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Chief executive of the Formula One,  Bernie Ecclestone, stands in the paddock before the Formula One Grand Prix of Monaco at the Monaco racetrack, in Monaco, Sunday, May 24, 2015. (AP Photo/Gero Breloer)

Formel-1-Boss Ecclestone. Bild: Gero Breloer/AP/KEYSTONE

Formel 1-Chef Ecclestone: «Ihr habt mir ein beschissenes Produkt gegeben»

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat erneut harte Kritik an den Rennställen geäussert. Die neuartigen Motoren seien in der Öffentlichkeit einfach nicht zu vermarkten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Formel 1 in der Krise – die kleinen Teams haben massive Probleme, Zuschauer wenden sich ab. Das ist derzeit auch beim Grossen Preis in Spielberg zu beobachten. Bernie Ecclestone zumindest glaubt zu wissen, woran es liegt: Der Formel1-Boss hat die Teams und Ingenieure erneut scharf kritisiert.

Ecclestone sucht vor dem Grossen Preis von Österreich den Grund für die Misere erneut vor allem in den neuartigen Motoren – zu leise, zu unspektakulär und zu kompliziert sei das, was der Weltverband Fia da angeschoben habe.

epa04788132 Formula One boss Bernie Ecclestone (L) talks to Red Bull advisor Helmut Marko (R) prior to the 2015 Formula One Grand Prix of Canada at the Gille Villeneuve circuit in Montreal, Canada, 07 June 2015.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Bernie Ecclestone sagt von sich, er sei ein guter Verkäufer. Bild: VALDRIN XHEMAJ/EPA/KEYSTONE

«Ich sass zuletzt mit einigen Ingenieuren zusammen», sagte der 84-Jährige der Nachrichtenagentur AFP, «und ich habe ihnen gesagt: Ich war schon mein ganzes Leben ein guter Verkäufer, aber jetzt habt ihr mir ein beschissenes Produkt gegeben. Und das muss ich an den Mann bringen.»

Vettel schiesst gegen Ecclestone

Ecclestone selbst muss jedoch auch Kritik einstecken – aus dem Fahrerlager. «Bernie könnte ehrlich gesagt viel mehr Tickets verkaufen», sagt etwa der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel, «er könnte sie zum Beispiel günstiger machen».

Beim finanziellen Ungleichgewicht zwischen den Teams könnte Ecclestone regulierend eingreifen, doch der Brite sieht die Hinterbänkler-Teams in der Pflicht – die Formel 1 funktioniere wie die freie Wirtschaft.

BAHRAIN, BAHRAIN - APRIL 17:  F1 supremo Bernie Ecclestone chats with Sebastian Vettel of Germany and Ferrari  during practice for the Bahrain Formula One Grand Prix at Bahrain International Circuit on April 17, 2015 in Bahrain, Bahrain.  (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Haben Diskussionsbedarf: Ecclestone und Vettel. Bild: Getty Images Europe

«Besorgt euch mehr Geld oder gebt weniger aus», sagt er an deren Adresse und fügt an: «Ich habe auch jahrelang ein Team geführt, und ich habe nie auf Spenden gewartet. Diesen Leuten ginge es genauso, wenn sie eine stinknormale Firma managen würden: Sie sind nicht in der Lage, ein Unternehmen ordentlich zu führen.»

Zumindest in einem Thema befindet sich der Entwickler der Formel 1 derweil auf einer Linie mit den meisten Fahrern. «Am Ende des Tages machen wir Unterhaltung, das ist unser Hauptgeschäft, und das ist es, was die Öffentlichkeit will», sagt Ecclestone. (aev/sid)

Das sind die 5 wichtigsten Neuerungen in der Formel 1 für 2015

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