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epa07809376 German Formula One driver Sebastian Vettel of Scuderia Ferrari (L), Ferrari team chief Mattia Binotto (C) and Monegasque Formula One driver Charles Leclerc of Scuderia Ferrari attend a minute of silence to pay tribute to Anthoine Hubert at the Spa-Francorchamps race track in Stavelot, Belgium, 01 September 2019. French driver Anthoine Hubert died after a high-speed collision on lap two of the Formula 2 race at the Belgian Grand Prix on 31 August.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (mitte) ist unzufrieden mit den momentanen Gesprächen. Bild: EPA

Wegen Streit um Budgetgrenze: Ferrari denkt über Ausstieg aus der Formel 1 nach



Ferrari kokettiert im Streit um weitere Senkungen der Ausgabengrenze mit dem Ausstieg aus der Formel 1. Der italienische Rennstall sperrt sich gegen die vor allem von den kleineren Privatteams geforderte Reduzierung des Budgetlimits auf deutlich unter 138 Millionen Euro.

«Das geht nicht ohne weitere signifikante Einsparungen, insbesondere im Bereich der Arbeitskräfte. Sollte es noch weiter runtergehen, wollen wir nicht in eine Position gebracht werden, nach anderen Optionen schauen zu müssen, wo wir unsere Renn-DNA entfalten können», soll Teamchef Mattia Binotti gemäss der englischen Zeitung «The Guardian» gesagt haben.

FILE - In this file photo taken on Oct. 13, 2019, Ferrari driver Sebastian Vettel of Germany stands with teammate Charles Leclerc, left, of Monaco after the qualifying session for the Japanese Formula One Grand Prix at Suzuka Circuit in Suzuka, central Japan. Ferrari team members acknowledged that they need to â??learn from mistakesâ? committed last season as they presented their new Formula One car Tuesday. (AP Photo/Toru Hanai)

Das momentane Fahrer-Duo von Ferrari: Charles Leclerc (links) und Sebastian Vettel. Bild: AP

Nicht einverstanden mit dieser Darstellung ist Ferrari selbst. Das Team liess in einem Communiqué verlauten, Binotti sei falsch zitiert worden. Er habe im Gegenteil gesagt, «wir wollen nicht in eine Position gedrängt werden, uns neben einer Fortsetzung in der Formel 1 mit weiteren Optionen befassen zu müssen, um unsere Rennsport-DNA zu entfalten, für den Fall dass die Kostenobergrenze noch drastischer gesenkt werden sollte». Die Aussagen seien demnach nicht als Ausstiegsandrohung zu verstehen.

Kultteam in der Formel 1

Eine mögliche Abkehr der Scuderia würde die Rennserie ihres traditionsreichsten Teams berauben. Der italienische Rennstall gehört als einziger seit 1950 ohne Unterbrechung der Formel 1 an, in diesem Jahr hätte er bei normalem Saisonverlauf sein 1000. Rennen gefeiert.

Die Verantwortlichen des Teams wissen auch um die Strahlkraft der Marke aus Maranello. Inwiefern andere Rennserien für Ferrari aber wirklich eine Alternative zur Motorsport-Königsklasse sein könnten, ist offen.

Die schwierigen Diskussionen um die Budgetgrenze waren durch die Corona-Krise neu entflammt. Die Teams hatten sich bereits auf eine Absenkung des beschlossenen Etatlimits pro Jahr für jedes Team von 161 Millionen Euro auf 138 Millionen Euro geeinigt. Dies reicht einer Reihe von Rennställen und dem Weltverband aber nicht. Im Gespräch war zuletzt eine schrittweise Reduzierung auf rund 110 Millionen Euro. (dab/sda/dpa)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Team Insomnia 23.04.2020 16:54
    Highlight Highlight Das Fiat-Team und seine Drohungen🤣

    Ich kann Italien weder in der F-1 noch im Fussball ernst nehmen. Immer dieses typische gegräne von wegen Benachteiligung und mimimi. Sollen sie gehen. Ciao Italia.
  • mrgoku 23.04.2020 15:40
    Highlight Highlight Ferrari lebt noch vom Prestige vergangener Jahre.
    Leisten tun die schon lange nichts mehr.
  • Füürtüfäli 23.04.2020 14:45
    Highlight Highlight Ich schaue zwar F1 seit ich denken kann, aber in den letzten 10 Jahren ist das alles zur Farce verkommen. Reifenschonendes Taktikgeplänkel in den Rennen, mehr als 2-3 Runden hinter einem gleich schnellen Auto fahren unmöglich, DRS als künstliche Krücke beim Überholen, drei Rennställe fahren die ersten sechs Plätze aus.

    Ich würde mich diebisch freuen, wenn die Ami-Heuschrecken von Liberty-Media am Ende mit ganz leeren Händen da stehen, alle namhaften Hersteller gehen oder eine eigene Serie gründen und die F1 mit künstlichen Ami-Teams zwischen Formel E und IndyCar zerrieben wird.
    • NotWhatYouExpect 23.04.2020 19:15
      Highlight Highlight Warum bit du gegen Liberty die gerade das machen was Bernie sich davor nie getraut hat? Wegen Bernie ist die F1 so öde und nicht wegen Liberty!

