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LONDON, ENGLAND - JULY 30:  James Collins of West Ham leaves the field dejected after being shown a red card by Referee, Adrien Jaccottet during the UEFA Europa League third qualifying round match between West Ham United and Astra Giurgiu at the Boleyn Ground on July 30, 2015 in London, England.  (Photo by Dan Mullan/Getty Images)

Dritte Runde, dritter Platzverweis: James Collins trottet vom Rasen. Bild: Getty Images Europe

West Ham zog nur dank Fairplay in den Europacup ein – und holt dort jetzt einen Platzverweis nach dem anderen

West Ham United schaffte es dank fairer Spielweise in die Europa League. Und sammelt dort Rote Karten wie andere Panini-Bildli. Auch resultatmässig bekleckern sich die «Hammers» nicht gerade mit Ruhm.



Liegt's am Trainer? Seit der Kroate Slaven Bilic, einst ein harter Verteidiger, bei West Ham United das Sagen hat, tritt das Team alles andere als fair auf. Dabei war diese Tugend doch letzte Saison der Grund, weshalb die Londoner es überhaupt in die Qualifikation für die Europa League schafften, obwohl sie die Premier League nur auf Rang 12 beendeten.

Fünf Spiele hat West Ham in dieser EL-Quali bislang bestritten – und bereits drei Mal flog ein Spieler vom Platz. In der 1. Runde gegen die andorranischen Nobodys vom FC Lusitanos La Posa sah Diafra Sakho nach einer Rauferei schon nach 14 Minuten die Rote Karte.

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Platzverweis Nr. 1: Sakho muss nach einer Aktion abseits der Kameras früh duschen. gif: RTVA Andorra

Gegen Birkirkara aus Malta wurde im Rückspiel James Tomkins kurz vor der Pause vom Platz gestellt.

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Platzverweis Nr. 2: Tomkins (blau) sieht für diese Ringer-Einlage Rot. gif: football matches

Und gestern beim 2:2 zuhause gegen Astra Giurgiu aus Rumänien war nach einer Stunde für James Collins Feierabend, er sah Gelb-Rot.

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Platzverweis Nr. 3: Collins stoppt seinen Gegner unsanft. gif: podolski podolski

Bilic muss auf die Tribüne

West-Ham-Manager Bilic regte sich darüber so fürchterlich auf, dass ihn der Schweizer Schiedsrichter Adrien Jaccottet auf die Tribüne schickte. «Ich habe nicht geflucht», versuchte sich Bilic zu verteidigen. «Ich fragte nur, weshalb er Collins vom Platz stellte und er schickte mich von der Bank weg.»

«Drei Rote Karten in fünf Spielen, das sind ganz klar zu viel!», sagte Bilic. Er nahm seinen Spieler aber in Schutz; er müsse in dieser Spielsituation ein Foul begehen. «Trotzdem war die Entscheidung, Collins zum zweiten Mal zu verwarnen, hart.»

«Es war ein frustrierender Abend», resümierte der ehemalige Bundesliga-Verteidiger und 44-fache kroatische Nationalspieler. «Wir spielten gut, wir führten 2:0 und dann kam dieser Platzverweis.»

LONDON, ENGLAND - JULY 30:  Slaven Bilic, Manager of West Ham (2L) is sent to the stands by Referee, Adrien Jaccottet during the UEFA Europa League third qualifying round match between West Ham United and Astra Giurgiu at the Boleyn Ground on July 30, 2015 in London, England.  (Photo by Dan Mullan/Getty Images)

Schiri Jaccottet schickt Trainer Bilic (ganz links) auf die Tribüne des Boleyn Ground. Bild: Getty Images Europe

Ein Stolpern durch Europa

West Ham macht nicht nur mit den Platzverweisen keine Werbung für den englischen Fussball, sondern auch mit den Resultaten. Gegen den FC Lusitanos gab's im Rückspiel nach dem 3:0-Heimsieg ein mageres 1:0. 

Gegen Birkirkara kamen die «Hammers» erst im Penaltyschiessen weiter, beide Teams hatten ihr Heimspiel jeweils 1:0 gewonnen. Und Astra Giurgiu, der aktuelle Gegner, zählt auch nicht zu jenen Teams, denen man ernsthaft ein Ausschalten eines Premier-League-Klubs zutraut. Nach dem 2:2 findet das Rückspiel in Rumänien am kommenden Donnerstag statt.

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