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epa07986751 Manchester City manager Pep Guardiola reacts during the English Premier League soccer match between Liverpool FC and Manchester City in Liverpool, Britain, 10 November 2019.  EPA/PETER POWELL EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Guardiola hadert beim 1:3 gegen Liverpool gleich mehrfach mit dem Schiedsrichter. Bild: EPA

Guardiola macht bei Pleite in Liverpool das Rumpelstilzchen – und frisst dann Kreide



Mit einem rauschenden 3:1-Sieg gegen Manchester City hat der FC Liverpool den Vorsprung auf den ärgsten Titelrivalen in der Premier League auf neun Punkte ausgebaut. Es war ein spektakulärer Spitzenkampf, der sämtliche Erwartungen erfüllte.

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Die Highlights der Partie. Video: YouTube/Liverpool FC

«Es wäre schön, wenn wir jede Chance, die wir uns herausspielen, auch nutzen», sagte Klopp vor dem Spiel. Und seine Jungs hörten auf ihren Trainer. Denn gleich die ersten beiden Chancen waren drin – bereits nach 13 Minuten stand es 2:0 für die «Reds».

«Die Jungs waren komplett fokussiert und konzentriert. Es war sowas von gut», erklärte Klopp nach dem Spiel. «Das war die einzige Möglichkeit, wie wir City schlagen können. Unsere Tore waren absolut harte Arbeit. Meine Jungs haben sich die drei Punkte verdient. Toll.» Seit 46 Heimspielen ist der Champions-League-Sieger nun ungeschlagen.

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Klopps Analyse bei Sky nach dem Sieg gegen ManCity (englisch). Video: streamable

Während Klopp frohlockte, haderte City-Trainer Pep Guardiola schon früh. Der 1:0-Führung der «Reds» durch Fabinho war ein Handspiel von Trent Alexander-Arnold im Liverpool-Strafraum vorangegangen. Der VAR checkte die Szene, griff aber nicht ein. Wohl weil der Ball City-Flügel Bernardo Silva kurz zuvor ebenfalls an die Hand gesprungen war.

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Das Handspiel von Alexander-Arnold und das Tor von Fabinho. Video: streamable

Guardiola war an der Seite ausser sich vor Wut. Als in der 83. Minute dann der Ball nach einem Schussversuch von Raheem Sterling erneut gegen die Hand von Alexander-Arnold sprang, war es um die Contenance des Katalanen vollends geschehen. Wie ein Rumpelstilzchen sprang er an der Seitenlinie herum und redete auf den vierten Offiziellen ein. Ohne Erfolg: Wieder gab es keinen Penalty.

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Das zweite Hands von Alexander-Arnold und Guardiolas Reaktion. Video: streamable

Nach dem Schlusspfiff lief Guardiola schnurstracks zu Schiedsrichter Michael Oliver und schüttelte auffällig lange seine Hand. «Thank you so much», sagte er mehrfach, bevor er sich wieder verzog. Ein Abgang, der vor Sarkasmus nur so triefte.

In den TV-Interviews nach dem Spiel verkniff sich Guardiola dann aber jedes Wort über die Unparteiischen: «Fragen sie die Schiedsrichter und den VAR, ob das ein Handspiel war, nicht mich», erklärte er nur. Von Sarkasmus wollte der Katalane nichts wissen: «Nach den Spielen bedanke ich mich fast immer beim Schiedsrichter oder meinen Trainerkollegen.»

Stattdessen lobte der 48-Jährige seine Mannschaft schon fast trotzig über den Klee: «Ich bin so stolz auf meine Mannschaft, stolzer als jemals zuvor. Unsere Leistung war so gut. Wir haben heute gezeigt, warum wir Meister sind. Wir haben gespielt wie eine Mannschaft, die zweimal hintereinander Meister geworden ist. Das war eine der besten Leistungen, die ich je von meiner Mannschaft gesehen habe. Hier in diesem Stadion gegen das momentan beste Team der Welt.»

Tatsächlich spielte City phasenweise unglaublich stark, presste enorm hoch und setzte Liverpool unter Druck. Doch Guardiolas Plan ging am Ende nicht auf. Aus insgesamt 13 Eckbällen kreierte man kaum Torgefahr, von unglaublichen 18 Schüssen flogen nur drei aufs Tor von Liverpool-Keeper Allison.

