen Tessiner gestellt.
13.10.2015, 09:3113.10.2015, 09:44
Ruedi Kuhn / Aargauer Zeitung
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Der FC Aarau reagiert auf den schlechten Saisonstart mit nur zwölf Punkten aus elf Spielen und entlässt Livio Bordoli. Der Hauptgrund für den Trainerwechsel sind die ungenügenden Resultate: Zwei Siege in elf Spielen und nur Rang 9 in der Challenge League sind für einen Aufstiegskandidaten zu wenig.

Anzeichen für eine Trennung gab es schon seit geraumer Zeit: Nach einer Diskussionsrunde mit allen Kaderspielern der ersten Mannschaft am vergangenen Donnerstag läuteten bei Sportchef Raimondo Ponte die Alarmglocken. Ein Grossteil des Teams sprach sich gegen Bordoli aus und kritisierte in erster Linie den Führungsstil des Trainers.

Viele Spieler verloren mehr und mehr die Lust an den Trainings und konnten ihr Leistungspotenzial während der Ernsteinsätze deutlich sichtbar nicht mehr ausschöpfen.

Livio Bordoli erreichte die Mannschaft nicht mehr.
Livio Bordoli erreichte die Mannschaft nicht mehr.
Bild: freshfocus
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Reaktion auf Vorwürfe der Spieler

Ponte reagierte auf die Vorwürfe der Spieler: Einen Tag nach der Aussprache traf er sich mit Vizepräsident Roger Geissberger. Während dieser Sitzung wurden die Weichen für die Freistellung von Bordoli gestellt. Im Wissen um die schlechte Stimmung innerhalb des Kaders zieht der Verwaltungsrat vor den wichtigen Spielen gegen Winterthur und Lausanne (Meisterschaft) und gegen Le Mont (Cup) nun also die Reissleine.

«Wir wollen in der Meisterschaft vorne mit dabei sein und im Cup die Viertelfinals erreichen», erklärt Ponte. «Um diese Ziele zu erreichen blieb uns nichts anderes übrig, als in der sportlichen Führung eine Änderung vorzunehmen.»

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