  • wasps 23.04.2020 14:09
    Highlight Highlight Die steigen niemals aus.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.04.2020 13:35
    Highlight Highlight Das tun die schmollenden Italiener jedes Jahr. Solche Saure-Gurken-Zeit-Artikel kann man sich sparen.
  • Therealmonti 23.04.2020 13:35
    Highlight Highlight Bin Ferrari-Fan. Aber alles hat seine Grenzen. Die werden sich hüten, der Formel 1 den Rücken zu drehen. Die kleineren Teams werden sich hoffentlich durchsetzen. Und
    sonst halt: Ciao Formula uno!
  • saukaibli 23.04.2020 13:06
    Highlight Highlight Ach, Ferrari denkt mal wieder über den Ausstieg nach, wenn ihnen etwas nicht passt? Was für eine Überraschung. Ob sie dann immer noch so viel Merchandising verkaufen wie jetzt? Oder wollen die im Ernst vom Verkauf ihrer Autos allein überleben? Das würde schwierig werden.
    • WhatZitTooya 23.04.2020 13:40
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu vielen anderen Autoherstellern erzielt Ferrari mit jedem verkauften Auto einen grossen Gewinn... die Marke hat eine unerreichte Anziehungskraft im Luxussegment. Selbstverständlich trägt die Teilnahme an Rennsportserien, allen voran der Formel 1, einen Anteil dazu bei. Trotzallem ist ein Ferrari, ein Ferrari und ein Lambo halt nur ein Lambo. Ich persönlich glaube die F1 braucht Ferrari mehr als umgekehrt. Im übrigen besitzt Fiat Chrysler als Mutterkonzern mit Alfa Romeo noch ein zweites Standbein in der F1. Ein Ausstieg Ferraris ist deshalb nicht auszuschliessen.
  • ThePower 23.04.2020 13:06
    Highlight Highlight Renn-DNA? Ihre Pfründe wollen sie verteidigen. Dabei krankt die F1 seit langem genau an den starken Budgetunterschieden, viele Teams gingen Pleite und gewonnen haben immer die Gleichen, meines Wissens haben nur drei verschiedene Teams alle GPs gewonnen in den vergangenen fünf Saisons (korrigiert mich, wenn ich falsch liege).

    Deshalb, Reisende soll man nicht aufhalten, jedoch bezweifle ich dass Ferrari das durchzieht. Die brauchen die F1 und ihre Strahlkraft, auch wenn diese etwas gelitten hat in letzter Zeit. Nicht erpressen lassen!
  • Lord_ICO 23.04.2020 12:25
    Highlight Highlight Ach dann sollen sie doch gehen...wenn sie sich dagegen stemmen, dass die Formel 1 spannender wird und somit ein besseres Produkt für den Zuschauer, haben sie dort nichts mehr verloren. Wo wollen sie denn überhaupt hin? Die LMP1 ist momentan in einem desolaten Zustand. Sonst gibt es aber kaum noch eine HighTech Rennsportserie für Verbrenner-Motoren.

    Hinzu kommt ja noch, dass sie in den letzten Jahren immer wieder durch Regelverstösse auffielen, die sie dann mit ihrer Macht so hinbogen, dass sie nicht bestraft wurden, während kleine Teams immer hart bestraft wurden. Also tschüss Ferrari
  • Ig nid är 23.04.2020 11:36
    Highlight Highlight Und jährlich grüsst das Murmeltier...
  • Frankygoes 23.04.2020 11:06
    Highlight Highlight Schall und Rauch. Verhandlungstaktik. Ferrari braucht die Formel1 genauso wie umgekehrt. So verkaufen sie ihre Autos. Also werden sie nicht aussteigen.

    Und falls sie doch aussteigen... Braucht die Welt eigentlich Ferrari und/oder die Formel1?
    • mrgoku 23.04.2020 15:39
      Highlight Highlight Die Welt braucht so manche Sachen nicht...

      Ein etwas sinnloser Kommentar :)
  • Hans Jürg 23.04.2020 11:05
    Highlight Highlight Wenn ein Rennstall nur so gut und besser als die anderen ist (ist Ferrari das? Manchmal ja, oft aber nicht), weil er sehr viel mehr Geld als der Rest hat, dann ist er nicht wirklich besser.

    Wirklich gut sind doch die, die mit beschränkten Mitteln das Maximum herausholen können. Mit praktisch unbeschränkten Mitteln ist es einfach. Mit wenig(er) Geld nicht.
  • why_so_serious 23.04.2020 11:04
    Highlight Highlight Am besten schafft man diesen Sport gleich ganz ab.
    • Kaspar Floigen 23.04.2020 11:22
      Highlight Highlight Why so serious?

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