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epa04432535 Course marshalls and doctors at French Formula One driver Jules Bianchi of Marussia F1 Team crash site during the Japanese Formula One Grand Prix at the Suzuka Circuit in Suzuka, Mie Prefecture, central Japan, 05 October 2014.  EPA/HIROSHI YAMAMURA JAPAN OUT MANDATORY CREDIT: HIROSHI YAMAMURA  EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das Unfallauto von Jules Bianchi. Bild: EPA/HIROSHI YAMAMURA

Horror-Unfall beim Japan-GP

Jules Bianchi in der Nacht offenbar ein zweites Mal operiert

Beim grossen Preis von Japan kracht Jules Bianchi seitlich in einen Bergungskran und erhält einen harten Schlag auf den Kopf. Der Franzose wird bewusstlos ins Spital gebracht, wo er notoperiert wurde. Er ist in kritischem Zustand.



Der schwerverletzte Formel-1-Fahrer Jules Bianchi musste nach seinem Unfall im GP von Japan wegen eines Hämatoms im Kopf unmittelbar nach dem Rennen operiert werden. Gemäss der französischen Sportzeitung «L'Equipe» war die Notoperation an Bianchis Kopf am frühen Abend abgeschlossen. Der Marussia-Pilot konnte selbstständig atmen.

In der Nacht soll sich sein Gesundheitszustand dann aber plötzlich verschlechtert haben, wie «Radio Monte Carlo» am späten Sonntagabend berichtete. Bianchi musste offenbar ein zweites Mal operiert werden, um eine Blutung im Gehirn zu stoppen. Das wird derzeit aber weder vom «Mie General Hospital» noch von der FIA oder vom Management des Rennfahrers bestätigt.

Der frühere Formel-1-Rennarzt Dr. Gary Hartstein twitterte: «Ich bin überrascht und enttäuscht, dass weder das Krankenhaus von Mie noch die FIA zum europäischen Morgen hin informieren. Aber das muss nichts über den Zustand von Jules bedeuten.»

Was ist passiert?

Grosse Betroffenheit in der Formel-1-Welt

Keine Jubelszenen, vielmehr grosse Betroffenheit: Der von Lewis Hamilton gewonnene Grand Prix von Japan wird von einem schweren Unfall des Franzosen Jules Bianchi überschattet.

Mercedes driver Lewis Hamilton, center, of Britain attends a press conference after winning the Japanese Formula One Grand Prix with teammate Nico Rosberg, left, of Germany and Red Bull Racing driver Sebastian Vettel of Germany at the Suzuka Circuit in Suzuka, central Japan, Sunday, Oct. 5, 2014. Rosberg finished second as Vettel was third. (AP Photo/Shizuo Kambayashi)

Konsternation statt Freude bei den Podestfahrern Rosberg, Hamilton und Vettel (von Links). Bild: Shizuo Kambayashi/AP/KEYSTONE

Nach dem fürchterlichen Crash, der von den TV-Bildern nicht eingefangen wurde, entschied die Rennleitung, das 15. Saisonrennen der Formel-1-WM vorzeitig abzubrechen und nach 44 von ursprünglich 53 angesetzten Runden zu werten. 

Nach dem Unfall war allen Beteiligten bewusst, dass es Bianchi hart erwischte. Selbst Gedanken an den letzten tödlichen Unfall in der Formel 1 von Ayrton Senna 1994, kamen schnell auf. 

Bewusstlos ins Spital

In einem Rettungswagen wurde Bianchi derweil in ein neun Kilometer entferntes Spital gebracht; der Fahrer des Teams Marussia-Ferrari war dabei gemäss einem Sprecher des Internationalen Automobil-Verbandes FIA nicht bei Bewusstsein.

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Das Statement von Matteo Bonciani von der FIA. youtube/BurningWhee1s v2

Der 25-jährige Franzose krachte in einen Bergungskran, der gerade dabei war, den Sauber-Ferrari des kurz zuvor wegen Aquaplaning von der Strecke abgekommenen Adrian Sutil aus der Gefahrenzone zu bringen, und rutschte seitlich unter den Trax. 

Der Unfall Bianchis ereignete sich folglich während Gelbe Flaggen geschwenkt und den Fahrern so ein Überholverbot und eine Gefahr auf dem Circuit signalisiert wurden.

SUZUKA, JAPAN - OCTOBER 05:  Jules Bianchi of France and Marussia receives urgent medical treatment after crashing during the Japanese Formula One Grand Prix at Suzuka Circuit on October 5, 2014 in Suzuka, Japan.  (Photo by Getty Images/Getty Images)

Die Bergung von Jules Bianchi. Bild: Getty Images AsiaPac

«Unsere Gedanken sind bei Jules, seiner Familie und seinen Freunden.»

Monisha Kaltenborn

Nach Rennabbruch herrschte im Fahrerlager grosse Sorge um Bianchi, das Rennresultat wurde sofort zur Nebensache. Auch die Sauber-Teamchefin, Monisha Kaltenborn, zeigt tiefe Betroffenheit: 

«Die Teammitglieder des Sauber F1 Teams sind tief erschüttert über diesen schweren Unfall Jules Bianchis. Unsere Gedanken sind bei Jules, seiner Familie und seinen Freunden. Alle im Team hoffen, dass es ihm bald besser geht. Angesichts dieses schweren Unfalls stehen die sportlichen Aspekte des Grossen Preises von Japan im Hintergrund.»

Auch die sonst so harten Konkurrenten auf der Strecke haben ihre Gedankten beim verunglückten Bianchi:

Kopf-Operation bei Bianchi

Gemäss Mika Salo, selbst ehemaliger Formel-1-Fahrer, der nun als FIA-Rennkommissar arbeitet, hat Jules Bianchi einen harten Schlag gegen den Kopf bekommen. So hat es Salo laut spox.com zumindest dem finnischen Fernsehen mitgeteilt. 

Der Vater des verunglückten Franzosen berichtete in einem Telefonat mit dem französischen TV-Sender «France3», dass sein Sohn ein Kopf-Hämatom habe und operiert wurde. 

FILE - October 5, 2014: Jules Bianchi of France is undergoing surgery after suffering severe head injury in Japanese Grand Prix. MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 13:  Jules Bianchi of France and Marussia is interviewed in the paddock during previews to the Australian Formula One Grand Prix at Albert Park on March 13, 2014 in Melbourne, Australia.  (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Jules Bianchi muss sich eine Kopf-Operation unterziehen. Wird er wieder gesund? Bild: Getty Images AsiaPac

Auch die FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) gab ein offizielles Statement zur Gesundheit von Jules Bianchi ab. «Eine Computertomografie ergab, dass Bianchi schwere Kopfverletzungen erlitten hat. Er wird jetzt operiert und danach auf die Intensivstation verlegt, der Zustand ist weiterhin kritisch.» (pre/zap/cma/si)

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