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Ob Guardiola den Rückstand auf den Spitzenreiter mit seiner Mannschaft noch aufholen kann? «Keine Ahnung», sagte der City-Coach leicht verärgert. «Ich bin kein Zauberer. Ich kann nicht in die Zukunft schauen.» Mit Rückständen kennt sich Guardiola aber aus. In der letzten Saison lag er mit City nach 19 Spieltagen sieben Punkte hinter den «Reds», am Ende hatten aber doch die «Sky Blues» und Guardiola die Nase vorn. (pre)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • René Obi 11.11.2019 15:24
    Highlight Highlight So sehr ich mich für Liverpool freue, Peps Ärger ist verständlich. ein ersten ist eher kein Hands aber beim zweiten ist die Hand schon etwas weit vom Körper weg und vergössert damit die Fläche.
  • aussenrist 11.11.2019 15:15
    Highlight Highlight Fantastisches Spiel!
    Man sollte nicht immer über potenzielle VAR-Entscheide jammern sondern selber weniger Fehler machen. City könnte vor dem 1-0 den Ball klären, stattdessen spielen sie Fabinho in die Füsse.
  • Clank 11.11.2019 11:15
    Highlight Highlight Verstehe nicht, wie da der VAR zweimal nicht eingreifen kann. Als neutraler Fan kann ich die liVARpool hashtags schon etwas verstehen.
    • Raembe 11.11.2019 14:01
      Highlight Highlight Wieso? Erstes Tor = Vorteil.
      Zweite Hands Szene = Hand am Körper und Schuss aus nem Meter abstand.
    • Clank 11.11.2019 16:36
      Highlight Highlight Erstes Tor:
      Die neue Regel sagt: Es liegt ein Handspiel-vergehnen vor, wenn ein Spieler in Ballbesitz gelangt, nachdem ihm der Ball an die Hand/den Arm springt,
      und danach:
      - ins gegnerische Tor trifft,
      - zu einer Torchance kommt,
      Durch TAA Handspiel kommt es zu beides = irregulär.
      Zweite Szene: Es spielt keine Rolle wie gross der Abstand ist. TAA vergrössert seine Körperfläche wie ein Torhüter. Man lernt, die Hände hinter dem Rücken zu behalten.
    • Raembe 11.11.2019 18:13
      Highlight Highlight Urs Meier hat sogar bestätigt via Petric bei Sky, bestätigt das die erste Szene kein Elfer war. Über die zweite Szene wurde nicht mal grossartig diskutiert, denn es war für alle klar,das es kein Handspiel war.

      Und wenn es so deutlich Handspiel war, wie Du sagst, trau ich den Schiris in England hinter dem VAR durchaus zu, dies zu sehen. Ja VAR macht noch Fehler, aber hier versuchst Du die Niederlage zu rechtfertigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rosenstadt1945 11.11.2019 10:59
    Highlight Highlight Laut Match of the Day spielt das Hands von Silva keine Rolle für einen allfälligen Elfmeter beim ersten Hands. Etwas speziell, aber dadurch wohl tendenziell eher Hands und Penalty. Damit VAR aber den Schirientscheid auf dem überstimmt und damit auch das Tor auf der anderen Seite braucht vielleicht doch etwas mehr. Da gab es bereits einige Szenen wo dee VAR den Schirientscheid nicht überstimmt hat, obwohl das möglich gewesen wäre.
    Beim zweiten Hands natürlich nie im Leben ein Penalty.. Fast etwas lächerlich wie City dort reklamiert.. Er schiesst ihn aus 1 Meter Entfernung an.
    • FCZ 11.11.2019 11:59
      Highlight Highlight Kann man Match of the Day auch in der Schweiz schauen?
    • Kop 11.11.2019 13:30
      Highlight Highlight Klar, immer samstags 2220 auf bbc1
    • quallbum 11.11.2019 14:48
      Highlight Highlight Unsinn, habe MOTD geschaut. Natürlich spielt das Hands von Silva eine Rolle. Sie haben bloss über die Situation diskutiert, im Sinne von 'falls das hands von Silva nicht passiert wäre'. Auf BBC läuft MOTD übrigens erst um 23:30 schweizer Zeit.
  • Nicosinho 11.11.2019 10:27
    Highlight Highlight der Meistertitel für die Reds ist sowas von überfällig, jetzt sollte es klappen!
    • Yozef 11.11.2019 11:33
      Highlight Highlight *kloppen
      Badum...tss
  • db13 11.11.2019 10:03
    Highlight Highlight Angeschossen aus 2 Metern, Arm am Körper... Wo soll da ein sanktionierungswürdiges Handspiel vorliegen?
    • Tooto 11.11.2019 11:16
      Highlight Highlight Laut neuer Regelung ist das eigentlich ziemlich egal.
      Deswegen haben die meisten Verteidiger seit der letzten Spielzeit im 16er die Hände hinter dem Rücken.
    • Pümpernüssler 11.11.2019 14:18
      Highlight Highlight Die neue Handsregel sagt, dass immer Hands gepfiffen soll, wenn der Ball vor einem Tor von einem Gegner mit der Hand oder Arm berührt wird. 🤷‍♂️
    • Clank 11.11.2019 16:29
      Highlight Highlight "Angeschossen" exisitiert nicht. Darum verteidigen Verteidiger auch heute mit beiden Arme hinter dem Rücken im Stafraum.
  • wasps 11.11.2019 10:00
    Highlight Highlight Schlechter Verlierer.

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