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Manchester United's Bruno Fernandes reacts as he is fouled in the penalty box during the English Premier League soccer match between Aston Villa and Manchester United at Villa Park in Birmingham, England, Thursday, July 9, 2020. (AP PhotoAndrew Boyers,Pool)

Bruno Fernandes mit schmerzverzerrtem Gesicht – aber war es nicht ein Foul von ihm? Bild: keystone

Hier gab es Penalty für Manchester United – warum der VAR dennoch nicht eingriff



Es läuft bei Manchester United. Seit dem Restart haben die «Red Devils» kein Spiel verloren, zuletzt fünf Partien in Serie gewonnen und dabei 16:3 Tore erzielt. Gestern gab es einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Aston Villa.

Das Tor, welches United auf die Siegerstrasse brachte, sorgte aber für Diskussionen um den Videoschiedsrichter (VAR). Bruno Fernandes dribbelte sich in den Strafraum und stand Ezri Konsa nach einer Drehung um die eigene Achse auf die Wade – dafür gab es einen Elfmeter, den Fernandes danach gleich selbst verwandelte.

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Die Aktion von Bruno Fernandes, welche zum Elfmeter führte. Video: streamable

Der Penaltypfiff sorgte bei vielen Premier-League-Anhängern für Unverständnis – vor allem auch deshalb, weil der VAR nicht eingriff. Auch United-Legende Ryan Giggs sagte im TV-Studio, dass es aus seiner Sicht keinen Elfmeter hätte geben dürfen.

Zweikampf zwischen Bruno Fernandes gegen Ezri Konsa – was wäre die richtige Entscheidung?

Eine Erklärung für den Entscheid gibt der britische VAR-Experte Dale Johnson:

Die Entscheidung des Schiedsrichters ist ausschlaggebend. Der VAR würde dafür keinen Penalty geben, ihn aber auch nicht annullieren. Es ist eine klassische «Auf-dem-Feld-Entscheidung».

In 340 Partien wurden bloss 4 Penaltys vom VAR zurückgenommen:

In 340 Premier-League-Partien wurden bloss 4 Penaltys zurückgenommen.

Dass der VAR in dieser Situation dennoch hätte eingreifen sollen, liess die Premier League bei der BBC-Sendung «Match of the Day» verlauten: «Es war die falsche Entscheidung, es hätte vom VAR korrigiert werden müssen und wäre eigentlich ein Foul an Konsa gewesen.»

Villa-Trainer Dean Smith

«Die Entscheidung ist eine Schande. Ich kann verstehen, dass Jon Moss (Schiedsrichter, die Red.) die falsche Entscheidung trifft, aber ich weiss nicht, wo der VAR hingeschaut hat. »

United-Trainer Ole-Gunnar Solskjaer

«Ich denke, es ist ein Penalty. Der Junge fährt sein Bein aus, während Fernandes einen fantastischen Zidane-Maradona-Move macht und dann auf ihm landet.»

(zap)

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    Alle Leser-Kommentare
  • db13 10.07.2020 13:48
    Highlight Highlight So wie der VAR zur Zeit in diversen Ligen angewendet wird, bringt das mehr Unklarheiten, als es ausräumt! Mal kann/will/darf er nicht eingreifen, wenn er sollte, mal greift er unnötigerweise ein! Einmal ist ein Schiri-Pfiff ein Tatsachenentscheid, ein anderes Mal aber nicht! Ohne klare Regelung wird nie Ruhe einkehren!
  • ujay 10.07.2020 11:47
    Highlight Highlight Den Penalty kann man geben. Der Verteidiger schlägt dem Stürmer zuerst von hinten in die rechte Wade, dass dann Fernandes bei dem Gegner auf die Wade trat, geschah in der Hitze des Gefechts, unabsichtlich, passiert immer mal wieder im Fussball.
  • grind 10.07.2020 11:23
    Highlight Highlight wie er sich das schienbein hält nachdem er dem anderen volle kanne auf die wade getreten ist haha

