DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jubeln die Wiler bald in der Super League?<br data-editable="remove">
Jubeln die Wiler bald in der Super League?
Bild: freshfocus

Spiel der letzten Chance beim Leader Lausanne: Wil ist im Kampf um den Aufstieg unter Zugzwang

Haben sich die Investitionen der Türken gelohnt? Schafft der FC Wil den Aufstieg? Diese Fragen könnten schon morgen beantwortet werden: Dann reisen die Ostschweizer zum Spitzenkampf nach Lausanne. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Leader. Verlieren verboten!
19.02.2016, 20:0920.02.2016, 01:04
Oliver Linow
Oliver Linow
Folgen

«Türken klotzen mit zehn Millionen», «Ziel ist das internationale Geschäft», «Wie ein türkischer Milliardär beim FC Wil zum Grossangriff bläst»: Mit solchen Schlagzeilen wurden wir im letzten Sommer überschwemmt.

Würden im Schweizer Fussball tatsächlich englische Zustände Einzug halten? Reiche Ausländer die sich langweilen, aus Spass einen Fussballklub mit Geld vollpumpen und diesen damit an die Spitze führen? Das ganze schien ein bisschen suspekt, zu präsent waren die Erinnerungen an einen gewissen Bulat Tschagajew.

Tschagajew fuhr Xamax gegen die Wand.<br data-editable="remove">
Tschagajew fuhr Xamax gegen die Wand.
Bild: KEYSTONE

«Mit einem motivierten, gut vorbereiteten Team werden wir uns rasch den Herausforderungen in Europa stellen, angefangen mit der Champions League,» erklärte der Tschetschene im Sommer 2011. Kurz zuvor hatte er die Aktienmehrheit beim damaligen Super-Ligisten Neuchâtel Xamax übernommen. Was folgte, ist allseits bekannt: Wenig später wurden die Gehälter nicht mehr regelmässig überwiesen. Und bereits ein halbes Jahr nach der Übernahme folgte die Zwangsrelegation in die zweite Liga Interregional.

FC Wil: 24 kamen, 19 gingen

So weit ist es beim FC Wil glücklicherweise noch nicht gekommen. Trotzdem ist seit dem Sommer einiges gegangen. 24 Spieler wurden verpflichtet, darunter der ehemalige brasilianische Internationale André Santos und der jüngste EM-Torschütze aller Zeiten, Johan Vonlanthen. Gleichzeitig haben 19 Akteure den Verein verlassen. Mit Kevin Cooper ist zudem bereits der zweite Trainer im Amt.

Auch Kevin Cooper konnte Wil bisher nicht an die Spitze führen.<br data-editable="remove">
Auch Kevin Cooper konnte Wil bisher nicht an die Spitze führen.
Bild: KEYSTONE

Der erste, Fuat Capa, war im Oktober entlassen worden. Er hatte sich darüber mokiert, dass sowohl der Goalie- als auch der Konditionstrainer weder Aufenthalts- noch Arbeitsbewilligung erhalten hatten. Vizepräsident Roger Bigger erklärte damals: «Es liegt nicht in der Kompetenz des Trainers, sich zu solchen Themen zu äussern. Dafür sind der Verwaltungsrat und die Geschäftsführung verantwortlich. Ich kann den Entscheid unterstützen und nachvollziehen.»

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Bei einer Niederlage schon neun Punkte hinter Lausanne

Damals lag Wil nur auf dem vierten Platz der Tabelle, sechs Punkte hinter Leader Lausanne – viel zu wenig für die hohen Ansprüche in der Ostschweiz. Unter Cooper konnte sich das Team zwar bis auf den zweiten Tabellenplatz vorarbeiten. Der Rückstand auf die Lausanner ist hingegen gleich gross geblieben. Der Spitzenkampf morgen auf der Pontaise kann deshalb durchaus als Spiel der letzten Chance angesehen werden.

Gewinnen die Ostschweizer, ist das Aufstiegsrennen neu lanciert. Verlieren sie, dürften ihre grossen Ambitionen arg gedämpft sein. Anders sieht dies Wils Assistenztrainer Mario Cantaluppi: «Es sind auch nachher noch ganz viele Punkte zu vergeben. Die Saison ist noch ziemlich lange.» 

Wer steigt auf?
Hier jubelt Roux noch im Trikot der Lausanner: Trifft er morgen gegen seine Ex-Kollegen?<br data-editable="remove">
Hier jubelt Roux noch im Trikot der Lausanner: Trifft er morgen gegen seine Ex-Kollegen?
Bild: KEYSTONE

Für den FC Wil geht es aber nicht nur um den Aufstieg, sondern auch darum, Revanche für den letzten Vergleich zu nehmen. Dieses ging anfangs Dezember ebenfalls auf der Pontaise gleich mit 0:3 verloren. Herausragender Akteur damals? Jocelyn Roux. Der 29-Jährige brachte seine Farben in Führung und besorgte die Vorlage zum 2:0.

Brisant: Eben dieser Roux wechselte im Januar für kolportierte 500'000 Franken die Seiten und läuft nun für Wil auf. Mit 13 Saisontoren ist der Stürmer der treffsicherste Spieler der Challenge League. Schiesst er seinen Ex-Klub ab? Oder müssen sich die Ostschweizer auch in der nächsten Saison mit der Challenge League begnügen?

Da gehört Wil noch nicht dazu: Die 20 reichsten Fussballklubs 2014/15

1 / 22
Die 20 reichsten Fussballklubs 2014/15
quelle: getty images europe / matthew lewis
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Androider
19.02.2016 20:24registriert Februar 2014
Wäre zu schön gewesen, wenn Xamax wieder aufgestiegen wäre. Dieser Traditionsverein gehört einfach in die Super League.
205
Melden
Zum Kommentar
8
Deutsche Fans stürmen Londoner Pub vor dem Spiel in Wembley
Unschöne Szenen vorm Fussballklassiker England gegen Deutschland: Hunderte deutsche Fans haben englische Fans vor Anpfiff attackiert und verletzt.

Vor Anpfiff des Nations-League-Duells zwischen England und Deutschland haben deutsche Hooligans einen Pub in der Nähe des Wembley-Stadions gestürmt, verwüstet und Gäste verletzt. Das berichten mehrere Augenzeugen in den sozialen Medien. Demnach ist eine vermummte, mit Macheten und Schlagringen bewaffnete Gruppe von etwa 100 Personen in den Biergarten des Green Man Pub in Wembley eingefallen und hat für Angst und Schrecken gesorgt. Die Polizei schritt zügig ein und nahm mehrere Angreifende fest.

Zur Story