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epa07345981 Hamburg's Bakery Jatta during the German DFB Cup third round soccer match between HSV Hamburg and 1. FC Nuremberg in Hamburg, Germany, 05 February 2019. 

(ATTENTION: The DFB prohibits the utilisation and publication of sequential pictures on the internet and other online media during the match (including half-time). ATTENTION: BLOCKING PERIOD! The DFB permits the further utilisation and publication of the pictures for mobile services (especially MMS) and for DVB-H and DMB only after the end of the match.)  EPA/FOCKE STRANGMANN

Hat HSV-Spieler Bakery Jatta eine Vergangenheit unter anderem Namen? Bild: EPA/EPA

Spielt ein Bundesliga-Stürmer unter falscher Identität? Die Geschichte von Bakery Jatta



Es ist ein Knall, diese eine Pushmeldung am Mittwochmorgen: Die «Bild» will laut eigener Recherche herausgefunden haben, dass HSV-Flügel Bakery Jatta unter falscher Identität spielt.

Der Gambier ist 2015 als Flüchtling nach Deutschland eingereist. Dabei soll er aber seinen Namen und auch sein Geburtsdatum geändert haben. Wie das deutsche Boulvardblatt schreibt, heisse Bakery Jatta demnach Bakary Daffeh und sei am 6. November 1995 und nicht am 6. Juni 1998 geboren.

Bakary Daffeh (hintere Reihe, 2.v.r.) auf dem Mannschaftsfoto von Brikama United aus Gambia von 2013

Bakary Daffeh (hintere Reihe, 2.v.r.) auf dem Mannschaftsfoto von Brikama United aus Gambia von 2013. Bild: Brikama United

Sollte das zutreffen, wäre Jatta/Daffeh bei der Einreise schon volljährig gewesen, was das Aslyverfahren in Deutschland verkompliziert hätte. Die «Bild» schreibt: «Alleinreisende minderjährige Flüchtlinge erhalten in der Regel eine Duldung und dürfen im Land bleiben (§58 Abs. 1a Aufenthaltsgesetz).»

Trainer in Afrika bestätigen die andere Vergangenheit

Des weiteren soll Jatta – entgegen eigenen Angaben – in Afrika schon für mehrere Vereine gespielt haben. Unter anderen in Gambia für einen Klub namens Brikama United. Zwischendurch habe er leihweise auch für Klubs im Senegal und in Nigeria gespielt. 2014 soll er auch für die U20-Nationalmannschaft Gambias aufgelaufen sein.

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2013/14 war Daffeh (hintere Reihe, 3.v.r.) im Senegal bei Erstligist Casa Sports aktiv. Bild: CAF

Doch worauf stützt die «Bild» ihren Bericht? Die Zeitung hat Bilder Bakery Jattas an die Klubs geschickt, bei denen Bakary Daffeh unter Vertrag stand. Alle hätten bestätigt, dass Jatta damals unter anderem Namen bei ihnen spielte. Auch Mustapha Manneh, der Trainer von Gambias U20 schrieb zu einem Foto Jattas: «Ja, ich trainierte ihn in der Nachwuchsmannschaft. Ich bin mir sicher, dass er für mich 2014 ein entscheidendes Tor geschossen hat. Jetzt spielt er in Deutschland.»

Der HSV will von den Vorwürfen allerdings nichts wissen. Auf Anfrage der «Bild» antwortete der Klub:

«Wir haben Bakery Jattas gültigen Reisepass inklusive Aufenthaltsgenehmigung vorliegen. Bakery hat sich seit seiner Ankunft bei uns als tadelloser Sportsmann und als verlässlicher Mitspieler gezeigt. Er hat sich schnell in unsere Mannschaft und in unseren Club integriert. Wir schätzen ihn als Spieler und Menschen.»

Bakery Jatta erhielt im Sommer 2016 beim HSV seinen ersten Profi-Vertrag. Für die erste und zweite Mannschaft der Hanseaten absolvierte er bislang insgesamt 84 Spiele und erzielte dabei 25 Tore. (abu)

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