DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zuerich, 10.05.2015, Fussball Super League - FC Zuerich - FC Basel, Szene vor dem Tor zum 1:2, Marek Suchy (L) und Marco Streller (R, FCB) gegen Burim Kukeli und Alain Nef (FCZ). (Marc Schumacher/EQ Images)

Burim Kukeli erlebt die entscheidende Szene hautnah mit. Bild: Marc Schumacher

Im Gegensatz zu Trainer Meier übt Kukeli Selbstkritik: «Manchmal spielen wir unterirdisch»

Der FC Zürich steckt tief in der Krise. Die einen orten die Probleme ausserhalb des Klubs, beispielsweise beim Schiedsrichter. Burim Kukeli hingegen spricht primär über die FCZ-Defizite.



Nach der Last-Minute-Niederlage gegen den FCB (1:2) sass der Frust beim FC Zürich tief. Urs Meier beklagte sich nach dem Gegentreffer vor allem über die lange Nachspielzeit: «Für mich wäre das Spiel nach 93 Minuten vorbei gewesen.» Vielleicht sollte Herr Bieri seiner Mannschaft die Niederlage erklären, zürnte der Coach. «Das passierte uns nicht zum ersten Mal. Jetzt muss ich das mal ansprechen.»

Animiertes GIF GIF abspielen

Suchys Handspiel in der 94. Minute. gif: srf

Animiertes GIF GIF abspielen

Der Eckball und Suchys Treffer.  gif: srf

Nicht alle bemühten Ausreden: Der FCZ-Schwer- und Teilzeitarbeiter Kukeli beispielsweise wählte zur Beurteilung der entscheidenden Szene im eigenen Strafraum einen sinnvolleren Ansatz. Er schob die Verantwortung für das Versagen nicht auf den Referee ab: «Wir verhalten uns in solchen Momenten einfach nicht clever. Es wäre möglich gewesen, die Situation zu bereinigen.» Sie seien in Überzahl gewesen.

«Das Tor passt zum Bild, das wir seit Monaten abgeben», fuhr der Mittelfeldspieler mit seiner kritischen Aufarbeitung fort. Klar würden sie derzeit für jeden Fehler gnadenlos bestraft und müssten «hartes Brot» essen, aber von ungefähr komme die zehn Heimspiele umfassende Flaute nicht.

Europa League in Gefahr

Die Leistungen in der Rückrunde seien mehrheitlich inakzeptabel gewesen: «Wir können oft nicht einmal das Minimum bringen, manchmal spielen wir sogar unterirdisch. In einer Zehner-Liga kommt man mit 50 Prozent nirgendwo hin.» Er spüre zwar das Bemühen, sich aus der schwierigen Lage zu befreien. Aber sie würden immer wieder die gleichen Fehler begehen.

«Wir können oft nicht einmal das Minimum bringen, manchmal spielen wir sogar unterirdisch.»

Burim Kukeli

Einen solchen Absturz hätte wohl niemand für möglich gehalten nach dem überzeugenden Start. «Doch von unserem guten Fussball der Vorrunde ist nicht mehr viel übrig. Die Enttäuschung bei allen ist gewaltig.» Sie müssten nun grundsätzlich über die Bücher gehen, empfahl der albanische Internationale: «Jeder muss sich hinterfragen – der Staff, die Spieler, jeder. Eine solche Negativserie können wir uns nach der Sommerpause nicht mehr leisten.»

Zuerich, 10.05.2015, Fussball Super League - FC Zuerich - FC Basel, Trainer Urs Meier (FCZ). (Marc Schumacher/EQ Images)

14 Spiel, 12 Punkte: Urs Meier erlebt eine katastrophale Rückrunde.  Bild: Marc Schumacher

Ob die Reserve des guten Herbsts ausreicht, wenigstens den Europacup-Platz zu halten, mag Kukeli nicht prognostizieren: «Wir werden alles dafür tun. Aber wir können nicht immer darauf hoffen, dass unsere Verfolger auch verlieren.» (si/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bundesgericht heisst Beschwerde gegen Zürcher Hardturm-Stadion gut

Das Bundesgericht hat einer Stimmrechtsbeschwerde gegen das geplante Fussballstadion auf dem Zürcher Hardturm-Areal stattgegeben. Nun muss sich der Bezirksrat nochmals mit der Beschwerde befassen.

Das Projekt «Ensemble» wurde im letzten September an der Urne angenommen. Ein Gegner des Projekts, das ein Fussballstadion und zwei Hochhäuser umfasst, monierte, dass die Stadt im Vorfeld nicht genügend über die Sicherheitsrisiken eines Fussballstadions informierte habe, schrieb die Neue Zürcher …

Artikel lesen
Link zum Artikel