  • Bieler95 10.07.2020 11:20
    Highlight Highlight Bei den grossen Vereine ist es immer das gleiche Problem mit dem Var. Der Var greifft nicht ein, dafür kommt dann nach dem Spiel immer die Entschuldigung bei den Medien, sprich: jaa es war kein Penalty der Var hätte eingreifen müssen.. bla..bla..bla.. Ist immer das gleiche mit dem Var...
  • insider 10.07.2020 11:16
    Highlight Highlight Ich denke, die Entscheidung ist 50/50. Auf die Gefahr hin, mit der Meinung alleine dazustehen: Wenn du als Verteidiger bei der Defensivarbeit zu Boden gehen musst, ist die Gefahr einen Foulpfiff zu kassieren immer sehr hoch. Hier passiert genau das. Die beiden Spieler berühren sich tatsächlich und das hindert den Stürmer am Vollenden seiner Aktion. Darum ist es eben wohl kein klarer Fehlentscheid. Aber ich denke, es wäre richtig gewesen, wenn der Schiri sich die Situation noch einmal angesehen hätte. Aber das ist offenbar in England im Moment reglementarisch nicht möglich.
  • Nicosinho 10.07.2020 11:16
    Highlight Highlight haha sowas von klar, dass das ein Stürmerfoul war xP
  • nickmiller 10.07.2020 10:14
    Highlight Highlight Bei solchen Szenen muss ich immer an die WM 2018 zurückdenken, als Neymar einen Penalty bekommen hat und Kuypers ihn nach Überprüfung wieder zurückgenommen hat. Nach Dale Johnsons Argumentation hätte diese Szene gar nicht überprüft werden dürfen, was absolut lächerlich ist. Ich frage mich immer noch, warum der VAR an der WM 2018 bei der Einführung des VAR so gut funktioniert hat und jetzt gibt es immer Diskussionsstoff.
    • Birdie 10.07.2020 10:48
      Highlight Highlight Ich stimme dir zu und denke es gibt zwei Gründe:

      1. Das Niveau der Schiedsrichter an einer WM ist viel höher wie in nationalen Ligen. An die WM werden jeweils die besten nationalen Schiris geschickt, der durchschnittliche nationale Schiri ist aber meistens weitaus schlechter.

      2. An einer WM pfeift ein englischer Schiri ein Spiel von Brasilien gegen Togo. Er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nie mehr ein Spiel dieser beiden Teams pfeifen. Auf nationaler Ebene pfeift er jedes Jahr Spiele der gleichen Teams. Da ist man zurückhaltender, da man es sich nicht mit den Grossen verscherzen will.
  • leu84 10.07.2020 10:08
    Highlight Highlight Es ist weder Penalty noch Stürmerfoul, wenn man auf die Umfrage beziehen möchte. Einfach weiter spielen. Als ManUnited-Fan will ich solche Aktionen und Spieler nicht auf dem Spielfeld nicht sehen und gehören ausgewechselt. Ja, harten englischen Fussball ist in den obersten Ligen sowieso Vergangenheit.
    • Diskoo 10.07.2020 11:27
      Highlight Highlight Ich würde auch sagen, weiter laufen lassen.

      Aber die Aussage "... Spieler nicht auf dem Spielfeld nicht sehen und gehören ausgewechselt" stört mich. Evtl. schmerzt es, wenn man widererwarten auf einer Wade anstatt dem Rasen landet und eine entsprechend falsche Spannung hat.

      Ausserdem hat es sich ausgeglichen. Kurz vor Schluss sollte Pogba den Elfmeter erhalten, als er zwei SPieler aussteigen lässt und gelegt wird.
    • Hans Franz 10.07.2020 11:57
      Highlight Highlight Was für Aktionen willst du denn als Manchester United Fan nicht sehen? Das jemand technisch begabt ist und nicht Holzfüsse hat?...
      Also Fernandes hat hier das Foul nicht gesucht und ich denke während der Drehung kann er nicht erahnen ob der Gegenspieler das Bein extra stellt oder nicht. Ihm Unfaires Spiel zu unterstellen ist weit hergeholt... Für mich war das weder Penalty noch ein Foul, weiter spielen lassen und gut ist...
      Und übrigens, ich als Manchester United Fan würde den momentan Besten Spieler der Premier League nie auswechseln
  • Zaungast 10.07.2020 09:52
    Highlight Highlight "Das hat mit Fuss, das hat mit Ball, das hat mit Fussball nichts zu tun!" *sing*

    VAR abschaffen!

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