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AC Milan's Michael Essien (R) fights for the ball with Chievo Verona's Ivan Radovanovic during their Italian Serie A soccer match at San Siro stadium in Milan March  29, 2014. REUTERS/Alessandro Garofalo (ITALY - Tags: SPORT SOCCER)

Der «Büffel» Michael Essien wird in Australien auch von der Liga subventioniert. Bild: ALESSANDRO GAROFALO/REUTERS

Profi-Liga gibt Klubs Geld für Fussballstars – wenn diese sich vermarkten lassen

Australiens A-League fristet noch immer ein Schattendasein. Die Liga entwickelte sich in den letzten Jahren zwar massiv, aber reizvoll ist sie für (grosse) Sponsoren noch nicht. Vor allem nicht im Vergleich mit den Profi-Ligen in den USA oder China. Das soll sich ändern.



Die australische Fussball-Liga erlebt – trotz der grossen nationalen Konkurrenz durch Rugby und auch Cricket – einen Aufschwung. Die zehn Klubs wirtschaften immer besser, die Zuschauer kommen in die Stadien und mit Alessandro Del Piero oder David Villa liessen sich auch schon grosse Namen für ihren Karriereherbst von Down Under überzeugen.

Die Liga soll weiter wachsen – vor allem auch in der internationalen Anerkennung. Darum erliess der nationale Verband auf diese Saison hin (Start im Oktober) eine neue Regelung. Neben dem herrschenden Salary Cap (1,73 Millionen Euro für ein Kader mit 23 Spielern) und zwei Marquee Players, welche ausserhalb dieser Grenzen verpflichtet werden können, existiert ab dieser Spielzeit die Möglichkeit für einen «Full Season Guest Marquee Player».

MELBOURNE, AUSTRALIA - DECEMBER 19: Paulo Retre of the City is congratulated by team mates after scoring a goal during the round 11 A-League match between Melbourne City FC and Melbourne Victory at AAMI Park on December 19, 2015 in Melbourne, Australia.  (Photo by Quinn Rooney/Getty Images) *** BESTPIX ***

Die australische Liga (hier Spieler von Melbourne City) will in Zukunft nicht mehr nur «Namenlose» wie diese drei hier anziehen. Bild: Getty Images AsiaPac

Das spezielle an diesem «Guest Marquee Player»: Die Liga muss ihn als solchen qualifizieren und bewilligen. Dabei wird nicht nur auf sportliche Fähigkeiten geachtet, sondern vor allem auch, wie sich der Spieler vermarkten lässt. Wird jemand als gut, bekannt und werbewirksam genug eingestuft, darf sich der verpflichtende Verein aus einem Fonds der Liga bedienen, um diesen teilweise zu bezahlen.

Kurz: Die Liga zahlt den Klubs Spieler – sofern diese die Attraktivität der Liga steigern.

Was hältst du davon, dass die australische Liga Star-Spieler «subventioniert»?

Cahill ist schon da, Essien im Anflug

Der Verband erklärt sich in einem Statement: «Mit dem Wachstum der A-League hat sich auch der Standard des Spiels drastisch gesteigert. Wir sind überzeugt, dass die Einführung dieser Massnahme für weiteres Wachstum, aber auch Marktfähigkeit und Sichtbarkeit der Liga sorgen wird.»

epa05472627 (FILE) A picture dated 29 March 2016 shows Australian soccer player Tim Cahill celebrating after scoring his second goal during the Group B 2018 FIFA World Cup qualifying match between Australia and Jordan at Sydney Football Stadium in Sydney, Australia. On 11 August 2016, Tim Cahill, Australian National soccer team's all-time leading scorer, has signed a two-year deal with A-League team Melbourne City.  EPA/DAN HIMBRECHTS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Tim Cahill: Australiens Star ist der erste Liga-subventionierte Spieler der Welt. Bild: EPA/AAP

Bisher konnte nur ein Team einen solchen Spieler engagieren: Melbourne City FC verpflichtete den australischen Star Tim Cahill. Stadtrivale Melbourne Victory hat jetzt aber gemäss dem «Guardian» einen nächsten dicken Fisch an der Angel: Michael Essien. Der Ghanaer (ex Chelsea, Milan) wurde von der Liga bereits bewilligt. Die Verpflichtung des aktuell vereinslosen 33-Jährigen stehe kurz bevor.

Das wäre doch alles auch noch eine Idee für die Champions League, nicht?

Diamanti ist nicht Star genug

Andere Klubs bemühten sich zuletzt um die Dienste von Miroslav Klose oder Kevin Kuranyi. Beide würden die Kriterien für «gut, bekannt und werbewirksam» auch erfüllen. Allerdings dürften beide Karrieren nicht auf dem roten Kontinenten enden. Und jeder, der mal irgendwo Nationalspieler war, wird auch nicht einfach akzeptiert. Der Italiener Alessandro Diamanti beispielsweise weckte das Interesse von Brisbane Roar. Die Liga entschied aber: Nicht vermarktbar genug. 

epa05534042 Palermo's Alessandro Diamanti (L) in action against Napoli's Lorenzo Insigne (R) during the Italian Serie A soccer match between US Palermo and SSC Napoli at Renzo Barbera stadium in Palermo, Italy, 10 September 2016.  EPA/MIKE PALAZZOTTO

Alessandro Diamanti (l.): Werbe-technisch zu schwach für Australien, jetzt spielt er halt in Italien bei Palermo, dort entscheidet (nur) fussballerisches Können. Bild: EPA/ANSA

So sind drei Wochen vor dem Saisonstart noch immer neun der zehn Klubs auf der Suche nach einem «Guest Marquee Player». Allerdings wird längst bezweifelt, ob mit der Massnahme alternde Stars kommen werden. Spieler wie Hulk, Jackson Martinez, Steven Gerrard, Andrea Pirlo, Kaka, Didier Drogba oder Frank Lampard verdienen in den USA respektive China einfach zu viel, als dass Australien eine Option wäre. Denn so finanzstark sind die Klubs in Ozeanien noch nicht, um da mithalten zu können.

Wenn die Australier dann ihre Liga zu gut vermarkten, könnte es so enden:

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